TSV Daverden will mit aller Macht den Verbandsliga-Abstieg abwenden Großer Druck – gute Stimmung

Daverden. Alles schien gut zu werden für den TSV Daverden. Nach dem Auswärtssieg gegen den SVGO Bremen deutete alles darauf hin, dass die Handballer den Klassenerhalt in der Verbandsliga schaffen.
06.05.2017, 00:00
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Großer Druck – gute Stimmung
Von Florian Cordes

Daverden. Alles schien gut zu werden für den TSV Daverden. Nach dem Auswärtssieg gegen den SVGO Bremen deutete alles darauf hin, dass die Handballer den Klassenerhalt in der Verbandsliga schaffen. „Wir hatten es selbst in der Hand“, erinnert sich Trainer Thomas Panitz. Doch jetzt nicht mehr. Die Daverdener verloren am vergangenen Wochenende bei TuRa Marienhafe. Nun steht der TSV mächtig unter Druck. Will der Aufsteiger in der Liga bleiben, sollte am Sonnabend (Anpfiff um 19.30 Uhr) in der Langwedeler Schulsporthalle ein Sieg her. Der Gegner ist jedoch ein starker. Die Panitz-Sieben trifft in ihrem letzten Heimspiel der Saison auf die SG Neuenhaus/Uelsen.

Ein wenig paradox klingt es schon, wenn Thomas Panitz vor diesem wichtigen Spiel von der Stimmung spricht. „Die ist nämlich ausgesprochen gut. Ich habe das Gefühl, dass diese Mannschaft nichts erschüttern kann. Das macht mich unheimlich stolz“, lobt der Coach seine Sieben. „Es herrscht bei uns ein toller Zusammenhalt, ein tolles Gemeinschaftsgefüge. Die Stimmung ist hervorragend.“ Dabei hätten die Grün-Weißen allen Grund, dass die Gefühlslage komplett anders aussieht. Und zwar wegen der Geschehnisse vom vergangenen Wochenende.

Die Daverdener waren der Verlierer des Spieltags. Und das aus mehreren Gründen: Der TSV verlor mit Marienhafe gegen einen direkten Kontrahenten im Abstiegskampf. Mit der HSG Bützfleth/Drochtersen siegte ein weiteres Team, das noch um den Klassenerhalt bangt. Und zu allem Überfluss hat die SG VTB/Altjührden in der 3. Liga gegen Fredenbeck nur unentschieden gespielt und muss aller Voraussicht nach in die Oberliga runter. Somit wird der elfte Rang in der Verbandsliga aufgrund der gleitenden Skala zu einem Abstiegsplatz. Auf jenem elften Platz steht aktuell der TSV Daverden – punktgleich mit Bützfleth.

Dass die gleitende Skala doch keine Anwendung mehr findet, glaubt Panitz nicht: „In die 3. Liga müssen wir nicht mehr gucken. Das Ding ist durch.“ Er geht fest davon aus, dass Altjührden den Klassenerhalt nicht mehr packt. Um doch in der Liga zu bleiben, müssen die Friesländer am letzten Spieltag beim HSV Hamburg gewinnen. Gleichzeitig dürfte der SC Magdeburg II nicht gegen DHK Flensborg siegen.

Somit bleibt wohl nur noch, sich in der Verbandsliga selbst auf Rang zehn zu hieven. „Wir haben noch alle Möglichkeiten. Vorausgesetzt, wir gewinnen gegen Neuenhaus“, sagt Panitz. „Ich will zwar nicht zu viel Druck auf die Jungs ausüben. Aber die Tabelle können sie natürlich auch lesen.“ Ein Sieg gegen Neuenhaus hätte zur Folge, dass den Daverdenern das bevorstünde, was sie eigentlich lange Zeit vermeiden wollten: ein Abstiegs-Endspiel gegen die HSG Barnstorf/Diepholz II. Offen ist, ob die Grün-Weißen bei der viertplatzierten HSG einen Sieg bräuchten. Denn Bützfleth muss an diesem Wochenende zur Zweitliga-Reserve des Wilhelmshavener HV reisen. Am letzten Spieltag trifft Daverdens Konkurrent auf die bereits abgestiegene HSG Nordhorn II.

Mit dem Gedanken des Abstiegs will sich Panitz jedoch noch nicht zu sehr beschäftigen. „Wobei es schon bitter wäre, wenn man als Aufsteiger mit zehn Siegen und einem Unentschieden wieder runter muss. Aber so weit denken wir noch nicht“, sagt Panitz. „Wir müssen Samstag aber alles auf die Reihe kriegen. Vor allem muss die Abwehr besser stehen als gegen Marienhafe. Sonst bekommen wir von Neuenhaus einen auf den Rüssel.“ Wahrscheinlich stehen dem Coach im letzten Saison-Heimspiel wieder mehr Alternativen zur Verfügung. Benjamin Fleischer kehrt nach seiner Blinddarm-Operation in den Kader zurück. „Eventuell wird auch Lajos Meisloh dabei sein. Ob er nach seinem Mittelhandbruch wieder spielen kann, müssen wir aber kurzfristig entscheiden“, sagt Thomas Panitz.

„Ich habe das Gefühl, dass diese Mannschaft nichts erschüttern kann.“ Trainer Thomas Panitz
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