Handball-Oberliga Ganz nahe dran

Die SG Achim/Baden überzeugte bei der SG VTB/Altjührden. Für einen Triumph reichte es am Ende aber nicht ganz.
21.01.2018, 13:55
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Ganz nahe dran
Von Florian Cordes

Varel. Einfach nach Varel fahren, um dort artig die Punkte abzugeben, das ist nicht der Plan von Tobias Naumann gewesen. Der Trainer des Handball-Oberligisten SG Achim/Baden hatte vor der Partie bei der SG VTB/Altjührden gesagt, dass sich der Spitzenreiter schon ordentlich strecken müsse, wenn er sein Team besiegen will. Naumanns Warnung sollte Wahrheit werden: Seine Sieben war in Varel ganz nahe dran an einem Punkt. Aber eben nur ganz nahe. Denn der Favorit gewann am Ende mit 28:26 (15:13). Auch einen Tag nach dem Spiel fiel es Naumann noch ein wenig schwer, die knappe Niederlage einzuordnen. „Ich würde nicht sagen, dass wir Varel am Rande einer Niederlage hatten. Aber einen Punkt hätten wir schon mitnehmen können“, meinte der SG-Trainer. „Wir haben eine überragende Leistung gezeigt. Leider hat sich die Mannschaft nicht belohnt.“

Vor allem in der Anfangsphase schafften es die Gäste, den Spitzenreiter in Verlegenheit zu bringen und zu überraschen. „Wir haben diesmal mit einer etwas offensiveren Deckung gespielt“, erklärte Tobias Naumann. „Damit ist der VTB nicht zurechtgekommen und wir haben dadurch einige einfache Tore erzielt.“ Doch auch das gebundene Offensivspiel lief bei den Gästen gut. „Die Mannschaft hat es immer wieder geschafft, den kompakten Deckungsverbund auseinanderzuspielen. Vor allem Marvin Pfeiffer hatte dafür ein gutes Händchen“, lobte Naumann seinen Rückraumspieler.

Dass die Achimer den wesentlich besseren Start erwischt hatten, spiegelte sich auch im Resultat wider: In der 17. Minute führte die SG Achim/Baden mit vier Toren Differenz – 9:5. In der Folge legte Altjührden jedoch einen 4:0-Lauf hin und glich aus. Fortan sollte es eng bleiben. Die Gastgeber legten meist eine Führung vor, die Achimer glichen aus. In der 38. Minute lagen die Gäste wieder vorne (20:19), außerdem bekam Varels Helge Janssen eine Zweiminutenstrafe aufgebrummt. Die Überzahl tat der Naumann-Sieben aber nicht gut. Die Achimer trafen mit einem Mann mehr auf dem Feld nicht ins Tor. Der VTB schon. „Das war ein bisschen der Knackpunkt“, sagte Naumann.

Dennoch blieb das Spiel bis in die Schlussphase spannend: Knapp vier Minuten vor dem Abpfiff führte der Tabellenführer mit 26:25. Ausgerechnet in dieser Phase schlichen sich bei den Gästen Fehler ein. „Und das wird von einem Topteam sofort bestraft“, sagte Naumann. Varel traf zweimal in Folge und entschied die Partie damit. Der Achimer Coach war dennoch zufrieden: „Wir haben gezeigt, dass es geht.“

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