Fußball-Bremen-Ligist SC Weyhe kämpft sich in Unterzahl gegen den Brinkumer SV noch zu einem 1:1 Glücksgefühle in allerletzter Sekunde

Brinkum. Stephan Joho stemmte erleichtert die Arme in die Luft. "Es tut einfach unheimlich gut, dass diese Mannschaft auch einmal durch ein spätes Tor belohnt wird", jubelte der Trainer des SC Weyhe. Im Nachbarschaftsderby der Fußball-Bremen-Liga gegen den Brinkumer SV hatte seine Elf einen enormen Aufwand betrieben, sich jedoch die fällige Belohnung nicht abgeholt - bis zur allerletzten Spielminute. Der Schiedsrichter hatte auf Elfmeter entschieden, Phil Maaß ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und hämmerte den Ball zum 1:1 (0:0)-Endstand in die Maschen.
28.03.2011, 05:00
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Glücksgefühle in allerletzter Sekunde
Von Malte Bürger

Brinkum. Stephan Joho stemmte erleichtert die Arme in die Luft. "Es tut einfach unheimlich gut, dass diese Mannschaft auch einmal durch ein spätes Tor belohnt wird", jubelte der Trainer des SC Weyhe. Im Nachbarschaftsderby der Fußball-Bremen-Liga gegen den Brinkumer SV hatte seine Elf einen enormen Aufwand betrieben, sich jedoch die fällige Belohnung nicht abgeholt - bis zur allerletzten Spielminute. Der Schiedsrichter hatte auf Elfmeter entschieden, Phil Maaß ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und hämmerte den Ball zum 1:1 (0:0)-Endstand in die Maschen.

Freude auf der einen Seite, eine entsprechend große Enttäuschung auf der anderen. "Ich glaube, dass einige meiner Spieler überhaupt nicht wissen, in welcher Klasse sie hier spielen", zürnte BSV-Coach Jörg Bender. "Die Bremen-Liga wird von vielen ohnehin häufig belächelt. Der Auftritt meiner Mannschaft in diesem Spiel war der Beweis dafür warum." Von Beginn an taten sich die Brinkumer schwer. Flüssige Kombinationen waren so gut wie nicht zu sehen, stattdessen versuchten es die Akteure mit unstrukturierten Offensivaktionen. Allerdings ohne positives Ergebnis.

Befürchtungen bestätigen sich

Die Weyher konzentrierten sich vorrangig auf die Defensivarbeit, spätestens an der Mittellinie griffen die Stürmer den ballführenden Gegner an. "Taktisch waren wir auf jeden Fall im Vorteil, ich hätte mir lediglich gewünscht, dass wir den Ball etwas zwingender und sicherer in die Spitze befördern", meinte Joho. Denn auch seine Mannschaft hatte abgesehen von Cemalettin Kayacans Schuss aus bester Position in die Wolken nicht viel im Sturm zu bieten. "Ich habe mir schon gedacht, dass wir spielerisch nicht unbedingt überzeugen werden", erläuterte Brinkums Jörg Bender. "Gegen einen Gegner, der mit acht Spielern vor dem eigenen Tor steht, tun wir uns immer schwer. Da liegen uns Mannschaften wie der Bremer SV besser, die selbst etwas zum Spiel beitragen."

Im zweiten Abschnitt gab es dann aber doch noch einige Strafraumszenen. Das lag allerdings auch daran, dass Weyhes Rustam Arifi wegen Meckerns frühzeitig die Gelb-Rote Karte sah (49.). Wer aber nun gedacht hatte, dass die Brinkumer ihre personelle Überlegenheit eiskalt in eine sichere Führung umwandeln würden, sah sich getäuscht. Lediglich Ufuk Gencer tauchte ein Mal freistehend vor Gäste-Keeper Dennis Denker auf und schob zur Führung ein (57.).

Anschließend waren es die Gäste, die sich eine optische Überlegenheit erkämpften. In der Defensive wurde auf eine Dreierkette umgestellt, die dank der ideenlos vorgetragenen Angriffsbemühungen der Brinkumer nur allzu selten vor Problemen stand. Stattdessen wurde es im gegnerischen Strafraum immer wieder brenzlig. Zunächst scheiterte der eingewechselte Samuel Darko am stark reagierenden BSV-Keeper Tim Meyer (71.), nur 60 Sekunden später musste der Schlussmann in höchster Not gegen André Waldau klären.

Noch hielt die Führung, auf der Bank des SC Weyhe schwand allmählich die Hoffnung. Dann machte sich Daniel Engelhardt in der Schlussminute noch einmal mit dem Ball in Richtung Strafraum auf. Brinkums Innenverteidiger Andreas Liebhard verzichtete auf einen routinierten Klärungsversuch, stattdessen holte er den SCW-Kapitän von den Beinen. Der insgesamt schwache Schiedsrichter Carsten Fistler (TuS Schwachhausen) deutete völlig zurecht auf den Punkt. Phil Maaß zeigte anschließend keine Nerven und beförderte die Kugel kompromisslos ins Tor. "Wir haben uns die ganze Zeit keineswegs wie ein Absteiger präsentiert, sondern immer an uns geglaubt", bilanzierte Stephan Joho abschließend.

Brinkumer SV: Meyer; Rässler, Unger, Dörgeloh (46. Müller), Liebhard, Ilkelic, Steyer, Gencer, Sun (60. Uca), Saatci (73. Nürnberg), Bender.

SC Weyhe: Denker; Palmanak, Engelhardt, Sperling (58. Hadjibaschiri), Grisko, Waldau, Arifi, Kayacan (58. Darko), Maaß, Saka, Derr.

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