Handball

Bedauern und Freude bei Thomas Panitz

Luke Pehling schließt sich bekanntlich der SG Achim/Baden an. Sein Ex-Trainer Thomas Panitz ist sicher, dass sich die SG über eine echte Verstärkung mit großem Entwicklungspotenzial freuen darf.
09.06.2020, 18:40
Lesedauer: 3 Min
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Bedauern und Freude bei Thomas Panitz
Von Florian Cordes
Bedauern und Freude bei Thomas Panitz

Seit zwei Spielzeiten steht Thomas Panitz in Arbergen an der Seitenlinie. In der neuen Saison muss er auf einen seiner Leistungsträger verzichten.

Karsten Klama

Er gilt als ein großes Talent und will nun den nächsten Schritt in seiner sportlichen Entwicklung wagen: Luke Pehling. Wie berichtet schließt sich der Handballer dem Oberligisten SG Achim/Baden an. Beim Viertligisten freuen sich die Verantwortlichen auf den ersten Einsatz des Zugangs im SG-Trikot. Doch was für einen Spieler haben Teammanager Cord Katz und Trainer Tobias Naumann nach Achim gelotst? Ein Mann, der nur wenige Kilometer westlich von Achim als Trainer aktiv ist, weiß es ganz genau – Thomas Panitz. Er hat Luke Pehling zuletzt beim Landesligisten SG Arbergen-Mahndorf gecoacht.

Panitz gerät förmlich ins Schwärmen, wenn er über Luke Pehling spricht, der nun zu seinen früheren Schützlingen zählt: „Luke ist mit seinen 22 Jahren nicht nur ein junger Spieler, sondern obendrein auch ein richtig guter. Die Achimer dürfen sich auf einen klasse Handballer freuen.“ Zwei Jahre lang wurde der künftige Oberliga-Handballer von Thomas Panitz trainiert. „Und in dieser Zeit hat sich Luke sehr gut entwickelt. Er hat sich sowohl in der Abwehr als auch im Angriff verbessert. Natürlich hat er auch noch seine Defizite. Aber er ist ja auch eben noch ein junger Spieler“, lobt Panitz seinen ehemaligen Schützling.

Pehling

Luke Pehling will sich in der neuen Saison in der Oberliga behaupten.

Foto: OLAF KOWALZIK

Die positive Entwicklung des Talents spiegelt sich auch in den Statistiken wider: In der Saison 2018/2019 traf Luke Pehling in der Landesklasse in 20 Partien 85-mal ins gegnerische Tor. Am Ende der Spielzeit feierten Panitz, Pehling und die gesamte SG Arbergen-Mahndorf den Gewinn der Meisterschaft und den Aufstieg in die Landesliga. In der höheren Klasse spielten die Ost-Bremer ebenfalls eine gute Rolle bis die Saison aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochen werden musste. Die ambitionierten Mahndorfer liefen auf Platz fünf ein, Pehling steuerte zu diesem Erfolg 130 Tore bei. Diese Ausbeute reichte in der Torschützenliste der Landesliga für Platz zwei. „Für mich war Luke sogar der beste und kompletteste Spieler der gesamten Liga. Daher glaube ich auch nicht, dass er Probleme in der Oberliga bekommt“, verdeutlicht Panitz seinen Glauben, dass der 22-Jährige bereit ist für die vierte Liga.

Und der Trainer, der bis zum Ende der Saison 2017/2018 beim TSV Daverden in der Verantwortung stand, ist fest davon überzeugt, dass Pehlings Entwicklung noch lange nicht am Ende angekommen ist. „Allein schon durch das Training in einem Oberliga-Team wird er sich automatisch verbessern.“ Ursprünglich hatte Luke Pehling bei der SG Arbergen-Mahndorf schon für eine weitere Saison zugesagt. Als das Angebot aus der Nachbarstadt eintrudelte, entschied sich der 22-Jährige doch noch einmal anders. Für Panitz ist das Umdenken kein Problem. Man wolle Luke Pehling keinesfalls die Chance verbauen, in der Oberliga Fuß zu fassen.

So sehr sich Thomas Panitz aber auch für Pehling freut, bedauert er den Abgang dann doch: „Denn Luke wird für uns nur sehr schwer zu ersetzen sein.“ Dennoch will der Coach in der neuen Saison mit der SG Arbergen-Mahndorf erneut eine gute Rolle spielen. „Wir wollen gerne in die Spitzengruppe“, sagt er. Um dieses Ziel zu erreichen, sind die Arberger in Sachen Kaderplanung bereits aktiv geworden. Aus der A-Jugend des TV Oyten stößt demnach Kreisläufer Timon Timmermann zur Panitz-Sieben. Zudem wechseln Rückraumspieler Fiete Esser sowie Torhüter Tim Fieritz, der auch schon in Diensten der SG Achim/Baden stand, zum Klub aus dem Osten der Hansestadt.

Luke Pehling ist indes nicht der einzige Handballer, der von Thomas Panitz trainiert wurde und nun den Schritt in die Viertklassigkeit angeht. Wie berichtet wechselt Simon Bodenstab vom TSV Daverden zum Elsflether TB. Inwiefern es sein Verdienst ist, dass demnächst zwei Spieler, die von ihm gecoacht worden sind, die Oberliga in Angriff nehmen, vermag Panitz nicht zu beurteilen: „Es macht mir unheimlich viel Spaß, mit jungen Leuten zu arbeiten. Wie groß mein Anteil daran ist, wenn sie sich verbessern, weiß ich nicht. Aber es freut einen natürlich immer, wenn die Jungs den Sprung in die höheren Ligen angehen.“

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