Mit zwei Siegen und Wallhöfener Unterstützung erobert der TSV die Tabellenspitze in der Badminton-Verbandsklasse Gnarrenburg nutzt die Steilvorlage

Gnarrenburg/Wallhöfen. Mit zwei Siegen gegen den Tabellenführer TSV Wietze und den Dritten Maschen/Lüneburg III hat sich der TSV Gnarrenburg an die Spitze der Badminton-Verbandsklasse gesetzt. Damit hat das Team alle Trümpfe in der Hand, um am letzten Spieltag Meisterschaft und Aufstieg klarzumachen.
14.02.2017, 00:00
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Von markus dannenbaum

Gnarrenburg/Wallhöfen. Mit zwei Siegen gegen den Tabellenführer TSV Wietze und den Dritten Maschen/Lüneburg III hat sich der TSV Gnarrenburg an die Spitze der Badminton-Verbandsklasse gesetzt. Damit hat das Team alle Trümpfe in der Hand, um am letzten Spieltag Meisterschaft und Aufstieg klarzumachen. Der TSV Wallhöfen leistete Schützenhilfe durch den Sieg über den TSV Wietze und verbuchte für sich wichtige Punkte gegen den Abstieg.

TSV Wietze – TSV Gnarrenburg 3:5: Im dritten Vergleich war es der dritte Gnarrenburger Sieg. „Damit hätten wir vorher nie gerechnet”, gab Kapitän Axel Renken zu. Aber schon der Beginn deutete auf das bessere Ende für Gnarrenburg hin. Renken und Stefan Meyer spielten konstant gut und siegten sicher wie auch Manuela und Ulrike Renken. Nach den Doppeln erhöhte Manuela Renken locker auf 3:1. Mit dieser Führung und voller Selbstvertrauen spielten Stefan Meyer und Sven Braasch groß auf und sicherten mit zwei Dreisatzsiegen den doppelten Punktgewinn. „Unsere Nervenstärke war heute beeindruckend“, war Axel Renken angenehm überrascht.

SG Maschen/Lüneburg III – TSV Wallhöfen 6:2: „Uns fehlte die Einstellung, um Punkte zu holen”, zeigte Niko Lütjen den Grund für Wallhöfens Niederlage auf. Eine große Rolle wird neben dem Fehlen von Deike Monsees (privat verhindert) auch die lange Wettkampfpause und die mangelnde Trainingsbeteiligung gespielt haben. „Einige – mich eingeschlossen – konnten lange aus gesundheitlichen Gründen nicht trainieren, da fehlt dann die Sicherheit”, sagte Niko Lütjen selbstkritisch. In den Doppeln siegten nur Florian Zappe und Finn Lucyga im dritten Satz. Die Einzel-Niederlage von Lara Wendelken, trotz couragierten Auftritts, verschlechterte die Lage noch. Auch die taktische Maßnahme, Florian Zappe aus dem Einzel zu nehmen und ihn Mixed spielen zu lassen, zog nicht. Zwar siegte Zappe mit Dörthe Havemeyer, die Herren verloren aber alle drei Einzel zumeist deutlich in zwei Sätzen.

TSV Wallhöfen – TSV Wietze 6:2: Eine weitere Niederlage hätte Wallhöfen in Abstiegsnöte gebracht. „Gegen Wietze haben wir aber eine ganz andere Einstellung gezeigt“, lobte Niko Lütjen das ganze Team. Dem 2:1 aus den Doppeln, nur Tobias Haar und Robert Windt verloren, ließ Wallhöfen schnell das 3:1 durch Lara Wendelken folgen. „Lara spielt für ihre erste Verbandsklassen-Saison schon sehr gut“, lobte Lütjen das Nachwuchstalent. Dann spielte Florian Zappe wie gewohnt das Spitzeneinzel und dominierte am Ende deutlich gegen Karsten Henze. Auch Niko Lütjen an Position zwei siegte etwas unerwartet. „Wenn es einmal läuft, dann läuft‘s richtig“, so der Routinier. Den Schlusspunkt setzte das Mixed Dörthe Havemeyer/Finn Lucyga. „Jetzt haben wir es selber in der Hand, die Klasse zu halten“, sagte Niko Lütjen.

TSV Gnarrenburg – SG Maschen/Lüneburg III 7:1: Durch die Schützenhilfe aus Wallhöfen konnte der TSV Gnarrenburg alleiniger Tabellenführer werden. Diese Vorlage wollte sich die Truppe um Axel Renken nicht nehmen lassen und siegte deutlich mit 7:1. Das Ergebnis täuscht aber gewaltig über den Spielverlauf hinweg. Alle sieben Siege des TSV Gnarrenburg wurden in drei Sätzen erzielt, zum Teil sehr knapp. „Wir konnten befreit aufspielen, und diese Lockerheit hat uns die nötige Nervenstärke verliehen“, sagte Axel Renken.

Schon gleich zu Beginn schien der TSV Gnarrenburg das nötige Glück gepachtet zu haben. Alle drei Doppel wurden im dritten Satz gewonnen, und zwar mit den Ergebnissen 21:18, 23:21 und 29:27. „Vor allem die Damen mit ihrem 29:27 sagten nachher, dass sie noch nie so lange in der Verlängerung gespielt hätten“, berichtete Axel Renken mit einem Schmunzeln. Auch alle vier Einzel waren umkämpft, hier siegten die Gnarrenburger im dritten Satz aber deutlich. Zum Ende verlor das Mixed im einzigen Zweisatzspiel der Partie. „Damit hat von uns keiner gerechnet“, freute sich Axel Renken hinterher und schob nach: „Nun haben wir es in der Hand, Meister zu werden.“

TSV Wietze - TSV Gnarrenburg 3:5: Karsten Henze/Alexander Dorin - Axel Renken/Meyer 15:21, 15:21; Graß/Sebastian Dorin - Tiedgen/Braasch 24:22, 17:21, 21:14; Jasmin Henze/Nina Dorin - Manuela Renken/Ulrike Renken 16:21, 15:21; Jasmin Henze/Alexander Dorin - Ulrike Renken/Axel Renken 21:13, 21:10; Nina Dorin - Manuela Renken 4:21, 7:21; Barg - Tiedgen 21:7, 21:10; Graß - Meyer 23:21, 12:21, 15:21; Karsten Henze - Braasch 18:21, 21:15, 17:21 SG Maschen/Lüneburg III - TSV Wallhöfen 6:2: Schmahl/Stollwerk - Zappe/Lucyga 21:17, 6:21, 15:21; Pusback/Flato - Haar/Windt 21:12, 21:15; Henselek/Mettmann - Havemeyer/Wendelken 21:14, 21:17; Mittmann/Flato - Havemeyer/Zappe 16:21, 11:21; Henselek - Wendelken 22:20, 21:10; Schneider - Mauer 21:15, 21:10; Pusback - Lucyga 21:16, 21:6; Stollwerk - Lütjen 21:19, 21:14 TSV Wallhöfen - TSV Wietze 6:2: Lucyga/Zappe - Karsten Henze/Alexander Dorin 15:21, 21:16, 21:17; Haar/Windt - Graß/Sebastian Dorin 21:12, 15:21, 14:21; Havemeyer/Wendelken - Jasmin Henze/Nina Dorin 21:14, 18:21, 21:11; Havemeyer/Lucyga - Jasmin Henze/Graß 16:21, 21:17, 21:9; Wendelken - Nina Dorin 21:16, 21:15; Mauer - Alexander Dorin 21:23, 11:21; Lütjen - Barg 21:17, 21:19; Zappe - Karsten Henze 21:19, 21:11 TSV Gnarrenburg - SG Maschen/Lüneburg III 7:1: Braasch/Tiedgen - Stollwerk/Schmahl 10:21, 21:14, 21:18; Meyer/Axel Renken - Flato/Schneider 20:22, 21:19, 23:21; Manuela Renken/Ulrike Renken - Henselek/Mittmann 21:17, 17:21, 29:27; Ulrike Renken/Axel Renken - Mittmann/Flato 18:21, 13:21: Manuela Renken - Henselek 21:15, 14:21, 21:14; Tiedgen - Schmahl 21:19, 21:23, 21:11; Meyer - Pusback 19:21, 21:17, 21:13; Braasch - Stollwerk 19:21, 21:15, 21:10 MD
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