Handball Jessica Galle wechselt zum SV Werder Bremen III

Jessica Galle spielte zuletzt für die HSG Hude/Falkenburg in der Oberliga. Nun schließt sie sich dem Ligakonkurrenten SV Werder Bremen III an.
03.06.2020, 19:02
Lesedauer: 2 Min
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Von Olaf Kowalzik

Zusammen bringen sie es auf eine Körperlänge von 3,49 Meter und sind für Radek Lewicki in der Handball-Oberliga der Frauen zwei Riesenverstärkungen. „Sie stellen für mich als Trainer eine neue Herausforderung dar, da muss ich noch eine Schippe drauflegen“, sagt der Pole auf der Bank des SV Werder Bremen II mit der Zunge. Die Rede ist von Lotta Heinrich aus Werders Zweitliga-Team und Jessica Galle vom Ligakonkurrenten HSG Hude/Falkenburg. Sie verstärken die Grün-Weißen in der kommenden Spielzeit, wann auch immer diese starten wird.

Der Rückraum des Tabellendritten erfährt durch das Duo eine zusätzliche Aufwertung, obwohl der mit den Routiniers Katrin Friedrich, Katrin Salkic und Leonie Schulte sowie der 19-Jährigen Kathleen Hertes ohnehin schon stark aufgestellt ist. Aber wer kann bei der Qualität solcher Neuzugänge schon „nein“ sagen? Radek Lewicki jedenfalls nicht.

Logisch, denn Lotta Heinrich spielt seit 2016 für Werder in der zweiten Liga. Die 25-Jährige ließ das Leder in der abgebrochenen Saison 2019/20 insgesamt 67-mal im gegnerischen Netz zappeln. Dabei ist sie mit ihren 1,83-Meter Körperlänge nur schwer zu blocken. Neben der Wurfkraft aus ihrer zweiten Reihe kommt ein gutes Auge für den Kreis erschwerend für die gegnerische Abwehr dazu. Ursprünglich war Lotta Heinrichs Zweitliga-Vertrag bis 2021 datiert, er wurde jedoch aufgelöst, da sie nicht ins sportliche Konzept des Trainers Robert Nijdam passe. Der hatte am 15. Dezember 2019 das Amt von Dominic Buttig übernommen.

Zum Glück hatte Lotta Heinrich nach ihrem im Oktober 2017 erlittenen Kreuzbandriss schon einmal zum Einstieg in Lewickis Team gespielt. „Das hatte mir mit der Truppe und ihm als Trainer sehr viel Spaß gemacht“, verrät sie. Deshalb ist für die Rückraum-Allrounderin der Verbleib im Verein und der Gang in die „Zweite“ keine Frage. „Ich möchte meine handballerische Laufbahn nicht so ohne Weiteres beenden und freue mich auf die Zeit in Werders Oberliga-Mannschaft“, sagt sie. „Ich bin schon etwas stolz darauf, dass sie sich für uns entschieden hat“, gibt Radek Lewicki zu. Er sieht die Rechtshänderin auch als Gewinn für die Verteidigung an.

Mit Jessica Galle angelt sich der SV Werder Bremen II gleich den nächsten Routinier mit dazu. Radek Lewicki hatte die zweifache deutsche Meisterin (mit der B-Jugend des PSV Rostock) schon vor zwölf Jahren als Verstärkung von Werders erster Vertretung im Visier gehabt. Damals hatte sich die heute 31-Jährige jedoch für die HSG Hude/Falkenburg und den VfL Stade entschieden, für die sie bis unter anderem in der dritten Liga spielte. Gut acht Monate nach der Geburt ihres Kindes schließt sich die vor allem in der Angriffsmitte Eingesetzte nun den Grün-Weißen an. „Sie hat ein klasse Spielverständnis und ist zweikampfstark“, lobt Werders Trainer die 1,66 Meter lange Spielerin. Dass sie obendrein auch noch eine überzeugende Trefferquote aufweist, macht Jessica Galle für das Team umso wertvoller. Sie könnte in die Rolle schlüpfen, die Sarah Seidel in der vergangenen Spielzeit bekleidet hatte.

Radek Lewicki forciert allerdings, dass seine Spielerinnen mindestens auf zwei, besser drei verschiedenen Spielpositionen einsetzbar sind. Für die beiden Neuzugänge ist das kein Problem, sie erfüllen dieses Kriterium längst. Der Trainer des SV Werder Bremen II dürfte damit auch in der Oberliga-Saison 2020/21 eine gute Mischung aus jungen und routinierten Spielerinnen auf die Beine stellen, mit der er sich in der Spitzengruppe gut behaupten kann. Zumal Radek Lewicki ja kurz nach seinem Rücktritt vom Abschied (wir berichteten) gerade erst wieder in die Kaderplanung eingestiegen ist und weitere Verstärkung nicht ausschließt.

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