Vor der ersten Hauptrunde hält sich die Begeisterung für den Pokalwettbewerb bei den meisten Trainern noch in Grenzen Gemischte Gefühle

Landkreis Osterholz. Schlag auf Schlag geht es momentan im Fußball-Bezirkspokal: Nur wenige Tage nach der Qualifikationsrunde stehen an diesem Wochenende bereits einige interessante Spiele der ersten Hauptrunde an. So empfängt der FC Worpswede den VSK Osterholz-Scharmbeck zum Duell zweier gestandener Bezirksligisten, der Aufsteiger ATSV Scharmbeckstotel misst sich mit dem TSV Wallhöfen und der TuS Tarmstedt hofft gegen den TuS Zeven auf eine Überraschung.
22.07.2017, 00:00
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Von JAN-HENRIK GANTZKOW

Landkreis Osterholz. Schlag auf Schlag geht es momentan im Fußball-Bezirkspokal: Nur wenige Tage nach der Qualifikationsrunde stehen an diesem Wochenende bereits einige interessante Spiele der ersten Hauptrunde an. So empfängt der FC Worpswede den VSK Osterholz-Scharmbeck zum Duell zweier gestandener Bezirksligisten, der Aufsteiger ATSV Scharmbeckstotel misst sich mit dem TSV Wallhöfen und der TuS Tarmstedt hofft gegen den TuS Zeven auf eine Überraschung. Der MTV Bokel muss unterdessen noch mal nachsitzen und die abgebrochene Partie in Geversdorf nachholen.

FC Worpswede – VSK Osterholz Scharmbeck: Aufgrund des frühen Zeitpunkts des Pokalderbys hält sich die Vorfreude in beiden Lagern in Grenzen, bedeutungslos ist das Spiel, das am Sonntag um 15 Uhr in Neu Sankt Jürgen angepfiffen wird, aber nicht: „Für uns ist das ein Pflichtspiel mit Freundschaftscharakter. Das bedeutet aber nicht, dass es uns egal ist, ob wir gewinnen oder verlieren. Wir trainieren gut und werden alles geben, um zu siegen“, erklärt Worpswede-Coach Gregor Schoepe. Ähnlich sieht das sein Gegenüber Torsten Just: „Das Spiel findet mitten in der Vorbereitung statt, daher ist eine Prognose schwierig. Ein Pflichtspiel willst du aber immer gewinnen“, zeigt sich Just motiviert. Beide Trainer müssen dabei aufgrund von Verletzungen und Urlaubszeit auf eine ganze Reihe von Akteuren verzichten und erwarten eine enge Partie, die durch Tagesform, Kampf und Einstellung entschieden werden dürfte.

ATSV Scharmbeckstotel – TSV Wallhöfen: Für den ATSV Scharmbeckstotel ist das Pokalderby gegen den TSV Wallhöfen am Sonntag um 15 Uhr zwar ein echter Härtetest, richtige Pokalstimmung will aber nicht aufkommen: „Das passt uns aufgrund der parallel stattfindenden Sportwoche in Ritterhude, bei der wir am Samstag spielen, gar nicht. Die Jungs sind zwar heiß, aber das ist für uns eher ein Test“, richtet ATSV-Coach Rolf Bauer den Fokus ganz klar auf den Ligabeginn. „Dennoch ist das ein guter Gradmesser und eine Herausforderung. Wallhöfen wird früh und aggressiv pressen, darauf müssen wir uns auch in der Saison in vielen Spielen einstellen“, erwartet Bauer einen forschen Kontrahenten.

Die Wallhöfener, die sich nach durchwachsener Leistung erst im Elfmeterschießen gegen Dannenberg durchsetzten, eilen momentan zwar auch von Spiel zu Spiel, wollen aber eine bessere Leistung als in der Qualifikationsrunde zeigen: „Da sind wir nicht in die Zweikämpfe gekommen und haben zu viele individuelle Fehler gemacht. Das hat zwar auch mit der Müdigkeit zu tun, aber wir wollen das trotzdem abstellen und natürlich gewinnen“, fordert Oliver Schilling, der zuletzt bei der Sportwoche in Ohlenstedt gleich acht Neuzugänge spielen ließ. „Es ist aber eben auch noch Vorbereitung und wir wollen in solchen Spielen das System verinnerlichen und Automatismen entwickeln“, so Schilling, der unter anderem auf Joe Reese, Bilal Matar und Lasse Fehrmann verzichten muss.

TuS Tarmstedt – TuS Zeven: Für den TuS Tarmstedt ist das Pokalduell mit dem Bezirksligisten TuS Zeven am Sonntag (15 Uhr) ein ganz besonderes Highlight. Zwar ist die Hürde für den Kreispokal-Halbfinalisten, der nur aufgrund eines erfolgreichen Losentscheids auf Bezirksebene starten darf, eine große Herausforderung, dennoch hofft man beim Underdog auf eine Überraschung. „Natürlich ist Zeven der Favorit, und wir sind erst seit kurzer Zeit in der Vorbereitung. Trotzdem wollen wir mutig spielen und Nadelstiche setzen. Die Mannschaft zeigt Biss, daher bin ich frohen Mutes“, erklärt Jannick Jagels, der den urlaubenden Thomas Fenslau vertritt.

TSV Geversdorf – MTV Bokel: Während die anderen Teams bereits um den Einzug in die zweite Hauptrunde kämpfen, muss der MTV Bokel am Sonnabend (16 Uhr) nochmals die Hürde TSV Geversorf in Angriff nehmen. Nachdem das Spiel am Mittwoch beim Stand von 0:0 wegen Unwetters abgebrochen werden musste, wurde die Partie bereits drei Tage später neu angesetzt. „Wir hatten das bereits im Hinterkopf, das es so schnell gehen könnte und nehmen das daher auch an. Wir fahren da hin und wollen den Einzug in die nächste Runde unbedingt schaffen“, sagt Bokels Trainer Marko Rebien, der auf eine Rückkehr von Lukas Hansen in den Kader hoffen darf. Die Aufgabe ist knifflig, doch es winkt ein sehr lukrativer nächster Gegner: Am kommenden Mittwoch käme es zum Knüller gegen den Lokalrivalen FC Hagen/Uthlede.

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