Korbball-Bundesliga Großer Umbruch beim TV Stuhr

Landkreis Diepholz. Am morgigen Sonntag startet die Korbball-Bundesliga in Thedinghausen in die neue Saison. Einige bekannte Gesichter werden dann fehlen. Dafür stoßen neue, junge Talente ins Rampenlicht.
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Von Christine Leska-Ottensmann

Landkreis Diepholz. Es ist wieder soweit: Am morgigen Sonntag (10 Uhr) startet die Korbball-Bundesliga in Thedinghausen in die neue Saison. Einige bekannte Gesichter werden dann fehlen. Dafür stoßen neue, junge Talente ins Rampenlicht.

Den größten Umbruch gab es beim TV Stuhr, dem Viertplatzierten der Deutschen Meisterschaft: Korbfrau Kim Dierks zog es beruflich nach Süddeutschland, während Laura Freiheit ein Jahr im Ausland weilt. Dania Rönner und Jana Ulrich legen eine Babypause ein, Meike Hankiewicz beendete sogar ihre Karriere.

Als Neuzugänge begrüßte Trainerin Sandra Hellmers Spielerinnen aus der eigenen zweiten Mannschaft sowie der talentierten A-Jugend, die im Mai DM-Silber gewann. Unter ihnen ist auch Korbfrau Jana Wessels, die bereits in der Vorsaison fest zum Damenteam gehörte. Angesichts der großen Veränderungen hält sich Hellmers bei der Zielsetzung bedeckt: "Dieses Jahr sind wir eine Wundertüte. Wir haben großes Potenzial, aber auch eine sehr junge und unerfahrene Mannschaft. Daher lassen wir uns einfach überraschen, denn die Liga dürfte in dieser Saison sehr ausgeglichen sein - sowohl nach unten als auch oben."

Lediglich ein Absteiger gesucht

Schließlich starten statt der bisher zehn nur noch acht Teams in der Bundesliga Nord. Der Preetzer TSV und der TB Stöcken sind nicht mehr dabei. Somit wird lediglich ein Absteiger gesucht. In den Kampf um die ersten drei Plätze, die zur DM-Teilnahme berechtigen, kann somit aber auch die halbe Liga eingreifen.

Große Chancen werden dabei, wie gewohnt, dem TuS Sudweyhe zugerechnet. Der DM-Fünfte hat mit Jana Nullmeyer, die sich auf ihre Ausbildung konzentrieren möchte, lediglich einen Abgang zu verzeichnen. Aus dem neunköpfigen Kader können zwei Spielerinnen jedoch gar nicht oder nur sporadisch trainieren. "Dank unserer fantastischen Jugendarbeit stehen aber mit Nadja Bothmer und Luisa Schlemm, die sogar noch in der B-Jugend spielen kann, zwei tolle Talente bereit. Sie werden uns unterstützen, wenn es eng wird", verrät Trainer Alexander Mauz.

Knapp zehn Jahre steht er nun schon an der Seitenlinie. "Nach einer für mich schwierigen Saison brauchte ich eine längere Pause. Aber ich stelle fest, dass ich noch lange nicht alles erlebt habe. Diese Tatsache und die beiden Mannschaften, die ich betreue, motivieren mich total", betont er. Ziel ist auch in diesem Jahr wieder die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft. "Mir wäre es aber recht, wenn es meine Mädels nicht wieder so spannend machen. Ich werde schließlich auch nicht jünger", sagt Mauz lachend.

Beim FTSV Jahn Brinkum hat Urgestein Torsten Behrens nach über 15 Jahren das Zepter abgegeben. Lange Zeit wurde ein Nachfolger gesucht - vergeblich. Schließlich erklärte sich Abteilungsleiterin Anke Schattschneider, die die D- und die zweite A-Jugend betreut, bereit, interimsmäßig den Trainerposten zu übernehmen.

Auch im Kader hat sich etwas getan. So hat Anke Mewe, die sich vergangene Saison erneut einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, aufgehört. Auch Korbfrau Anika Schröder ist nicht mehr dabei. Ihr Erbe tritt nun Sarah Hamann (ehemals Hasselhop) an. "Sarah muss jetzt mehr Verantwortung übernehmen", weiß Schattschneider. Aufgefüllt wird das Team mit den talentierten A-Jugendlichen, die vor drei Jahren als C-Juniorinnen Deutscher Meister wurden.

Bei der Zielvorgabe backt die neue Trainerin kleine Brötchen. "Wir wollen nicht in die Bredouille kommen und sicher den Klassenerhalt schaffen. Ich lasse mich überraschen, glaube aber, dass ein guter Mittelfeldplatz möglich ist", meint Schattschneider.

Mit Letzterem wäre auch Dagmar Schnelle, Coach des TSV Heiligenrode, zufrieden. "Im vergangenen Jahr sind wir überraschend Vierter geworden. Diese Leistung wollen wir bestätigen", verrät sie, schränkt aber auch ein: "Mir geht es nicht um die Platzierung, sondern darum, dass wir konstante Leistungen abrufen und jede Spielerin ihre Trefferquote verbessert."

Das müssen die Heiligenroderinnen auch tun, denn mit Britta Sündermann ist die Hauptkorbjägerin nicht mehr an Bord. "Britta fehlte nach so vielen Jahren ein wenig die Motivation. Sie wollte den Terminstress und diesen Druck nicht mehr", erklärt die Trainerin. Und wer soll nun die ganzen Körbe werfen? "Die Erfahrung zeigt, dass sich die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt. Vorher haben sich viele auf Britta verlassen. Jetzt müssen eben alle mehr Initiative zeigen. Ich bin optimistisch, dass die Mädels das schaffen."

Los geht es am Sonntag um 10 Uhr mit dem Duell der DM-Teilnehmer TV Stuhr und TuS Sudweyhe. Alle acht Teams sind dann im Einsatz.

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