Biathlon Greis rät Neuner: «Wettkämpfe das Wichtigste»

Whistler. Magdalena Neuner ist das Gesicht der ersten Olympia-Woche, hetzt von Termin zu Termin. So war es vor vier Jahren auch bei Michael Greis. «Olympia hat mein Leben verändert», sagt der dreimalige Goldmedaillen-Gewinner der Winterspiele von Turin.
18.02.2010, 09:50
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Whistler. Magdalena Neuner ist das Gesicht der ersten Olympia-Woche, hetzt von Termin zu Termin. So war es vor vier Jahren auch bei Michael Greis. «Olympia hat mein Leben verändert», sagt der dreimalige Goldmedaillen-Gewinner der Winterspiele von Turin.

«Ich hatte damals natürlich schon was zu tun», sagte Greis rückblickend. Für die kommenden Tage gibt der 33-Jährige seiner zehn Jahre jüngeren Teamkollegin den Ratschlag, «sich nur auf sich konzentrieren und auf das, was ansteht. Das Wichtigste sind die Wettkämpfe. Und das andere ist einfach Beiwerk.»

Nicht nur im fernen Whistler sorgen die Erfolge von Biathlon- Olympiasiegerin Neuner für Wirbel. Auch im heimischen Wallgau ist viel los, wenn die 23-Jährige auf Medaillen-Jagd geht. Public Viewing ist angesagt, das kleine Dorf steht Kopf. Sogar eine Loipe wurde nach dem bekanntesten Wallgauer Gesicht benannt - Oma Dora weihte die Fünf-Kilometer-Strecke feierlich ein. «Magdalena war am Telefon sofort mit der Namensgebung einverstanden», erklärt Bürgermeister Hansjörg Zahler auf www.wallgau.de. «Die ganze Region freut sich über jeden von Lenas Erfolgen, und mit der Loipe wollen wir ihr unsere große Verbundenheit zeigen.»

Der Rummel ist ein erster Vorgeschmack auf das, was Neuner nach den Winterspielen erwarten wird. Zumal der Goldrausch noch lange nicht vorbei sein muss. «Warten wir mal ab, was da die nächsten paar Tage noch so passiert. Ist ja noch nicht zu Ende», sagte Martina Beck in Erwartung weiterer Heldentaten. Ihre erfolgreiche Teamkollegin bekommen Beck und Co. derzeit kaum zu Gesicht. «Ich habe sie nach ihrem Olympiasieg vielleicht zehn Sekunden gesehen, heute noch gar nicht», erzählte Beck am Mittwoch.

Auch Greis traut Neuner weitere Siege zu. Ähnlich wie bei ihm vor vier Jahren könne bei ihr durch die Erfolge ebenfalls eine gewisse Eigendynamik entstehen. Er habe damals «das Glück der Spiele» gehabt und es nach seinem ersten Olympiasieg im Einzel einfach durchziehen können. «Das kann die Lena sicherlich auch», sagte Greis.

Das Neuner der ganze Hype zu viel wird, glaubt Beck, Silber- Medaillengewinnerin im Einzel 2006, nicht. «Das wird sie schon ganz gut packen», sagte Beck. «Ich denke, dass es ähnlich sein wird wie nach den drei Siegen bei der WM in Antholz.» 2007 war der Stern von Neuner mit dreimal Gold aufgegangen, danach stieg sie auch zum Werbe- Sternchen auf.

Zwei Jahre lang folgte Termin auf Termin, bis die sechsfache Weltmeisterin vor diesem Olympia-Winter die Reißleine zog. «Ich hatte phasenweise eine Sieben-Tage-Woche. So konnte es nicht weitergehen», sagte die Wallgauerin vor der Saison. Weniger ist mehr lautete fortan das Motto. Den Lohn erntet sie in Whistler. (dpa)

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