Handball-Oberliga Nordsee der Frauen Großer Schritt in Richtung Klassenerhalt

Die beiden kreis-verdener Handballteams TV Oyten II und TSV Morsum haben gestern Nachmittag in der Oberliga Nordsee der Frauen Erfolge gefeiert. Die „Vampires“ besiegten Mühlen, der TSV den VfL Oldenburg III.
20.01.2014, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Jürgen Prütt

Die beiden kreis-verdener Handballteams TV Oyten II und TSV Morsum haben gestern Nachmittag in der Oberliga Nordsee der Frauen Erfolge gefeiert. Die „Vampires“ besiegten Mühlen, der TSV den VfL Oldenburg III.

TV Oyten II - GW Mühlen 28:22 (14:12): Nachdem zuletzt drei Vergleiche gegen die Spitzenteams verloren worden sind, ist der TV Oyten II mit dem erhofften Sieg in die Rückserie der Oberliga gestartet. Gegen den Tabellenvorletzten GW Mühlen war die Reserve der „Vampires“ mit 28:22 (14:12) erfolgreich. Oytens zweite Vertretung hatte sich in eigener Halle direkt nach der Pause auf 21:13 abgesetzt und den Vorsprung dann gehalten.

Wie bereits in den vergangenen Spielen monierte Sebastian Kohls in der ersten Halbzeit bei seiner ohne die verletzte Rückraumlinke Susanne Tauke angetretenen Mannschaft eine zu hohe Fehlerquote. „Wir konnten die Unsicherheiten aus den letzten Partien in den ersten 30 Minuten nicht ablegen“, stellte der Trainer der Drittliga-Reservistinnen fest. Besser wurde es dann erst im zweiten Durchgang. Bei den Gastgeberinnen stand die 5:1-Deckung mit der als vorgezogene Störspielerin agierenden A-Jugendlichen Jessica Radziej (insgesamt zwei Tore) nun stabiler und den „Vampires“ glückte innerhalb von zehn Minuten ein 9:1-Lauf. „In dieser Phase haben wir dem Gegner den Zahn gezogen“, so Sebastian Kohls.

Der TVO hatte mit Fee Klemmt einen starken Rückhalt zwischen den Pfosten. Alleine fünf von sechs Siebenmetern der Gäste konnte die frühere Torfrau der Polizei-Nationalmannschaft entschärfen. „Unser Zug zum Tor war in der zweiten Halbzeit insgesamt besser, wir haben die Begegnung mit unserem kleinen Kader dann nach Anlaufschwierigkeiten bestimmt“, zog Sebastian Kohls ein Resümee. Beim TV Oyten II traf die junge Lissy Balters acht Mal, Màlin Brandt war sechs Mal erfolgreich. Vier ihrer Treffer resultierten dabei aus Siebenmetern. Der ersten Halbzeit hatte Sebastian Kohls zunächst wenig abgewinnen können. „Es war ein Hängen und Würgen“, fasste der Langwedeler die 30 Minuten zusammen. Der TV Oyten II war gut gestartet – 3:1. Beim 8:9 in der 16. Minuten hatte aber der Aufsteiger aus dem Landkreis Vechta in der Pestalozzihalle erstmals die Führung übernommen. Während der TV Oyten II sich im gesicherten Mittelfeld der Tabelle wieder findet, muss GW Mühlen um den Ligaverbleib bangen.

TSV Morsum - VfL Oldenburg III 40:30 (17:13): Eine Woche nach der Niederlage gegen den TuS Komet Arsten hat der TSV Morsum in überzeugender Manier mit einem 40:30 (17:13)-Erfolg über den VfL Oldenburg III einen ersten großen Schritt in Richtung Klassenerhalt getan. Morsums Trainer Martin Eschkötter sprach in seinem Fazit von einem „wichtigen Sieg in einem Vier-Punkte-Spiel.“

Tatsächlich gelang den Spielerinnen aus dem Kreis Verden im Duell mit der dritten Vertretung des Bundesligisten vieles besser als noch vor einer Woche im Vergleich mit den Südbremerinnen. „Wir waren richtig spritzig und haben viel Druck über die zweite Welle ausgeübt“, geriet Eschkötter förmlich ins Schwärmen. Seine Mannschaft hatte sich von einem 5:5-Zwischenstand (12.) bis zur 23. Minute auf 13:8 abgesetzt. „Nach einigen Wechseln ist Oldenburg noch einmal auf 13:12 herangekommen“, sagte Martin Eschkötter, dessen Team zur Halbzeit aber bereits wieder mit vier Toren in Front lag.

Entschieden war das Duell spätestens nach einer Dreiviertelstunde. Morsum lag zu diesem Zeitpunkt erstmals mit zehn Toren vorne. „Meine Spielerinnen waren gegenüber dem vorigen Wochenende nicht wiederzuerkennen“, zeigte Morsums Coach sich rundum zufrieden. Der VfL Oldenburg III war in Morsum ohne Verstärkungen aus anderen Teams aufgelaufen und hatte in der Abwehr auf eine offensive Deckung gegen die Linkshänderrinnen Maren Jacobsen und Tanja Dopmann gesetzt. Die sich dadurch bietenden Räume wussten Wiebke Korpal (sechs Tore) und Franziska Schmidt-Naumann (3) am Kreis zu nutzen. Auch der Rückraum des TSV präsentierte sich in guter Form. Alleine Maren Jacobsen (9/2) und Maike Röpke (7) brachten es zusammen auf 16 Tore. Zu euphorisch wollte Martin Eschkötter angesichts der kommenden Aufgaben dann aber nicht in die Zukunft blicken. Der TSV bekommt es nämlich jetzt mit den drei Spitzenteam SFN Vechta, HSG Hude/Falkenburg und ATSV Habenhausen zu tun.

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