Pokal

DHB-Pokalfinale: Quartett hofft auf großen Wurf

Leipzig. Die Handballer des HSV Hamburg wollen den ersten Gipfel auf ihrer diesjährigen Titel-Tour besteigen. Beim Final Four um den DHB-Pokal hat der Bundesliga-Spitzenreiter vier Jahre nach dem ersten Cup-Gewinn endlich seinen zweiten nationalen Titel ins Visier genommen.
09.04.2010, 22:10
Lesedauer: 2 Min
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Leipzig. Die Handballer des HSV Hamburg wollen den ersten Gipfel auf ihrer diesjährigen Titel-Tour besteigen. Beim Final Four um den DHB-Pokal hat der Bundesliga-Spitzenreiter vier Jahre nach dem ersten Cup-Gewinn endlich seinen zweiten nationalen Titel ins Visier genommen.

Doch trotz des Heimvorteils und des mit TuS N-Lübbecke vermeintlich leichtesten Halbfinal-Gegners spucken die Hanseaten keine großen Töne. Understatement ist angesagt.«Wir haben die unberechenbarste Mannschaft zugelost bekommen. Wir wissen, dass die Aufgabe sehr schwer wird», sagte HSV-Coach Martin Schwalb, dessen Team sich zum fünften Mal in Serie für die Pokal- Endrunde qualifizierte. «Wir versuchen, ein guter Gegner zu sein und dann schauen wir mal, wer ins Finale einzieht.» Doch tiefstapeln hin oder her: Sollte der HSV in seinem «Wohnzimmer» Color-Line-Arena in der Vorschlussrunde scheitern, wäre das eine Sensation und könnte die Hamburger auch bei ihrer Mission erste deutsche Meisterschaft aus dem Tritt bringen.

Nettelstedt mit den drei ehemaligen Hamburgern Arne Niemeyer, Michal Jurecki und Roman Pungartnik will bei seiner ersten Final- Four-Teilnahme den Hausherren Paroli bieten. «Wir spielen gegen den Favoriten und wollen ihn ärgern. Wir sind kein Kanonenfutter, sondern wollen vielleicht eine Hand an die Schale halten», erklärte Niemeyer, der mit seinem Team die Hanseaten am 14. Bundesliga-Spieltag beim 24:25 an den Rand einer Niederlage gebracht hatte.

«Die Zebras waren nur die Vorspeise», titelt unterdessen der VfL Gummersbach vor dem Halbfinale gegen die Rhein-Neckar Löwen auf seiner Internetseite. Die Oberbergischen, die im Viertelfinale sensationell Titelverteidiger THW Kiel bezwangen, wollen nun auch die Löwen besiegen. «Wir wollen möglichst weit kommen und auch am Sonntag zum Einsatz kommen», sagte Geschäftsführer Axel Geerken. Eines hat der Ex-Club von Bundestrainer Heiner Brand den Badenern voraus: Der zwölfmalige Cup-Gewinner - der letzte Pokalgewinn liegt jedoch schon 19 Jahre zurück - weiß, wie sich Titeltriumphe anfühlen.

Dieses Gefühl wollen nun endlich auch die Löwen erleben. «Für uns ist es die größte Chance, in diesem Jahr etwas Greifbares zu kriegen. Mit dem nötigen Glück wollen wir den ersten Titel gewinnen, das wäre natürlich ein Traum», erklärte Manager Thorsten Storm, der sein Team «auf dem Papier leicht favorisiert» sieht. Aber der Champions-League- Viertelfinalist ist gewarnt: Gummersbach siegte sowohl in der Liga als auch im Pokal gegen Kiel. «Und wir haben uns in der Bundesliga gegen sie schwergetan. Jetzt geht es bei 50:50-Chancengleichheit los», meinte Storm. (dpa)

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