Traumhaftes Tor beschert Komet einen Punkt gegen beständig angreifenden FCW Geschickt zum 1:1

Worpswede. Die Spieler versuchten schon, es wie ein normales Spiel in der Fußball-Bezirksliga3 aussehen zu lassen. Doch ab und an kochten die Emotionen zwischen dem gastgebenden FC Worpswede und dem SV Komet Pennigbüttel dann doch hoch. Drei vorzeitige Hinausstellungen bekamen die rund 150 Zuschauer zu sehen. Dass es am Ende 1:1 (1:0) stand, lag eher an den Worpswedern als an den Gästen.
24.10.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Carsten Spöring

Worpswede. Die Spieler versuchten schon, es wie ein normales Spiel in der Fußball-Bezirksliga3 aussehen zu lassen. Doch ab und an kochten die Emotionen zwischen dem gastgebenden FC Worpswede und dem SV Komet Pennigbüttel dann doch hoch. Drei vorzeitige Hinausstellungen bekamen die rund 150 Zuschauer zu sehen. Dass es am Ende 1:1 (1:0) stand, lag eher an den Worpswedern als an den Gästen.

Beide Trainer gaben sich nach Spielschluss zumindest zufrieden. Pennigbüttels Jens Sander war sogar "hochzufrieden mit dem Punkt", Carsten Huning auf Seiten der Gastgeber lobte auf diese Weise das Spiel seiner Akteure ("Ich bin mit meiner Mannschaft zufrieden"). Den Akzent für die gefühlte Niederlage setzte der Worpsweder Coach an anderer Stelle: "Das Spiel haben Rasmus Berger und der Schiedsrichter entschieden."

Der Unparteiische Patrick Meyer aus Harsefeld hatte nämlich früh mit dem Kartenzücken begonnen. Und der übermotiviert wirkende Worpsweder Rasmus Berger holte sich nach erstem Meckern dann für ein Foulspiel an David Kückelhahn bereits in der 26. Minute die Gelb-Rote Karte ab. Später, in der entscheidenden Schlussphase, forderten die Platzherren zudem vergeblich einen Elfmeter vom Schiedsrichter.

Notwendig gewesen wäre das allerdings nicht, hätte Worpswede zuvor nur ein wenig effektiver beim Torabschluss gespielt, das wusste auch Trainer Huning: "Das einzige Manko war: Wir haben die Torchancen nicht genutzt." Die Gastgeber waren von Beginn an schneller im Antritt und dadurch schneller am Ball, ließen das Leder schneller durch die eigenen Reihen laufen als Pennigbüttel. Das Abschlusspech begann in der 22. Minute, als Rasmus Berger- schön von Mario Bolduan angespielt - den Ball an den rechten Innenpfosten setzte, von wo er wieder ins Feld sprang. Zwei Minuten später köpfte Manuel Weinrich nach schönem Berger-Zuspiel in Richtung linker oberer Winkel - es hieß wenigstens 1:0.

Platzverweis schockt wenig

Auch in Unterzahl gab es keinen Bruch im Worpsweder Spiel. Pennigbüttel erarbeitete sich aber bis zur Pause nun mehr Spielanteile, kam oft und gut über die rechte Seite mit Tobias Dohr, doch zu einem gefährlichen Anspiel in die Spitze reichte es nicht. Rafael Monsees' Schuss aus dem Hinterhalt, der ganz knapp links vorbeistrich, bedeutete die gefährlichste Aktion (40.).

Nach dem Wechsel versuchte es Pennigbüttel noch einen Tick offensiver mit den vorne lauernden Andreas Krohn, Jan Kleen und Benedikt Reckemeyer. Und Dennis Damberg per Kopf nach Ecke (55.), Jan Kleen nach Kückelhahn-Zuspiel (57.) oder der eingewechselte Marco Statz (75.) besaßen durchaus torreife Chancen. Aber gefährlicher wirkten einfach die Vorstöße der Gastgeber, wenn auch für Mario Bolduan (61.) und Manuel Weinrich (65.) nichts Zählbares heraussprang.

Als Worpswede dann in der 80. Minute in einer Situation nicht entscheidend vor dem Tor klärte, trat Pennigbüttels Andreas Krohn den Ball mit der Hacke in Richtung FC-Gehäuse, und das Leder senkte sich tatsächlich zum 1:1 ins Netz (80.). "Wie früher" übermittelte der überglückliche Schütze an seinen Trainer, der den Treffen zum "Tor des Monats" erklärte.

Die Worpsweder antworteten mit wütenden Angriffen, erzielten ein Tor, das wegen Abseitsstellung nicht gegeben wurde (81.), trafen Pfosten (87./Marvin Mainz) und Querlatte (Hayati Sicak) - und forderten in dieser Szene zudem den besagten Elfmeter. Komet-Akteur Stefan Hobbie musste dann noch mit Roter Karte vom Platz (88.), Tobias Dohr mit Gelb-Rot (90.+4) - Worpswede half das alles nicht mehr.

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