Acht Trainer stehen im Aufgebot der erfolgreichen Altherren-Fußballer des TSV Achim Geballte Übungsleiter-Erfahrung

Achim. "Ich bin ja nicht beratungsresistent", sagt Rüdiger Hilbers, der Coach der Fußball-Altherren Ü32 des TSV Achim. Er nimmt schon Vorschläge seiner Spieler an, von denen gleich acht ebenfalls Trainer sind. Es kann schon fast von einer Trainer-Auswahl gesprochen werden. Als Meister des NFV-Kreises Verden traten die Achimer jüngst im Rahmen der Bezirksmeisterschaft an, unterlagen aber im Viertelfinale dem TSV Sievern - wie berichtet - mit 2:5 Toren.
09.07.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Geballte Übungsleiter-Erfahrung
Von Jürgen Juschkat

Achim. "Ich bin ja nicht beratungsresistent", sagt Rüdiger Hilbers, der Coach der Fußball-Altherren Ü32 des TSV Achim. Er nimmt schon Vorschläge seiner Spieler an, von denen gleich acht ebenfalls Trainer sind. Es kann schon fast von einer Trainer-Auswahl gesprochen werden. Als Meister des NFV-Kreises Verden traten die Achimer jüngst im Rahmen der Bezirksmeisterschaft an, unterlagen aber im Viertelfinale dem TSV Sievern - wie berichtet - mit 2:5 Toren.

Das Feld der Trainer besteht aus namhaften Fußballern. Andre Schmitz und Sven Zavelberg bilden das Gespann beim Landesligisten TB Uphusen, Abdu Nasraoglu coachte zuletzt die erfolgreichen Bezirksliga-Damen des SV Holtebüttel und übernimmt zur neuen Serie den Herren-Bezirksligisten TSV Uesen. In Holtebüttel wird er von Holger Kreyenhop abgelöst, der ebenfalls für Achims Altherren kickt. Die weiteren Übungsleiter sind Thomas Ziegler (erste Achimer Herrenmannschaft), Martin Puls (ehemals für die Uesener A-Jugend verantwortlich, nunmehr zusammen mit Ü32-Mitspieler Kai Tietjen für die Achimer G-Jugend) und Carsten Meyer von Salzen (zweite Achimer Herrenmannschaft).

Natürlich ist das für Hilbers nicht immer ganz einfach. "Es ist aber gut zu wissen, dass es sie gibt. Es ist sogar von Vorteil, denn sie wissen, wie Fußball geht."

Im Jahr zuvor sah es noch ganz schlecht um den Achimer Altherren-Fußball aus. "Der war am Boden, weil sich niemand drum gekümmert hat ", erklärt Hilbers. So wurde in einer Spielgemeinschaft mit dem TSV Uesen angetreten. Obwohl er viel als Co-Trainer mit den ersten Achimer Herren zu tun hatte, ließ sich Rüdiger Hilbers dazu überreden, die Regie zu übernehmen. Damit begann eine Erfolgsgeschichte, auch weil einige Fußballer bereit waren, zum TSV Achim zu wechseln. Der Kader wurde so groß, dass der Coach sogar in einem Spiel vier Akteure wechseln konnte.

Sieben Punkte Vorsprung

Die Mannschaft wurde mit Fußballern, die Spaß haben wollten, bei 46 Punkten und 45:21 Toren Kreismeister. Sieben Zähler lag man am Ende vor den Bierdenern. "Wir haben uns aber zunächst schwer getan und Spiele verloren, weil wir uns erst finden mussten", erinnert sich Hilbers, dessen Team sich mit dem neunten Spiel richtig gefunden hatte. Fortan wurde nicht mehr verloren. "Das war einer der entscheidenden Punkte. Wir verfügen ohnehin über super Spieler und gute Kondition", fügt der Coach an und nennt insbesondere Andre Schmitz. "Der ist hinter den Spitzen Gold wert", so Hilbers über seinen erfolgreichsten Torschützen (17 Treffer), bei weniger Einsätzen kam Thomas Ziegler auf 15.

In der Angriffsspitze spielten abwechselnd meist Kai Tietjen und Thomas Ziegler. In der Abwehr bildeten Dirk Josting und Sebastian Denzel eine Bank, Letzterer als Libero oder auch als Sechser.

Glück hatten die Achimer bei der Bezirksmeisterschaft, die sie gerne auch als Altherren-Bezirkspokal bezeichnen. In der Qualifikation (1. Runde) erwischten sie ein Freilos, dann kam schon das Viertelfinale. Dabei trafen die Blau-Weißen auf den TSV Sievern, dem sie bekanntlich nicht gewachsen waren, obwohl mit Robert Smerczek und Kai Spelde zwei Herren-Spieler im gesetzten Alter die Ü32 unterstützten. "Die waren schon gut, doch bei den Toren des Gegners haben wir tatkräftig mitgeholfen", kritisierte der Achimer Coach. Während seine Spieler nur einmal pro Woche - viele sind eben als Übungsleiter eingebunden - selbst trainieren, stehen bei anderen Teams neben mehr Übungseinheiten auch mehr Begegnungen in einer größeren Liga auf Kreisebene auf dem Programm.

Doch das Bezirksmeisterschafts-Spiel ist für Hilbers längst vergessen, denn es warten erst einmal andere Dinge auf ihn. "Zum Beispiel unsere Tochter Franziska, die für den RV Siek reitet und beim RV Thedinghausen ein eigenes Pferd im Stall stehen hat. Sie reitet auf Turnieren, und da wollen wir Eltern auch dabei sein", sagt er.

Trainings-Auftakt bei den Altherren ist am 27. Juli. In der Zwischenzeit nehmen sie am Hönischer Turnier teil. Einen Neuzugang gibt es schon, den Rieder Torhüter Thomas Lange. Doch für Rüdiger Hilbers endete die fußballlose Zeit früher. Seit dem 3. Juli teilt er sich bei den Herren die Trainingsarbeit mit Thomas Ziegler.

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