Bundesliga Fokus auf Balingen: Kieler Champions gefordert

Kiel. Trainer Alfred Gislason warnte vor einem Schlendrian, die Spieler gelobten beim Unschalten auf den Bundesliga-Alltag höchste Konzentration.
01.06.2010, 20:00
Lesedauer: 2 Min
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Kiel. Trainer Alfred Gislason warnte vor einem Schlendrian, die Spieler gelobten beim Unschalten auf den Bundesliga-Alltag höchste Konzentration.

Nach der rauschenden Siegerparty in der Champions League wollen die Handballprofis des THW Kiel einen sportlichen Kater im Titelendspurt mit aller Entschlossenheit verhindern. «Jetzt sind der Kopf und mentale Stärke gefragt. Aber wir haben in dieser Saison schon oft bewiesen, dass wir einen starken Charakter haben», sagte Linksaußen Dominik Klein.

In den letzten beiden Partien gegen Balingen und beim TV Großwallstadt dürfte den «Zebras» ein Sieg und ein Remis reichen, um zum 16. Mal deutscher Meister zu werden. Der sechste Titel in Serie wäre Rekord. Der HSV Hamburg (59:7 Punkte) liegt derzeit zwar vor Kiel (58:6), hat allerdings ein Spiel mehr absolviert und das deutlich schlechtere Torverhältnis.

Vor der Partie gegen Balingen setzt Trainer Alfred Gislason auf eine Schocktherapie. «Ich werde meinen Spielern eine halbe Stunde aus dem Video vom Hinspiel zeigen», sagte der Isländer. «Damit werde ich hoffentlich wieder alle auf dem Boden haben.» Am 23. Dezember 2009 verlor der Rekordmeister nämlich mit 37:39-Toren beim Team von Coach Rolf Brack. Der macht sich jedoch kaum Hoffnungen, ein solches Ergebnis zu wiederholen: «Das ist unrealistisch. Die Kieler mit ihrer starken Siegermentalität werden nun keine Schwäche mehr zeigen.» Der Leistung seines Trainerkollegen zollt Brack, der an der Universität Stuttgart als Handballdozent arbeitet, höchsten Respekt. «Alfred hat am Wochenende in Köln wirklich alles richtig gemacht.»

Gislason warnt indes seine Spieler eindringlich, die Aufgabe gegen den Tabellen-15., der den Klassenverbleib bereits gesichert hat, zu leicht zu nehmen. Zumal das Kieler Publikum die Spieler nach den spektakulären Auftritten in Köln schon vor Anpfiff feiern dürfte. «Das ist ein Bundesliga-Spiel und keine Feier», erklärte Gislason. Die aggressive Spielweise der Balinger sei für jeden Gegner sehr unangenehm, so der 50-jährige Isländer. «Sie werden wahrscheinlich wieder sehr offensiv verteidigen», glaubt Gislason. «Und wenn war da nicht sofort auf die Füße kommen, könnte es extrem gefährlich werden.»

Andererseits vertraut er darauf, dass seine Profis den einen Punkt Vorsprung auf Hamburg nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. «Wir sind Monate hinter dem HSV hinterhergelaufen. Jeder wird nun alles geben, dass unser Sieg in Hamburg nicht umsonst war», sagte Gislason. (dpa)

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