LTS gewinnt verdient mit 25:18 "Goldmädchen" ohne Glanz

Schwanewede. "Wir hätten auch drei Stunden spielen können und trotzdem verloren." Schonungsloser konnte die Analyse nicht sein, die Schwanewedes Trainer Dean Schmidt unmittelbar nach der 18:25 (7:11)-Pleite seiner Handball-Frauen in der Landesliga gegen die Leher Turnerschaft zog. Der Tabellenachte aus Bremerhaven, der vor Saisonbeginn zum Kreis der Titelanwärter zählte, war dem gastgebenden Tabellenzweiten in der Heidehalle in nahezu allen Belangen überlegen und entführte hoch verdient zwei Punkte in die Seestadt.
23.01.2012, 05:00
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Von Klaus Grunewald

Schwanewede. "Wir hätten auch drei Stunden spielen können und trotzdem verloren." Schonungsloser konnte die Analyse nicht sein, die Schwanewedes Trainer Dean Schmidt unmittelbar nach der 18:25 (7:11)-Pleite seiner Handball-Frauen in der Landesliga gegen die Leher Turnerschaft zog. Der Tabellenachte aus Bremerhaven, der vor Saisonbeginn zum Kreis der Titelanwärter zählte, war dem gastgebenden Tabellenzweiten in der Heidehalle in nahezu allen Belangen überlegen und entführte hoch verdient zwei Punkte in die Seestadt.

Den Schützlingen des Trainerduos Frank Nowotka und Peter Wrede glückte damit nicht nur die Revanche für die 17:22-Niederlage im Hinspiel. Die Bremerhavenerinnen demonstrierten auch, dass sie von den "Goldmädchen" der HSG Schwanewede/Neuenkirchen gelernt hatten. "Damals", erinnert sich Dean Schmidt, "sind wir über den Kampf ins Spiel gekommen." Jetzt befolgte die Leher TS genau dieses Rezept. Die von der Statur her ohnehin überlegenen Gäste gingen wenig zimperlich zur Sache und kauften dem Favoriten mit großem körperlichen Einsatz den Schneid ab.

Die HSG versuchte zwar immer wieder, mit schnellen Tempovorstößen zum Erfolg zu kommen. Doch Abspielfehler zuhauf und schlechtes Timing erleichterten der kompromisslosen Leher Abwehr die Arbeit. Und im Tor der Gäste stand mit Daniela Pech-Rydgerova eine Meisterin ihres Fachs, die alles wegfischte, was über Hüfthöhe auf sie zukam. Schmidt: "Deshalb habe ich immer wieder gepredigt, flach zu werfen." Als Krissi Schulz, die aufopferungsvoll kämpfte, das in der 51. Minute beherzte und zum zwischenzeitlichen 16:18 verkürzte, musste die Turnerschaft ein einziges Mal in dieser Partie um den Erfolg bangen. Frank Nowotka: "Da hätte das Spiel noch kippen können."

Tat es aber nicht, weil vor allem Lehes Eileen John (6 Treffer) und Anna Steinbrenner (5) die Nerven behielten und wichtige Tore aus der zweiten Reihe erzielten. Das gelang auf der Gegenseite nur Marissa Deters, die mit sechs Treffern erfolgreichste Schwaneweder Werferin.

Dass die "Goldmädchen" trotz der klaren Niederlage ihren zweiten Tabellenplatz in der Landesliga mit zwei Punkten Vorsprung behaupten konnten, verdanken sie der SG Findorff, die dem Tabellendritten TSV Bremervörde mit 26:21 das Nachsehen gab. Am kommenden Sonnabend kann die HSG ihre zweite Saisoniederlage beim Vorletzten TV Bremen-Walle 1875 wieder ausbügeln.

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