Habenhausen verkauft sich achtbar Hamburger Abwehrwand

Bremen. Björn Wähmann ist mit seiner Körpergröße von 1,97 Meter gewiss kein kleiner Vertreter seiner Zunft, im Testspiel gegen den Bundesligisten HSV Handball staunte aber auch der Spielmacher des Drittligisten ATSV Habenhausen nicht schlecht: „Da siehst du ja das Tor gar nicht“, sagte er mit Blick auf die Abwehrwand der Hamburger Modellathleten.
20.07.2015, 00:00
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Von Olaf Kowalzik

Björn Wähmann ist mit seiner Körpergröße von 1,97 Meter gewiss kein kleiner Vertreter seiner Zunft, im Testspiel gegen den Bundesligisten HSV Handball staunte aber auch der Spielmacher des Drittligisten ATSV Habenhausen nicht schlecht: „Da siehst du ja das Tor gar nicht“, sagte er mit Blick auf die Abwehrwand der Hamburger Modellathleten.

Trotzdem konnte sich das Abschneiden des ATSV Habenhausen beim Benthack-Cup in Hamburg sehen lassen. Die Bremer verloren das Halbfinalspiel gegen den HSV Handball erwartungsgemäß mit 20:37. Das Spiel um den dritten Rang gegen den Zweitligisten SV Henstedt-Ulzburg ging dann nur denkbar knapp mit 27:28 verloren. „Wir haben uns super verkauft“, stellte ATSV-Trainer Lars Müller-Dormann seinem Team ein gutes Zeugnis aus. „Unser Vorteil war aber wohl auch, dass wir bis auf Marc Schulat aus Oldenburg kaum neue Spieler ins Team integrieren müssen.“

Seine Mannschaft war vor 1694 Zuschauern in der Alsterdorfer Sporthalle hochmotiviert und ließ sich vom Bundesliga-Neunten der vergangenen Serie nicht überrennen. Nach dem 10:17-Pausenrückstand ging die zweite Hälfte für sich gewertet mit 10:20 verloren. „Die Hamburger mussten sich jedes Tor erarbeiten“, konstatierte „Dodo“ Müller-Dormann zufrieden.

Leid tun konnte einem dafür sein Kreisläufer Kai Rudolph, der in der vergangenen Saison noch in der zweiten Vertretung in der Verbandsliga Nordsee aufgelaufen ist. Da der etatmäßige Nahwurfzonenspezialist Marcel Fischer fehlte, fühlte sich Rudolph im Dauer-Zweikampf mit der Hamburger Deckung wie vor der chinesischen Mauer. Bei Hamburg war der dänische Nationalspieler Allan Dagaard mit sechs Treffern der erfolgreichste Werfer.

Im Spiel um den dritten Rang trafen die Bremer überraschend auf den SV Henstedt-Ulzburg. Der Zweitligist hatte es gegen die drei Klassen tiefere HSG Ostsee des Ex-Nationalspielers Thomas Knorr etwas zu locker angehen lassen. Die Henstedter „Frogs“ legten gegen den ATSV mit 6:0 einen furiosen Start hin, mit zunehmender Spielzeit machten die Bremer den Acht-Tore-Pausenrückstand aber immer mehr wett. Drei Sekunden vor Schluss kam Habenhausen noch einmal in Ballbesitz, es blieb jedoch nach einer furiosen Aufholjagd beim achtbaren 27:28-Endstand. Das Turnier entschied der HSV Handball mit 33:21 über die HSG Ostsee für sich.

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