TuS Heidkrug Garmhausen glaubt an sein Team

Delmenhorst. Bislang hat Detlev Garmhausen nie einen Zweifel daran gelassen, wohin die Reise des TuS Heidkrug in der Fußball-Bezirksliga führen soll. Auch kurz vor dem geplanten Wiedereinstieg in die Saison geht der Trainer keinen Millimeter von seiner Marschroute ab.
12.02.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Rainer Jüttner

Delmenhorst. Bislang hat Detlev Garmhausen nie einen Zweifel daran gelassen, wohin die Reise des TuS Heidkrug in der Fußball-Bezirksliga führen soll. Auch kurz vor dem geplanten Wiedereinstieg in die Saison geht der Trainer keinen Millimeter von seiner Marschroute ab.

"Wir können am Sonntag gegen Esenshamm ein Ausrufezeichen setzen. Wir spielen zu Hause und könnten die Tabellenführung übernehmen. Mehr muss ich der Mannschaft nicht sagen." Damit dürfte er Recht behalten. Die Heidkruger wollen den Titel und endlich wieder in die Landesliga, zusätzliche Motivationshilfen sind da überflüssig. Ohnehin zeichnet die Delmenhorster bisher eine besondere Siegermentalität aus. "Damit hat mich die Mannschaft wirklich positiv überrascht. Sie überzeugt bereits im gesamten Saisonverlauf mit der richtigen Einstellung. Ich bin sogar soweit zu sagen, dass wir uns eigentlich nur selber schlagen können", so Garmhausen.

Beste Voraussetzungen also, die Erfolgsserie auch am morgigen Sonntag wieder aufzunehmen, wenn da nicht die - vorsichtig formuliert - semioptimale Vorbereitungsphase in der Winterpause gewesen wäre. "Durch die sehr früh wieder angesetzten Nachholspiele fehlen uns rund vier Wochen. Warum diese Partien jetzt schon auf dem Plan stehen, erschließt sich mir nicht. Zumal diese Spiele wie jedes Jahr auch diesmal gefährdet sind, wenn man mal auf das Wetter schaut", so Detlev Garmhausen.

Gute Hinserie

Dennoch brennen die Heidkruger darauf, wieder zu spielen, wobei sich der Heidkruger Trainer nach der vollauf zufriedenstellenden Hinserie bewusst ist, spielerisch noch Abstriche machen zu müssen. "Ich rechne schon mit einem eher holperigen Start, darum zählen für mich gegen Esenshamm auch nur die drei Punkte. Wie wir die holen, ist mir erst einmal egal."

Angesichts der geballten spielerischen Klasse in seinem Team muss ihm darüber auch nicht all zu bange sein. Dabei liegt der Heidkruger Fokus glasklar auf der Offensive, was auch die bislang erzielten 41 Treffer belegen. Bestes Beispiel war der jüngste Test beim Bremen-Ligisten Bremer SV, der zwar mit einer 5:7-Niederlage endete, Garmhausen aber letztlich wichtige Erkenntnisse lieferte. "Es haben sich weitere interessante Alternativen ergeben, besonders in der Defensive", so Garmhausen.

Der TuS Heidkrug bleibt folglich sehr breit aufgestellt, lebt einerseits von der Homogenität des Teams, andererseits aber auch von der individuellen Klasse. Allen voran die von Ralf Faulhaber. Der 40-Jährige ist und bleibt der Heidkruger Torjäger Nummer eins und lässt die immer wieder aufkeimende Kritik durch seine noch unersetzbare Präsenz auf dem Platz verstummen. Mit seinen 14 Treffern steht er wieder einmal in der Spitzengruppe der Bezirksliga. "Schoko bleibt nun einmal eine echte Hausnummer in der Liga", sagt auch Garmhausen.

Einige torgefährliche Spieler

Doch der Kapitän ist längst nicht der einzige torgefährliche Heidkruger. Unter anderem sorgen Andreas Lorer, Gerry Klenke und nicht zuletzt Patrick Klenke (9 Treffer) dafür, dass die Heidkruger Offensive weiterhin schwer auszurechnen ist. Dabei hat gerade Patrick Klenke einen großen Entwicklungssprung vollzogen, für den er aber auch zwei Jahre lang hart gearbeitet hat. Mittlerweile befindet er sich nach seinem Handgelenkbruch auch wieder im Training. Ähnlich sieht es bei Neuzugang Marvin Osei aus, der auf Garmhausen "einen fitten Eindruck" hinterließ und kommende Woche wieder ins Training einsteigen wird.

Neben der bekannt effektiven Sturmabteilung kann sich aber auch die Delmenhorster Defensivabteilung sehen lassen. 15 Gegentreffer in 13 Spielen bedeuten den drittbesten Wert der Liga. Garmhausen kann dabei auf starke Akteure wie Patrick Finke, Christof Herbec, Sebastian Ohde, Philip Stephan und natürlich die Klenke-Brüder Ron und Gerry setzen, besitzt mit Mark Spohler aber auch einen excellenten Youngster. Der überzeugte bereits in seinem ersten Jahr im Herrenbereich und steuerte so ganz nebenbei auch noch drei Treffer bei.

Zweite Mannschaft im Aufstiegsrennen

Alles in allem scheint der TuS Heidrug für den ganz großen Wurf gerüstet zu sein, und auch der Unterbau bleibt in der Region herausragend. Die zweite Mannschaft liegt als Aufsteiger ebenfalls noch bestens im Aufstiegsrennen, und auch im Nachwuchsbereich ist der TuS Heidkrug in allen Altersklassen auf Landesebene vertreten.

Für Detlev Garmhausen sind daher auch die Querelen um die Niedersachsenliga-A-Junioren völlig unverständlich: "Das war schon sehr schade. Ich denke, dass einige Talente dem Verein mit ihrem Wechsel einen Bärendienst erweisen haben. Ich habe versucht, die ersten Herren da so weit wie möglich rauszuhalten. Nachvollziehen kann ich den Schritt einiger Nachwuchsspieler nicht. Der eine oder andere wird nie wieder die Chance haben, so hochklassig Fußball zu spielen. Die haben ihr Talent einfach verschenkt."

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