Maren Giesecke liebt Herausforderungen und ist zurzeit vor allem passionierte und erfolgreiche Läuferin Große Leidenschaft für alles Sportliche

Verden/Achim. In jungen Jahren ist Maren Giesecke in verschiedenen Sportarten aktiv gewesen. Doch nach zehn Jahren brauchte sie einfach mal eine Pause – keinen Sport mehr.
30.07.2017, 00:00
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Verden/Achim. In jungen Jahren ist Maren Giesecke in verschiedenen Sportarten aktiv gewesen. Doch nach zehn Jahren brauchte sie einfach mal eine Pause – keinen Sport mehr. Darunter litt ihre Fitness, Jogging und Radfahren reichten nicht aus. Sie erkannte, dass sie das ändern müsste. Und tat das auch. In diesem Jahr im Mai verschärfte sie ihren selbst gewählten Rhythmus. Mithilfe ihres freundschaftlichen Mentors Jürgen Hold stieg sie gezielt in ein Laufprogramm ein.

Das sollte Folgen haben: Am 1. Juli trat Maren Giesecke in den Leichtathletikverein Verden (LAV) ein. Gleich am nächsten Tag folgte der erste größere Wettkampf: der Deutsche Post Ladies Run Bremen 2017. An den erinnert sich Maren Giesecke besonders gern: „Es war mein erster erster Platz!“ – im Zehn-Kilometer-Lauf, zu dem etwa 400 Läuferinnen antraten, die meisten zum wiederholten Mal. 42:22 Minuten war ihre Siegerzeit, 35 Sekunden Vorsprung hatte sie vor der Nachfolgenden. „Ich war total motiviert, besonders durch meinen Mentor“, sagte Maren Giesecke. Jürgen Hold attestiert ihr aber auch ein besonderes Talent für solche Leistungen: „Wir werden noch viel von Maren und ihren Leistungen hören.“

Die sportliche Entwicklung der 31-jährigen Maren Giesecke begann mit dem 13. Lebensjahr: Fitness täglich, Jogging sporadisch. Ein Jahr später folgte Basketball. Daneben einige Jahre Leichtathletik mit den Schwerpunkten Sprint, Weit-und Hochsprung. Mit 17 Jahren bekam sie Spaß an Karate – in der Shotokan-Stilrichtung. Dem blieb sie einige Jahre treu, sie trainierte bis zu zehn Stunden die Woche. Nach drei Jahren war der erste braune Gürtel erreicht – das ist die höchste Stufe vor Erreichen der Meisterklasse mit schwarzen Gürteln.

Ihr sportlicher Weg wurde im Kindesalter immer wieder unterbrochen durch Krankheiten, Asthma, Neurodermitis. Dann folgte ihr Neustart – zehn Monate im Kampfsport: Taekwondo. Ihr Studium in Paris wurde unterstützt durch Erasmus – ein EU-Bildungsprogramm, das den Studenten auch finanziell hilft. Wieder folgten Jahre ohne gezielte Sportansprüche an sich selbst.

Heute ist Maren Giesecke Lehrerin in den Fächern Französisch, Sport und WAT (Wirtschaft, Arbeit, Technik) an einer Bremer Oberschule. Als Wohnort hat sie sich Achim ausgesucht: „Möglichst naturnah und fernab von Schule, Eltern und Schülern.“ Aktuell bestimmen Laufen, Fitness und Bouldern (Klettern ohne Seil oder Gurt an steilen Felsen oder Ähnlichem) ihr sportliches Leben.

Das Laufen drängt sich dabei immer mehr in den Vordergrund, zurzeit jeden zweiten Tag über zehn Kilometer in Achim. Und als Besonderheit manchmal auch die Laufstrecke von Verden nach Achim. Neben der Leidenschaft für das Laufen hat Maren Giesecke auch noch Haustiere: die Chihuahua-Hündin Mira und seit etwa fünf Jahren Bartagamen, das sind australische Echsen, die im Terrarium gehalten werden.

Warum gerade Echsen? „Das war meine Alternative zur üblichen Haustierhaltung: Ich hatte damals noch eine Tierhaarallergie, die sich aber zurückgebildet hat“, erzählt Maren Giesecke – daher die Chance für Mira. Daneben ist sie stolz auf ihre Freundinnen Lakmali aus Indien, mit der sie zeitgleich studiert und das Referendariat gemacht hat, Annika und Haiti, die sie durch den Hund kennengelernt hat. Hund und Frauchen gehören quasi zur Familie. So ist ihr Hund Mira an mindesten drei Tagen pro Woche bei Haiti, das entlastet Maren in Beruf und Sport. Die Freundinnen haben schwierige Lebensphasen durchgestanden, das ist für sie Vorbild und Ansporn zugleich. Denn dass sie sich im Leben nicht unterkriegen lässt und immer neue Herausforderungen sucht, das hat Maren Gieseckes bisheriges Leben bewiesen. Daher kommt auch ihr Lieblingsspruch „N`abandonne jamais – gib niemals auf“. Das zu beweisen, wird ihr neues „Läuferleben“ ihr noch viele Gelegenheiten geben. Den unheimlich starken Willen dafür hat sie ja.

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