Sportschnack Großes Verletzungspech und ein erfolgreicher Arbeitskollege

Die HVH-Handballer werden in dieser Saison der Bremenliga von einem großen Verletzungspech gebeutelt. Mit Michael Arfmann-Knübel und Björn Przygoda fallen beide Linksaußen längerfristig aus.
12.12.2018, 15:40
Lesedauer: 4 Min
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Von Olaf Schnell

Die Handballer der HSG Vegesack/Hammersbeck werden in dieser Saison der Bremenliga von einem großen Verletzungspech gebeutelt. Mit Michael Arfmann-Knübel und Björn Przygoda fallen gleich beide Linksaußen längerfristig aus. Dazu müssen auch noch Rechtsaußen und gleichzeitig der Haupttorschütze, Jan Fasse, und Torwart Jan Schulz lange verletzt pausieren. Im November fielen dann auch noch Fabian Sobota , Jascha Springer, Nils Grundmann und Tim Schauder aus. Wegen des ohnehin schon knappen Kaders wurde nun Torhüter Jascha Springer schon zum Feldspieler umfunktioniert. Dennoch stehen HVH-Trainer Rolf Wieduwilt meist nur sechs oder sieben Feldspieler zur Verfügung. „Die drei Rückraum-Akteure spielen im Angriff wie auch in der Abwehr durch. Auf Linksaußen wird improvisiert. Die Jungs machen das aber fantastisch“, teilte Rolf Wieduwilt mit. Dass die Nordbremer nach neun Spieltagen als Schlusslicht noch ohne jeden Zähler dastehen, hat also Gründe. Dennoch gab der Letzte noch kein Spiel kampflos ab. KH

Eine seit vielen Jahren nicht mehr gelebte, vorweihnachtliche Tradition lassen die Basketballer der Spielgemeinschaft Basketball Lesum/Vegesack ( BLV ) am Freitag vor Weihnachten wieder aufleben. Das BLV-Spartenturnier, an dem alle Spieler von der U10 bis hinauf zum ersten Herrenteam teilnehmen können, steigt ab 17 Uhr in der Halle Heisterbusch. „Man kann sich vorher über ein Online-Formular anmelden, und dann werden die Mannschaften zusammengestellt“, informiert Lasse Grafunder, der im Rahmen seines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) beim BLV diese Idee in die Realität umsetzt. „Es wird ein großes Buffet geben, zu dem jeder eine Kleinigkeit beisteuert“, so der FSJler weiter. „Solch ein Spaß-Turnier wird unser Zusammenwachsen als Spielgemeinschaft noch weiter vorantreiben und den Bezug zum Verein vertiefen“, freut sich Ronny Arnoldt, Trainer der Oberliga-Herren und Betreuer von FSJler Lasse Grafunder. GOL

Ein örtlicher Pizzabäcker bereitete den Verbandsliga-Handballern der HSG Schwanewede/Neuenkirchen mehr Schwierigkeiten als der TuS Bramsche beim 33:21-Auswärtssieg. Um 15 Uhr hatte der HSG-Verpflegungswart Niklas Mechau telefonisch reichlich Pizzen für 19 Uhr nach Spielschluss geordert. Als die allseits beliebten Teigfladen zehn Minuten nach der bestellten Zeit immer noch nicht bei den hungrigen Mäulern angekommen waren, erinnerten sie noch zweimal via Handy an ihre knurrenden Mägen. Um 19.35 Uhr zog der ungefütterte Tross schließlich per Mannschaftsbus los und machte sich im Landkreis Osnabrück mit 25 Mann über eine Burger King Filiale her. Da in dieser jedoch nur eine Kasse geöffnet war, war das Personal wegen der Sofort-Bestellungen heillos überfordert.

„Ausgerechnet mein Arbeitskollege!“ Björn Bischof, der Rückraumspieler des SV Grambke-Oslebshausen, fasste sich nach dem 38:38-Unentschieden in der Handball-Landesliga bei der HSG Stuhr an den Kopf. Jan Burgdorf, sein Polizeikollege von der Wache in Bremerhaven-Lehe, war es, der ihm und damit natürlich auch dem SVGO den Sieg gerade noch einmal aus den Händen riss. Erst kassierte „Brause“ Bischof bei eigener Führung 50 Sekunden vor Schluss nach einem Foul an eben jenen Burgdorf eine Zeitstrafe. Danach musste der Hinausgestellte auch noch tatenlos von außen mit ansehen, wie sein Berufskollege den Gelb-Blauen in der allerletzten Sekunde den zehnten Treffer unter tatkräftiger Mithilfe des Innenpfostens zum finalen 38:38-Ausgleich unterjubelte. „Das darf ich mir in den nächsten Wochen wahrscheinlich noch das ein oder andere Mal anhören“, stöhnte Björn Bischof auf der bei seiner 20-minütigen Einsatzzeit selbst auf fünf Tore kam. Sein doppeltes Pech war es, dass er sich mit seinem Kollegen vorher nicht auf eine Wette eingelassen hatte. „Ich konnte ja auch nicht damit rechnen, dass wir beim Viertplatzierten so gut mithalten würden…“, schmunzelte er.

Auf einmal ging bei Lukas Feller alles blitzschnell! Der Handball-Trainer der männlichen C-Jugend der HSG Schwanewede/Neuenkirchen verspürte im Bauch ziemliche Schmerzen und begab sich umgehend ins Blumenthaler Krankenhaus. Dort wurde von ihm nur noch eine Ultraschallaufnahme gemacht und ihm Blut abgenommen, „danach musste ich auch schon in den OP“, erzählte der Schwarzschopf rückblickend. Der malade Blinddarm war es, der ihm flott entfernt werden musste. „Ich habe noch kleine Nachwirkungen von der Operation, aber sonst ist alles gut“, sagte er schon am Tag nach dem schnellen Eingriff im Klinikum Nord. Zum Glück wird seine Mannschaft in der Oberliga von einem Tandem trainiert, sodass mit Eric Müller ein verlässlicher Part auf der Bank saß. Aber auch wenn der das Team aus dem Effeff kennt, änderte es freilich nichts daran, dass das Gastspiel beim ungeschlagenen Spitzenreiter TvdH Oldenburg erwartungsgemäß klar mit 17:29 Toren verloren ging.

Fynn Bödeker kann es bei der männlichen A-Jugend des SV Grambke-Oslebshausen sowohl im Tor als auch im Feld. Und das in der Handball-Landesliga auch noch äußerst erfolgreich! Der etatmäßige Schlussmann der Gelb-Blauen half so seiner Mannschaft gegen den TuS Jahn Hollenstedt zunächst 58 Minuten im Feld aus der Patsche – als Ersatz für den verletzten Rückraumschützen Felix Hinrichs. Dort entthronte der Zweimetermann Fynn Bödeker im Gipfeltreffen den bisherigen Spitzenreiter mit jeweils zwei Toren von halb links und links außen. Außerdem setzte er in der Abwehr den zweitbesten Gäste-Werfer schachmatt. In den beiden Schlussminuten zog sich der 18-Jährige zu guter Letzt beim 29:29-Zwischenstand das Torwarttrikot über und sorgte nun zwischen den Pfosten weiter für Furore. Denn der Schwarzschopf legte mit zwei sofortigen starken Abwehrparaden den Grundstein zum 31:29-Erfolg, durch sich die Nordbremer selbst am Tableau ganz oben platzierten. „Wir hatten kontinuierlichen darauf hintrainiert, dass unser Torwart auch im Feld spielen kann“, freute sich der SVGO-Trainer Jochen Feldermann nach der Begegnung über die gelungene taktische Variante.

Sven Engelmann, früherer Zweitliga-Handballer des TV Grambke und aktueller Trainer der HSG Stuhr, hatte seiner Mannschaft vor dem Heimspiel in der Männer-Landesliga gegen den SV Grambke-Oslebshausen auf besondere Art und Weise Beine gemacht: Er verdoppelte kurzerhand den Strafkatalog. Wer bei ihm zum Beispiel beim Aufwärmen verwarf, der machte 20 anstatt der bisherigen zehn Liegestütze, Grüppchenbildung im Training wurde von ihm nicht mehr toleriert. Der Auslöser für das radikale Anziehen der Zügel war seine Unzufriedenheit mit der vorangegangenen 30:39-Heimpleite im Spitzenspiel gegen die HSG Bützfleth/Drochtersen, bei der die Spieler seiner Meinung nach nicht an ihre Grenzen gegangen seien. Das Verschärfen des Strafkatalogs hatte gegen den SVGO kaum gewirkt, da sich diese dem Favoriten mit 38:38 heftig widersetzten. „Dafür hatte ich vom Gastgeber eigentlich noch mehr Feuer erwartet“, sagte der Grambker Trainer Marcel Hägermann.

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