Sportgericht fällt nach Handgreiflichkeiten in der 3. Kreisklasse ein mildes Urteil

Geldstrafen für Hicretspor und Hockensberg

Delmenhorst (crb). Das Sportgericht des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst hat ein mildes Urteilen zu den Tumulten nach dem Spiel der 3. Fußball-Kreisklasse zwischen dem KSV Hicretspor III und dem FC Hockensberg gefällt.
11.11.2014, 00:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Geldstrafen für Hicretspor und Hockensberg
Von Christoph Bähr

Das Sportgericht des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst hat ein mildes Urteilen zu den Tumulten

nach dem Spiel der 3. Fußball-Kreisklasse zwischen dem KSV Hicretspor III und dem FC Hockensberg gefällt. Die zwei Klubs müssen jeweils 100 Euro Geldbuße bezahlen und teilen sich die Verfahrenskosten von 30 Euro.

Nach dem 2:1-Sieg der Hockensberger war es am 19. Oktober auf dem Nebenplatz des Delmenhorster Stadions zu Handgreiflichkeiten zwischen Spielern und Zuschauern beider Lager gekommen (wir berichteten). Die Polizei rückte an wegen einer vermeintlichen Körperverletzung. Das Sportgericht betont in seinem Urteil, dass es nicht in der Pflicht sei, diesen Fall zu bewerten. Das sei Sache der Zivilgerichte.

Grundlage für die Ermittlungen des Sportgerichts um den Vorsitzenden Heiner Spark war vielmehr ein Schreiben des KSV Hicretspor, in dem von permanenten Beleidigungen durch Hockensberger Zuschauer die Rede war. Schiedsrichter Horst Scherschanski (SG Bookhorn) gab jedoch zu Protokoll, dass er während des gesamten Spiels keine Beschimpfungen von außerhalb des Platzes gehört habe. Die Ursache für die Handgreiflichkeiten nach dem Abpfiff konnte das Gericht ebenfalls nicht klären. „Ersichtlich war aber, dass die Verantwortlichen nicht in der Lage waren, die Kontrahenten zurückzuhalten und die Gemüter zu beruhigen. Dieses trifft für beide Vereine zu“, steht in dem Urteil. Folglich wurden Hicretspor und Hockensberg gleichermaßen bestraft.

Klare Worte fand das Gericht zudem für die Beschwerde der Delmenhorster: „Es kann nicht sein, dass ein Verein solch ein Verfahren in Gang setzt, aber selbst wenig zur Aufklärung beiträgt.“ Hicretspor habe es versäumt, nach den Beleidigungen die Täter zu ermitteln und diese der Anlage zu verweisen. Zudem hätte der Unparteiische während der Partie über die Beschimpfungen informiert werden müssen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+