Willi Lankenau ist jetzt 70 Jahre alt Handball-Legende feiert Geburtstag

Bremen. Seit sechs Jahren ist er als Betreuer bei den Handballherren der SG Arbergen-Mahndorf tätig, aber sein Wirken in der Handball-Szene hält bereits deutlich länger an. Als er mit fünf Jahren – damals noch auf dem Großfeld in Mahndorf – auf Geheiß seines Vaters Johannes mit dem Handballspielen begann, war die deutsche Fußball-Nationalmannschaft 1954 gerade Weltmeister geworden.
05.09.2019, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Rainer Jüttner

Bremen. Seit sechs Jahren ist er als Betreuer bei den Handballherren der SG Arbergen-Mahndorf tätig, aber sein Wirken in der Handball-Szene hält bereits deutlich länger an. Als er mit fünf Jahren – damals noch auf dem Großfeld in Mahndorf – auf Geheiß seines Vaters Johannes mit dem Handballspielen begann, war die deutsche Fußball-Nationalmannschaft 1954 gerade Weltmeister geworden. Inzwischen ist Willi Lankenau selbst zur lebenden Legende geworden, kürzlich feierte er seinen 70. Geburtstag.

Handball bestimmt auch heute noch sein Leben, am Wochenende wird er mit dem Trainerteam Thomas Panitz und Holger Brause nach dem Aufstieg in der Landesliga an den Start gehen. Willi Lankenau freut sich, den jungen Spielern mit seinen jahrzehntelangen Erfahrungen zur Verfügung zu stehen. Nach dem Aufstieg der Mannschaft in die Landesliga hofft Lankenau in der neuen Saison auf eine Platzierung in der Spitzengruppe.

An Erfahrung ist Lankenau kaum zu übertreffen. Schließlich ist er einer der wenigen Bremer Handball-Nationalspieler. Er begann mit 22 Jahren im Nationalteam und war bei insgesamt 26 Länderspielen dabei. Lankenau hat für den Verein TV Mahndorf mit Handballgrößen wie Heiner Brandt und Joachim Deckarm auf dem Feld gestanden. Leider verpasste er die Teilnahme an den Olympischen Spielen 1976 in Montreal: „Nationaltrainer Vlado Stenzel war angetan von meiner Spielintelligenz und meinen technischen Fähigkeiten, aber ich war zu klein und wurde kurz vorher von ihm leider noch aus dem Kader genommen.“

Nach den Jugendjahren in Mahndorf wechselte Willi Lankenau zum TV Grambke bis zum Aufstieg in die Bundesliga. Vor mehr als 6000 Zuschauern in der Stadthalle traf „Bogenlampen-Willi“ häufig ins Netz und ist immer noch begeistert von der damaligen Atmosphäre. Heute unvorstellbar berichtet er davon, damals kein festes Profigehalt bekommen zu haben und täglich von 7 bis 16 Uhr als Radio- und Fernsehtechniker bei Nordmende in Hemelingen tätig gewesen zu sein. Erst nach Feierabend ging es dann zum Handball-Training.

„Nach meiner Bundesligazeit bin ich über die Dörfer gezogen und habe bei vielen Vereinen im Umland und bei der SG Bremen-Ost gespielt.“ Lankenau beendete seine Karriere als Spieler mit 35 und ist stolz darauf, in all seinen Jahren auf dem Spielfeld nicht ein einziges Mal schwer verletzt gewesen zu sein: „Ich war einfach zu schnell für meine Gegenspieler.“ Danach war er lange Jahre als SGBO-Trainer im Herrenbereich und bei den Minis aktiv. Er ist verheiratet, wohnt weiter in Arbergen und hofft augenzwinkernd, dass seine sechsjährige Enkeltochter vielleicht doch noch mit Handballspielen beginnt.

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