Das 29:29 in Spaden ist für die Landesliga-Handballer des SV Grambke-Oslebshausen zu wenig

Großer Einsatz für einen Punkt

Oslebshausen. Das 29:29 (14:13) beim TV Gut Heil Spaden war für die Landesliga Handballer des SV Grambke-Oslebshausen zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel. Sie rücken damit zwar dem Drittletzten, SV Beckdorf II, bis auf zwei Punkte auf die Pelle, rein objektiv betrachtet wäre aber schon ein Sieg vonnöten gewesen, um ihre Chancen auf den Klassenerhalt deutlich zu erhöhen.
21.03.2019, 00:00
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Von Olaf Kowalzik
Großer Einsatz für einen Punkt

Tobias Götz hielt den SV Grambke-Oslebshausen unter anderem mit zwei Unterzahltoren zum 27:27-Zwischenstand im Spiel.

OLAF KOWALZIK BREMEN +494216447123 und Olaf Kowalzik, Olaf Kowalzik

Oslebshausen. Das 29:29 (14:13) beim TV Gut Heil Spaden war für die Landesliga Handballer des SV Grambke-Oslebshausen zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel. Sie rücken damit zwar dem Drittletzten, SV Beckdorf II, bis auf zwei Punkte auf die Pelle, rein objektiv betrachtet wäre aber schon ein Sieg vonnöten gewesen, um ihre Chancen auf den Klassenerhalt deutlich zu erhöhen. Zumal es ja auch gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt ging. Auch wenn der den Gelb-Blauen aufgrund seiner äußerst körperbetonten Spielweise überhaupt nicht liegt. Wenigstens weist der Tabellenvorletzte von den Kellerkindern das aktuell beste Torverhältnis auf, das im Falle eines Punktegleichstands den endgültigen Ausschlag über Freud und Leid geben könnte.

Das Leiden des SVGO, um gleich beim Stichwort zu bleiben, hat sich in der Hans-Gabrich-Halle in Leherheide weiter verlängert, denn der ist nach dem Unentschieden in Spaden auswärts seit mittlerweile knapp über zwei Jahren sieglos. „Vor fünf Monaten hätten wir das Spiel sicherlich noch verloren“, zog der SVGO-Interimstrainer Marcel Hägermann nach dem spannenden Match trotzdem ein positives Fazit. Tatsächlich wäre seine Mannschaft noch vor kurzem in solch einer heißen Schlussphase ein ebenso heißer Kandidat gewesen, alles mit den eigentlich von ihr gewohnten Torwürfen im Sekundentakt wieder zu verspielen. Diesmal war es anders, da hielten die Gäste den Ball nach dem Time-out von Marcel Hägermann tatsächlich eine Minute ausgebufft in ihren Reihen, ehe sich Steven Hinrichs auf halbrechts durchtankte und elf Sekunden vor Schluss zum 29:29 traf. Spaden kam in der Schlusssekunde nur noch zu einem direkten Freiwurf auf Rechtsaußen, den mit Pascal Hinrichs letztlich der beste Mann des Tages zum Glück blockte.

„Meine Spieler haben bis zum Schluss gekämpft und sich immer wieder nach vorne gepeitscht“, sah Marcel Hägermann auswärts einen klaren Trend nach oben. Selbst beim 25:27-Rückstand acht Minuten vor Schluss hatte sich der Vorletzte nicht gegenseitig zerfleischt, sondern durch Tobias Götz zwei Unterzahltore zum 27:27 nachgelegt. „Insofern haben wir uns den Punkt auch als Mannschaft gemeinsam geholt“, sprach der Interimscoach von einem „gerechten Unentschieden.“

Sein Team war mit dem 6:2-Vorsprung ausgezeichnet ins Spiel gestartet, es ließ danach jedoch voller Euphorie zu viele Chancen aus und bekam in der Abwehr vor allem den Spadener Spielmacher und Torjäger in einer Person, Björn Gercken (acht Tore), nicht wirklich in den Griff. Dadurch entwickelte sich ab dem 10:10 ein spannendes Match, in dem keine Mannschaft mit mehr als zwei Toren führte. Vor der Pause machte Philip Schmidt im linken Rückraum mit sechs seiner insgesamt zehn Tore ein bärenstarkes Spiel, danach griff er jedoch nicht mehr ganz so entschlossen und konsequent an. Pascal Hinrichs drehte auf der Angriffsmitte gewaltig auf und traf trotz überwiegender Manndeckung sieben Mal ins Schwarze. „Er steigert sich immer mehr“, stellte ihm Marcel Hägermann erneut ein besonders gutes Zeugnis aus. Im rechten Rückraum ließ der SVGO dagegen zu viele Wünsche offen.

Am Sonnabend muss der SV Grambke-Oslebshausen um 19 Uhr im letzten Auswärtsspiel der Saison beim Siebtplatzierten, TuS Sulingen, ran. „Das ist in dieser Saison unsere allerletzte Chance, die schwarze Auswärtsserie zu kippen. Das wollen wir jetzt endlich schaffen“, fordert Marcel Hägermann seine Spieler zur endgültigen Trendwende auf. Die hatten das Hinspiel gegen die Sulestädter mit 25:28 verloren. Anschließend setzen die Gelb-Blauen alle ihre Hoffnungen auf das Heimrecht, das sie in den fünf finalen Partien durchweg genießen. Allerdings geht es dann mit Ausnahme des Auftritts gegen die HSG Schwanewede/Neuenkirchen II nur noch gegen die Teams ab Platz sieben aufwärts.

SVGO: Entelmann, Mulinski; Feldermann, P. Hinrichs (7), Bülow (1), Arkulary (1), Rüttjerott (1/1), S. Hinrichs (3), Götz (5), Hergert, Behrmann (1), Schmidt (10).

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