Fußball-Kreisliga Rotenburg Gnarrenburg auf Talfahrt

Drittes Spiel, dritte Niederlage - der TSV Gnarrenburg läuft in der Fußball-Kreisliga weiterhin der Musik hinterher. Gegen Scheeßel gab es eine vermeidbare 0:2-Niederlage.
28.08.2017, 21:00
Lesedauer: 2 Min
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Von REINER TIENKEN

–Landkreis Rotenburg. Der Abwärtstrend hält beim TSV Gnarrenburg in der Fußball-Kreisliga Rotenburg unvermindert an. Die Elf von Spielertrainer Patrick Wellbrock kassierte im dritten Saisonspiel mit dem 0:2 gegen den SV Rot-Weiß Scheeßel die dritte Saisonniederlage. Der TSV Bülstedt/Vorwerk (1:3 gegen Rotenburger SV II) und der TSV Karlshöfen (0:3 gegen TV Sottrum) mussten die Zähler gleichfalls ihrem Gegner überlassen. Der TuS Tarmstedt rettete mit dem 2:2-Remis gegen den FC Alfstedt/Ebersdorf einen Punkt.

TSV Bülstedt/Vorwerk – Rotenburger SV II 1:3 (1:0): Ein Blitzstart reichte dem Aufsteiger nicht zum Punktgewinn. Der Gäste-Torwart klatschte einen Schuss von Simon Loth ab. Zaza Sulaberidze war im Nachsetzen zum 1:0 zur Stelle. „Wir müssen zur Halbzeit 4:0 führen“, bekannte Trainer Thomas Ziegler. Janos Lemmermann und Simon Loth ließen gute Torchancen liegen. Dies rächte sich nach der Pause. Die Rotenburger leiteten mit einem 17-Meter-Freistoß die Wende ein. Das 1:2 resultierte aus einem Fernschuss. Ein Konter besiegelte die Heimniederlage. Sören Geistert zwang den RSV-Schlussmann noch zu einer Glanzparade. Trainer Thomas Ziegler musste kurzfristig auf mehrere Akteure verzichten.

TuS Tarmstedt – FC Alfstedt /Ebersdorf 2:2 (1:1): Nachlässigkeiten von Torhüter Tobias Meyerdierks kosteten dem Gastgeber einen möglichen Sieg. Kurios war das Gegentor zum 0:1. Tobias Meyerdierks lief weit aus seinem Kasten, riskierte 40 Meter vor seinem Tor ein Dribbling. Das misslang, Steffen Vorwerk bugsierte eine 40-Meter-Bogenlampe ins verwaiste TuS-Tor. Der TuS-Keeper machte auch beim 1:2 eine unglückliche Figur. Tobias Meyerdierks rutschte ein 38-Meter-Freistoß durch die Hände, ehe Mike Vetter abstaubte. Marek Müller und Jannick Jagels holten den TuS-Rückstand auf. Jannick Jagels verwandelte einen an Marek Müller verursachten Foulelfmeter zum Endstand. Die Tarmstedter fühlten sich nach einem Zweikampf mit Eugen Zilke um einen Foulelfmeter betrogen (67.).

TSV Gnarrenburg – SV Rot-Weiß Scheeßel 0:2 (0:0): „Es war eigentlich ein typisches 0:0-Spiel“, übermittelte Spielertrainer Patrick Wellbrock. Mit wenig Torchancen hüben wie drüben. Die Begegnung plätscherte vor sich hin. Die Gnarrenburger ließen nach der Pause beim Sommerkick an der Dahldorfer Straße sogar noch nach. „Wir sind nicht mehr so gut ins Spiel gekommen, haben zu wenig investiert“, befand Patrick Wellbrock. Bis in die Schlussphase hinein deutete viel auf eine Nulldiät hin. Dann schlugen die Scheeßeler kurz vor Toresschluss noch zweimal zu. Die Entscheidung fiel nach einer Konterattacke der Gäste. Die Platzherren strahlten wenig Torgefahr aus. Sebastian Bretzke verbrachte so im Gäste-Gehäuse geruhsame 90 Minuten.

TSV Karlshöfen – TV Sottrum 0:3 (0:1): Keine zwei Meinungen gab es nach dem Abpfiff über den verdienten Spielausgang. „Die Sottrumer waren einfach aggressiver und präsenter in den Zweikämpfen“, betonte Karlshöfens Trainer Peter Leschniok. Der TuS gab bei allen drei Gegentoren eine sehr schlechte Figur ab. Vor dem Freistoßtor wurde die Abwehrmauer schlecht gestellt. Der Ball schlug im kurzen Eck zum 0:1 ein. Das 0:2 war nach einer Uneinigkeit in den TSV-Reihen fällig. Beim 0:3 war Schlussmann Patrick Lorenz machtlos. Die Scheeßeler erlaubten sich zudem den Luxus, eine hundertprozentige Torchance auszulassen. Andre Edel legte den Ball quer anstatt die Kugel ins leere Tor zu schieben. Der uneigennützige Querpass fand keinen Abnehmer mehr. Dem TSV eröffneten sich nur kleine Tormöglichkeiten. „Wir waren für den Gegner zu grün“, stellte Trainer Peter Leschniok enttäuscht fest.

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