Fußball-A-Kreisligist SV Dreye hat jetzt zwei Trainer: Denny Jürgenlohmann und Marcel Wittrock Gleichberechtigt oben angreifen

Dreye. Denny Jürgenlohmann hatte sich deutlich mehr versprochen. "Wir wollten die vergangene Saison im oberen Tabellendrittel abschließen, sind aber auf Platz zehn gestrandet. Wir haben unser Saisonziel gleich um Längen verfehlt", zieht der Trainer des SV Dreye eine freudlose Bilanz. In der Spielzeit zuvor waren die Dreyer in der Fußball-Kreisliga A Diepholz noch auf einem beachtlichen fünften Tabellenplatz gelandet. Dementsprechend hoch lag die Messlatte.
05.08.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Henning Reinke

Dreye. Denny Jürgenlohmann hatte sich deutlich mehr versprochen. "Wir wollten die vergangene Saison im oberen Tabellendrittel abschließen, sind aber auf Platz zehn gestrandet. Wir haben unser Saisonziel gleich um Längen verfehlt", zieht der Trainer des SV Dreye eine freudlose Bilanz. In der Spielzeit zuvor waren die Dreyer in der Fußball-Kreisliga A Diepholz noch auf einem beachtlichen fünften Tabellenplatz gelandet. Dementsprechend hoch lag die Messlatte.

Dass die Dreyer selbstbewusst und optimistisch begannen, schien zunächst auch seine Berechtigung zu haben. Denn nach der Hinrunde befand sich das Team als Fünfter durchaus noch im Soll. "Wir hatten sogar Blickkontakt zur Spitzengruppe", erinnert sich Jürgenlohmann gerne an den ersten Saisonabschnitt zurück. Doch dann zeigte sich, dass sich die Dreyer auf dem avisierten hohen Niveau nicht würden halten können. Und der Coach macht deutlich, dass es viele Ursachen dafür gab.

"Da waren beispielsweise die vielen Nachholspiele, zum Teil auch unter der Woche. So fielen berufsbedingt immer wieder etliche Akteure aus, und besonders krass wurde die Personalnot, wenn Fahrten in den Südkreis anstanden. Da wurde es dann oft nichts mit den eigentlich eingeplanten Punkten", sagt Jürgenlohmann.

Ein weiterer Grund für den schleichenden Negativtrend war der längerfristige Ausfall verletzter Aktivposten: zum Beispiel Artur Brommer, mit 15 Treffern bester Dreyer Schütze, oder Kevin Weerts und Henning Wrede. "Dadurch mussten einige Misserfolge verkraften, und das nagte dann zunehmend an der Motivation."

Mit 78 Treffern stellten die Dreyer nach dem Lokalrivalen und Kreisliga-Aufsteiger TSV Weyhe-Lahausen zwar die zweitbeste Offensive, doch die hinteren Reihen erwiesen sich als zu anfällig. "Wir haben uns 64 Gegentreffer eingehandelt, da waren nur die vier Absteiger noch schlechter", stellt der Coach lapidar fest. "Da haben wir uns beim Bemühen um Beständigkeit selbst einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es gab Spiele, da haben uns drei Tore nicht zum Sieg gereicht."

Dann weißt Jürgenlohman auf eine ungünstige Konstellation auf den letzten Metern der Saison hin: "Da spielten wir schon lange nur noch um die Goldene Ananas, trafen aber auf Gegner, die noch Aufstiegschancen besaßen." Folge: nur ein Punkt aus den finalen vier Partien.

Mit inzwischen wieder mehr Zuversicht peilt der Dreyer Coach für die jetzt beginnende Saison erneut einen Platz an, der sich deutlich vom Mittelmaß abhebt. "Wir wollen oben mitspielen, unser Kader besitzt das nötige Potenzial."

Nicht mehr zum Kader zählen Jörg und Felix Arnebold, Timo Friebe sowie Torwart Benjamin Potthoff, die sich alle dem TSV Weyhe-Lahausen angeschlagen haben. Potthoff wird durch Marcel Fröhlich ersetzt, der zuvor in der nun aufgelösten zweiten Garnitur zwischen den Pfosten stand. "Da müssen wir sicher keine Abstriche machen", ist Jürgenlohmann von Fröhlichs Qualitäten überzeugt.

Zudem kamen Hans-Christoph Meier vom Absteiger TuS Sudweyhe II und Daniel Busch vom TuS Komet Arsten. "Für uns war es ganz wichtig, dass wir Brommer und Weerts, die beide Angeboten von anderen Vereinen hatten, halten konnten. Außerdem wird der lange verletzte Tristan Hofmann für uns immer wertvoller. Von ihm verspreche ich mir eine ganze Menge", so Jürgenlohmann.

"Jetzt müssen wir vorrangig an der nötigen Konstanz arbeiten. Marcel Wittrock und ich bilden nun ein gleichberechtigtes Trainer-Duo. Ganz ohne Rangunterschiede, aber mit gleicher Verantwortung", berichtet er.

Wittrock gehörte der Zweiten an, spielte zuvor in Lahausen, Sudweyhe und Melchiorshausen. "Zur Not könnte er auch noch als Aktiver mitwirken", weiß Denny Jürgenlohmann.

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