Fußball-Kreisklasse Gebolze, Gerutsche und Gefoule

Ein heftiger Wolkenbruch verhinderte, dass mehr als eine Halbzeit wirklich Fußball gespielt werden konnte beim Match zwischen Hürriyet und Stenum II. Schlussendlich siegten die Rot-Weißen mit 4:2.
22.08.2017, 11:43
Lesedauer: 2 Min
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Von Ralf Kilian

Delmenhorst. Eine Woche nach dem eher unnötigen 2:2-Auftakt beim TV Munderloh II hat Rot-Weiß Hürriyet mit einem verdienten 4:2 (3:1)-Heimerfolg gegen die Reserve des VfL Stenum seine gestiegenen Ambitionen für diese Saison in der 1. Fußball-Kreisklasse untermauert. Nach bestandenem Abstiegskampf in der vergangenen Serie soll es jetzt mit einigen sinnvollen Verstärkungen ins obere Tabellendrittel gehen. Wegweisend wird dafür der kommende Sonntag mit dem ewigen Derby gegen den KSV Hicretspor Delmenhorst sein. „Bisher sieht das bei uns gut aus, mit dem heutigen Sieg haben wir viel Selbstvertrauen getankt“, blickt Trainer Mete Döner zuversichtlich voraus.

Wobei die Partie gegen Stenum II aufgrund der Wetter- und Platzverhältnisse nur eine Halbzeit lang als Maßstab taugt. Schon vor dem Anpfiff hatte es heftige Wolkenbrüche gegeben, besonders in Halbzeit zwei öffnete der Himmel wieder alle Schleusen und durchweichte den Rasen komplett. „Da war kein Fußball mehr möglich. Es war nur noch ein einziges Gebolze, Gerutsche und Gefoule“, beschrieb Stenums Coach Uwe Hammes die teilweise irregulären Bedingungen. Zu diesem Zeitpunkt führte Hürriyet bereits verdient mit 3:1 und hatte spätestens mit dem schnellen vierten Tor nach dem Seitenwechsel die Punkte im Sack.

Als man noch halbwegs Fußball spielen konnte, tat Hürriyet das recht ansehnlich. Bereits nach sieben Minuten flankte Cihad Bayraktaroglu von rechts mit links auf Berat Uyar, der freistehend am zweiten Pfosten den Ball eindrückte. Fünf Minuten später hätte Burak Sonuvar fast einen Zufallstreffer gelandet, doch seine Hereingabe prallte vom Innenpfosten Torwart Maik Panzram an die Hacke und von dort ins Toraus. Statt 2:0 stand es kurz darauf jedoch 1:1, weil Cenan Coskun einen harmlosen Ball aus dem Halbfeld per Kopf genau in den Lauf von Niclas Böhland verlängerte. Der Stenumer Rechtsaußen nahm das Geschenk gerne an und jagte den Ball zum Ausgleich ins rechte Kreuzeck (22.). „Leider kassieren wir immer noch solch unnötige Gegentore, spielen auf ein Tor und hinten patzt jemand“, ärgerte sich Döner.

Allerdings hätte Coskun seinen Fehler fast per Freistoßflanke auf Hasan Gökdeniz wieder gutgemacht, doch Panzram stand richtig (30.). Nach weiterer Panzram-Parade gegen Bayraktaroglu (32.) forderte Döner sein Team auf: „Bleibt ruhig, das sieht gut aus“. Bereits in der 37. Minute wurde der Coach bestätigt, als Kapitän Bayraktaroglu eine Uyar-Flanke gut mitnahm und Panzram aus fünf Metern per Hackentrick tunnelte. Das war beste Fußballkost, aber die Gastgeber freuten sich genauso über das eher nüchterne 3:1 von Uyar, der auf Pass von Gökdeniz unaufhaltsam davonzog und aus 15 Metern einschob (45.).

Hammes war schon zur Halbzeit bedient: „Mit dem 1:1 waren wir gut drin im Spiel. Aber wir schenken die Gegentore zu einfach her, da sind wir selbst schuld.“ Hasan Gökdeniz legte dann auch schnell (49.) das 4:1 nach, der prompte Anschluss durch den Stenumer Spielführer Marten Kämena (54.) brachte RWH nicht mehr in Gefahr. Auch weil Hürriyet mit Neu-Keeper Maximilian Machoczek endlich einen guten Rückhalt dazugewonnen hat, der sich noch zweimal auszeichnen konnte. Außerdem konnte Döner noch viermal wechseln, ein völlig ungewohnter Luxus für Hürriyet. Kurz: Nach zwei ganz schweren Jahren sieht Hürriyet wieder Licht am Horizont, gegen Hicretspor soll nun nachgelegt werden.

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