Doping DHB-Vize übt scharfe Kritik an NADA-Chef Baumert

Köln. Im Streit um manipulierte Doping-Proben hat der Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB), Heinz Winden, den NADA-Vorstandsvorsitzenden Armin Baumert scharf kritisiert.
06.09.2010, 13:40
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Köln. Im Streit um manipulierte Doping-Proben hat der Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB), Heinz Winden, den NADA-Vorstandsvorsitzenden Armin Baumert scharf kritisiert.

Es sei merkwürdig, wenn für den Chef der Nationalen-Anti-Doping-Agentur (NADA) die Straftat einer Angestellten einer unabhängigen Dritt-Firma der schlimmste Fall sei und nicht ein gedopter Athlet, sagte Winden der «Handballwoche».

Winden erklärte in der Fachzeitschrift weiter: «Herr Baumert war ein guter Weitspringer, ist aber kein Brückenbauer zwischen den Verbänden.» Der DHB-Funktionär vermutet zudem, Baumert habe die Gunst der Stunde nutzen wollen, um die «Verbände in die krude Geschäftspolitik der NADA-Führung zu pressen». Der DHB-Vizepräsident behauptete ferner, die NADA und die NADA-Partnerfirma «PWC» hätten aus dem Fall Kapital schlagen wollen.

Eine Doping-Kontrolleurin der Mannheimer Firma Serco Control hatte ihr eigenes Urin für einige Proben eingereicht. Für die Kontrolle einer Probe berechnete die Firma 439 Euro - das Geld soll ein weiterer Mitarbeiter in die eigene Tasche gesteckt haben. «Hier ist ein Verband in die Bredouille geraten, weil er sich selbst Partner aus der privaten Wirtschaft gesucht hat. Für den DHB ist es der Worst Case», hatte Baumert daraufhin erklärt.

Die NADA arbeitet seit ihrer Gründung mit der unabhängigen Firma PWC (Professional Worldwide Controls GmbH) zusammen, der DHB beauftragte mit den Kontrollen in der Frauen-Bundesliga aber die Firma Serco. Die Zusammenarbeit wurde mittlerweile beendet. Ein Zivilverfahren, bei dem es um rund 6000 Euro Kostenerstattung ging, ist der «Handballwoche» zufolge mit einem Vergleich beendet worden. (dpa)

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