VSK Osterholz-Scharmbeck Gegenspieler aus der Champions-League

Osterholz-Scharmbeck. Lukas Hansen wird im Heimspiel seines VSK Osterholz-Scharmbeck am Sonntag um 15 Uhr eine Doppelrolle zukommen: Er möchte die Kreise von Andris Kuvsinovs einengen und das Spiel der Grün-Weißen ankurbeln.
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Von Karsten Hollmann

Osterholz-Scharmbeck. Lukas Hansen wird im Heimspiel seines VSK Osterholz-Scharmbeck gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter der Fußball-Landesliga, SV Teutonia Uelzen, am Sonntag um 15 Uhr eine Doppelrolle zukommen: Zum einen möchte der 18-Jährige die Kreise vom Champions-league-erfahrenen SV-Regisseur Andris Kuvsinovs einengen. Auf der anderen Seite soll er das Spiel der Grün-Weißen ankurbeln.

Der SV Teutonia Uelzen ist in der Fußball-Landesliga mit zehn Siegen und einem Unentschieden aus elf Spielen allen Konkurrenten davongeeilt. Der VSK Osterholz-Scharmbeck könnte den Rückstand mit einem Sieg im Spitzenspiel gegen den ungeschlagenen Ersten aber immerhin auf fünf Zähler verkürzen. Die Grün-Weißen haben sich für das Match gegen das Ausnahmeteam der Liga auch einiges vorgenommen.

„Wir werden Uelzen auf jeden Fall Paroli bieten. Teutonia besitzt zwar gute Leute und hat sich vor der Saison auch noch verstärkt. Aber wir sind auch nicht schlecht. Deshalb ist auch gegen Uelzen was möglich“, ist VSK-Co-Trainer Andreas Grote fest überzeugt. Herausragender Akteur beim Klassenbesten ist Spielmacher Andris Kuvsinovs (28). „Der hat schon Champions-League gespielt“, so Grote. Der Lette schied vor vier Jahren mit dem FK Ventspils erst in der vierten Qualifikationsrunde für die Gruppenphase in der Champions-League gegen den FC Zürich aus und traf dann in der Europa-League unter anderem auf Hertha BSC Berlin. Kuvsinovs ist im Uelzener Mittelfeld der Dreh- und Angelpunkt und spielt den tödlichen Pass.

Einer, der es mit dem Letten im Mittelfeld zu tun bekommen wird, ist VSK-Youngster Lukas Hansen. „Ich werde aber mein Spiel durchsetzen. Wir müssen versuchen, ihn als Mannschaft auszuschalten“, sieht sich Hansen selbst nicht als Kuvsinovs’ Sonderbewacher. Der erst vor wenigen Tagen 18 Jahre alt gewordene Kicker feierte im Mai dieses Jahres seinen Einstand in der U18-Landesligaformation des VSK und bereitete gegen den JFV Borstel-Luhdorf zwei Tore von Bilal Matar vor, mit dem er nun auch bei den Herren wieder zusammenspielt. Bei seinem Pflichtspieldebüt im Herrenbereich erzielte Hansen beim 4:1-Erfolg über den SV Komet Pennigbüttel im Bezirkspokal nach seiner Einwechslung das Tor zum 4:0. Mittlerweile hat er sich einen Stammplatz als Sechser neben Julian Stroppel erarbeitet. „Ich habe am Anfang sicherlich auch davon profitiert, dass einige Spieler gefehlt haben. Ich habe aber meine Chance genutzt und mich festgespielt“, ließ der Gymnasiast wissen.

Hansen ist im Mittelfeld vielseitig einsetzbar, lief auch bereits als Zehner auf. „Meine Lieblingsposition ist aber die im defensiven zentralen Mittelfeld“, sagt Hansen. Seinen Nebenmann Stroppel betrachtet der Fan von Borussia Dortmund als absoluten Glücksfall: „ Ich habe noch nie einen Spieler erlebt, der mir so viele wichtige Tipps geben konnte.“ Morgen feiert Stroppel allerdings seinen 30. Geburtstag. Deshalb weiß VSK-Coach Günter Hermann noch nicht genau, ob und in welcher Verfassung er seinen Kapitän einsetzen kann. Definitiv ausfallen werden die verletzten Marvin Eberhards und Dominic Ponty. Dafür ist Innenverteidiger Baris Kocademir aber wieder ins Training zurückgekehrt.

Grote ist von Hansens Entwicklung begeistert: „Lukas hat sich richtig gut gemacht. Er ist laufstark und spielt kaum Fehlpässe, lässt sich auch nicht einfach so von seinem Gegenspieler wegschubsen.“ Der Co-Trainer würde sich aber noch einen größeren Egoismus im Abschluss von seinem Riesen-Talent wünschen: „Er legt lieber noch mal quer, anstatt selbst zu schießen.“ Der Schüler gelobt jedoch Besserung: „Ich spiele in der Tat lieber den Pass in die Schnittstelle, werde aber in Zukunft auch öfter selbst schießen.“

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