Handball

„Haben unseren Biss im Bus liegen gelassen“

Die HSG Phoenix kommt beim Primus TSV Altenwalde gewaltig unter die Räder. Der Aufsteiger unterliegt in der Handball-Landesklasse mit 30:47.
24.02.2020, 16:31
Lesedauer: 2 Min
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„Haben unseren Biss im Bus liegen gelassen“
Von Jannis Klimburg

In der Hinserie hat die HSG Phoenix den aktuellen Spitzenreiter TSV Altenwalde noch mit einem 41:40-Erfolg ärgern können. Das wollte der Aufsteiger nun am vergangenen Wochenende wiederholen. Doch der Schuss ging gewaltig nach hinten los. Die Mannen von Trainer Christoph Schweitzer kamen in der Handball-Landesklasse mit 30:47 (13:25) gehörig unter die Räder.

Und bei dieser Klatsche konnte und wollte der Übungsleiter auch nichts mehr schönreden. „Wir waren absolut nicht auf der Platte, haben unseren Biss anscheinend im Bus liegen gelassen“, bemängelte Schweitzer, dem die Einstellung seiner Schützlinge überhaupt nicht passte. Die Gäste wirkten in der Anfangsphase noch wie im Tiefschlaf, die Hausherren dagegen rauschten wie ein ICE durch die Halle. Bereits nach sechs Minuten lag der Spitzenreiter deutlich mit 5:1 vorne. „Unser Plan ist absolut nicht aufgegangen, wir sind gar nicht ins Spiel gekommen“, haderte Schweitzer. Viel zu unkonzentriert und löchrig präsentierte sich die HSG-Defensive. Und das ausgerechnet gegen die stärkste Mannschaft der Liga. Zumindest was die Tabelle angeht. Altenwalde auf der anderen Seiten hat sein hohes Tempo eiskalt durchgezogen, war stets topmotiviert, die Führung immer weiter auszubauen. Und so entwickelte sich auf dem Parkett schnell eine einseitige Begegnung. Zu allem Überfluss kassierte Phoenix Mitte der ersten Hälfte dann auch noch zwei Zwei-Minuten-Strafen wegen eines Wechselfehlers. „Das kommt dann noch hinzu. So etwas darf uns nicht passieren“, monierte Schweitzer. Außerdem verletzte sich auch noch Willi Dück, was die Verunsicherung auf Seiten der Gäste nur noch vergrößerte. „Das hat uns dann erst recht aus unserem Rhythmus gebracht“, meinte der Coach.

Schweitzer bemängelt Einstellung

Und die Unsicherheit blieb auch im zweiten Durchgang ein ständiger Begleiter der HSG Phoenix. Sowohl in der Defensive als auch im sonst so starken Angriff lief absolut nichts zusammen. „Wir haben uns viel zu viele technische Fehler erlaubt, die einfachsten Würfe frei vor dem Keeper nicht verwandelt“, schüttelte Schweitzer mit dem Kopf. Dabei versuchte der Übungsleiter alles, um die Pleite nicht allzu hoch ausfallen zu lassen. Mehrere Systeme testete der Trainer durch, doch nichts half gegen bärenstarke Altenwalder. „Wir wollten ab der 45. Minute wenigstens noch Schadensbegrenzung betreiben, doch selbst das ging nicht auf.“ Auch weil die Gastgeber weiter auf die Tube drückten, ihren Stiefel souverän bis zum klaren 47:30-Erfolg herunterspielten. Und auch deswegen zeigte sich Schweitzer nach der Klatsche sichtlich angefressen: „Jeder Spieler sollte sich jetzt hinterfragen, ob er alles dafür getan hat, dass die Partie ein gutes Ende nimmt.“

Weitere Informationen

Landesklasse Männer

TSV Altenwalde - HSG Phoenix 47:30 (25:13)

HSG Phoenix: Mädler, Petersohn (1) - Steinmetz (3), Müller (2), Nordmeier (1), Langnau, Mbiyeya (5), Stachnik (2), Lankenau (2), Sackmann, Schmidt (4), Koopmann (2), Dück, Hähnsen (7)

Siebenmeter: TSV Altenwalde 4/4, HSG Phoenix 1/0

Zeitstrafen: TSV Altenwalde 4, HSG Phoenix 5 KLI

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