Fußball-Bezirkspokal Härtetest vor dem Ligastart

In der zweiten Runde treten die Bezirksligisten VfL Stenum und VfL Wildeshausen am Sonntag an. Es geht nicht nur um den Einzug in Runde drei, sondern auch um eine Standortbestimmung vorm Ligastart.
04.08.2017, 17:32
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Härtetest vor dem Ligastart
Von Michael Kerzel

Stenum/Goldenstedt. In rund einer Woche startet die Bezirksligasaison, bereits im Vorfeld werden jedoch die ersten beiden Bezirkspokalrunden ausgetragen. Zum Auftakt schaltete der VfL Wildeshausen den Aufsteiger SV Baris Delmenhorst mit 7:0 aus, während sich der VfL Stenum knapp mit 3:2 gegen den Ligakonkurrenten SV Tur Abdin Delmenhorst durchsetzte. Beide Teams treten an diesem Sonntag in der zweiten Runde an: Stenum empfängt den GVO Oldenburg, während die Krandelkicker zum TuS Frisia Goldenstedt reisen.

VfL Stenum - GVO Oldenburg. Als ein Testspiel unter Wettkampfbedingungen sieht Stenums Trainer Thomas Baake die Zweitrunden-Partie gegen den GVO Oldenburg an. „Gerade weil es gegen einen Ligakonkurrenten geht, ist es ein wichtiges Spiel. Das ist eine echte Standortbestimmung“, meint er. In den vergangenen Jahren ging es meistens knapp zu zwischen den beiden Mannschaften, in der zurückliegenden Saison gewann Stenum in Oldenburg mit 2:1, nachdem es in der Hinrunde ein 1:1 gegeben hatte. „GVO steht in der Defensive sehr kompakt und tief. Aber sie haben einen neuen Trainer, da muss man mal abwarten, ob er auch den Schwerpunkt auf die Abwehr legt“, sagt Baake. Ziel sei, dass seine Mannen die Ruhe bewahren und Lösungen finden, um zu Torchancen zu kommen. Er erwartet, dass GVO das Pokalspiel ebenfalls ernst nehmen wird. In der ersten Runde siegte GVO im Stadtduell gegen den TSV Oldenburg mit 1:0.

Chancen auf Spielzeiten haben die jungen Neuzugänge Frederik Dittmar und Ole Braun, wobei Letzterer eventuell in der Startelf steht. „Er ist von den jungen Neuen am weitesten“, berichtet Baake. Auch Maximilian Bradler bescheinigt Baake eine positive Entwicklung. „Wir haben im Kader erfahrene Leute, aber ich erwarte auch von den jungen, dass sie Verantwortung übernehmen“, sagt er. Gerade in der Offensive habe er die „Qual der Wahl“. Aus dem großen Kader des VfL stehen Dierk Fischer, Lennart Höpker, Bastian Morche, Malte Tönjes und Fynn Dohrmann nicht zur Verfügung. Anpfiff der Partie ist am Sonntag, 15 Uhr, am Kirchweg.

TuS Frisia Goldenstedt - VfL Wildeshausen. Auf die Begegnung in Goldenstedt freut sich VfL-Trainer Marcel Bragula nicht nur aus sportlichen Gründen: „Das waren früher heiße Derbys. Sicherlich kommen einigen Wildeshausern da die alten Zeiten in den Kopf, und sie fahren zum Pokalspiel hin und schauen zu“, erwartet er. Sportlich schätzt er den Gastgeber stark ein. Frisia belegte in den zurückliegenden Bezirksligasaisons einen Platz in der oberen Hälfte, spielte teilweise oben mit. In der ersten Runde setzte sich Frisia mit 2:0 gegen den SV Eintracht Wiefelstede durch, der in einer Liga mit Wildeshausen antritt.

„Der Feinschliff ist vorbei, wir schalten jetzt auf scharf“, kündigt Bragula an. Die Vorbereitung lief bisher sehr gut für die Krandelkicker, zuletzt schlugen sie den TV Dötlingen mit 9:2. „Es gibt aber immer die Möglichkeit, sich durch harte Arbeit zu verbessern. Der eine Spieler muss noch körperlich zulegen, ein anderer im taktischen Bereich“, berichtet Bragula. Insgesamt ist er mit der Vorbereitung zufrieden. „Die Mannschaft ist geschlossener als in der vergangenen Saison. Die Jungs halten gut zusammen. Das ist aber alles kein Grund für Euphorie“, sagt Bragula. Bisher sei noch nichts Entscheidendes passiert. „Auch wenn der Pokal keine Priorität hat, wäre ein Sieg wichtig für den Kopf“, meint Bragula. Zudem betrachte er die Begegnung auch aus Vereinssicht. „Wenn wir weiterkommen, ziehen wir vielleicht ein attraktives Los, haben Heimrecht, und es gibt ein paar zusätzliche Einnahmen“, sagt er.

Bis auf den Langzeitverletzten Kevin Kari gibt es keine sicheren Ausfälle. Der Wildeshausen-Kader ist jedoch klein. „Ich hätte schon gerne einen 20-Mann-Kader, aber das sollte bisher nicht sein. Mit Gewalt stocken wir den Kader nicht auf mit jemandem, der so gut wie nie spielt. Aber wir halten Augen und Ohren offen, falls sich noch etwas ergibt, werden wir was machen“, sagt Bragula. Von Mannschaftsstärken mit 25 bis 30 Leuten halte er nichts. „Das wird es bei mir nicht geben“, sagt er. Anpfiff ist am Sonntag, 15 Uhr, „Am Sportplatz“ in Goldenstedt.

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