MTV Eiche Schönebeck unterliegt Sottrum bei der Prellball-DM im Wunschfinale nach Verlängerung mit 45:48 Gold gleitet noch aus den Händen

Schönebeck. Die Goldmedaillen waren für die Prellballerinnen des MTV Eiche Schönebeck bei den deutschen Meisterschaften schon zum Greifen nah. Im packenden Finale gegen den ewigen Konkurrenten TV Sottrum starteten die Nordbremerinnen mit einer komfortablen Führung, unterlagen dann aber nach Verlängerung mit 45:48.
01.04.2017, 00:00
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Von Sabine Lange

Schönebeck. Die Goldmedaillen waren für die Prellballerinnen des MTV Eiche Schönebeck bei den deutschen Meisterschaften schon zum Greifen nah. Im packenden Finale gegen den ewigen Konkurrenten TV Sottrum starteten die Nordbremerinnen mit einer komfortablen Führung, unterlagen dann aber nach Verlängerung mit 45:48. Anfangs war die Enttäuschung groß, doch nachdem sich die Gemüter beruhigt hatten, freuten sich die Schönebeckerinnen über Silber und einen großartigen Turnierverlauf in Bochum. „Im nächsten Jahr richtet der TV Sottrum die deutschen Meisterschaften aus. Dann wollen wir uns mit hoffentlich großer Fanunterstützung endlich den Pott holen“, kündigte MTV-Rechtsaußenspielerin Melanie Stöver an.

Auf moralische Unterstützung aus dem Freundes- und Familienkreis konnten die Schönebeckerinnen auch im Ruhrpott ­bauen. „Das hat uns sehr gefreut und viel Kraft gegeben“, verriet Melanie Stöver. Den ersten Veranstaltungstag beendet der MTV als Gruppenerster. Nach vier Siegen und einem Unentschieden schlugen 9:1 Punkte für den Silbermedaillengewinner von 2015 und den DM-Dritten von 2016 zu Buche. Mit einem kampfbetonten Duell gegen den MTV Wohnste starteten die Nordbremerinnen ins Turnier. „Wir wussten, was auf uns zukommen würde, und hatten uns schon im Vorfeld auf den Gegner gut eingestellt“, berichtete Melanie Stöver. So ging der MTV zügig in Führung und gewann das Duell der Ligagefährten mit 32:25.

In Gruppenspielen experimentiert

Ihrer Favoritenrolle gerecht wurde die MTV-Crew in den Begegnungen gegen den SV Weiler (33:24), den TV Winterhagen (42:22) und den TV Berkenbaum (30:26). „Wir haben alle drei Spiele nutzen können, um uns taktisch auszuprobieren, haben Schlagvarianten ausgetestet und auf der Linksaußenposition wechselweise Lena Büntemeyer und Inga Kleymann eingesetzt“, erzählte Melanie Stöver. Die spannendste Begegnung bestritten sie und ihr Team gegen den TV Edingen. Der Meister der Bundesliga Süd ist von der Altersklasse F30 zurück in die F19 gewechselt und stellte sich als zäher Kontrahent heraus. Zwar erspielten sich die Schönebeckerinnen sofort eine leichte Führung, doch die Frauen aus Süddeutschland ließen sich nicht abschütteln und erzielten mit dem letzten Ballwechsel sogar noch den Ausgleich (27:27).

Als Gruppensieger war der MTV direkt für das Halbfinale am nächsten Tag qualifiziert. Im Kreuzspiel traf die von Susanne ­Korte und Onno Wilksen betreute Mannschaft auf den „alten Bekannten“ TV Freiburg St. Georgen. Bislang konnten die Schönebeckerinnen das Nord-/Süd-Duell immer für sich entscheiden. Und auch dieses Mal behielten sie gegen die leistungsmäßig erstarkten Freiburgerinnen die Oberhand. „Unsere Angaben und aus dem Feld gespielten Bälle waren sehr platziert. Wir haben es Freiburg schwer gemacht, unsere Führung zu knacken“, berichtete Melanie Stöver. Als es beim Schlusspfiff 28:24 stand und der Einzug ins Finale feststand, ertönten Freudenschreie. „Das war ein Glücksmoment. Wir waren wahnsinnig froh, dass wir das Endspiel gegen Sottrum bestreiten würden“, verriet sie.

Schwachstelle ausgemacht

Im Wunschfinale gegen den deutschen Meister und Staffelprimus der Bundesliga Nord lief es zunächst bestens für die ambitionierten Schönebeckerinnen, die im ­Laufe das Turnier an Teamstärke gewonnen hatten. Das Trio aus Niedersachsen erlaubte sich Angabe- und Schlagfehler, sodass der MTV teilweise mit sieben Bällen in Front lag – bis sich die Sottrumerinnen ab Mitte der ersten Halbzeit auf die linke Seite des Gegners eingeschossen hatten. Inga Kleymann und Kim Korte sahen sich einem wahren „Ballregen“ ausgesetzt. „Es gelang uns nicht, die Situation in den Griff zu bekommen. Wir haben versucht, durch variables Angabenspiel Punkte zurück zu erobern“, erzählte Melanie Stöver. Es stand 31:30 für Schönebeck, als die Sottrumerinnen bei ihrer letzten Angabe mit dem Abpfiff erneut auf links den Zähler zum Ausgleich eroberten. Mental gestärkt durch die erfolgreiche Aufholjagd verfolgten die Sottrumerinnen ihre Taktik, sich in der linken Spielhälfte des Gegners auszutoben, weiter. Sie erspielten sich einen leichten Vorsprung, den sie bissig verteidigten und siegten am Ende mit 48:45.

Ergebnisse: Vorrunde, Gruppe B: MTV Eiche Schönebeck – MTV Wohnste 32:25, – TV Edingen 27:27, – SV Weiler 33:24, – TV Winterhagen 42:22, – Berkenbaum 30:26. Kreuzspiel: MTV Eiche Schönebeck – TV Freiburg St. Georgen 28:24. Finale: MTV Eiche Schönebeck – TV Sottrum 45:48 nach Verlängerung Abschlusstabelle: 1. TV Sottrum, 2. MTV Eiche Schönebeck, 3. TV Freiburg St. Georgen, 4. TV Edingen, 5. TV Altenbochum, 6. MTV Wohnste, 7. TB Essen-Altendorf, 8. SV Weiler, 9. TV Winterhagen, 10. TV Berkenbaum, 11. TV Baden, 12. TSV Babenhausen MTV Eiche Schönebeck: Stöver, Büntemeyer, Kleymann, Korte, Schröder LAN
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