2. Bundesliga Friesenheimer «Eulen»: Bundesliga-Aufstieg perfekt

Ludwigshafen. Zum ersten Mal in ihrer 129-jährigen Vereinsgeschichte ist der TSG Ludwigshafen-Friesenheim der Sprung in die Handball-Bundesliga gelungen. Die Pfälzer machten ihr Meisterstück in der 2. Liga Süd mit einem 32:20 (16:10) bei TuSpo Obernburg perfekt.
16.05.2010, 12:33
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Ludwigshafen. Zum ersten Mal in ihrer 129-jährigen Vereinsgeschichte ist der TSG Ludwigshafen-Friesenheim der Sprung in die Handball-Bundesliga gelungen. Die Pfälzer machten ihr Meisterstück in der 2. Liga Süd mit einem 32:20 (16:10) bei TuSpo Obernburg perfekt.

Friesenheim feierte damit nach 15 Jahren im «Unterhaus» bereits am vorletzten Spieltag den Aufstieg. Trainer Thomas König, seit Juli 2006 am Ruder, will unbedingt an seiner Philosophie festhalten. «Wir wollen uns mit jungen, ehrgeizigen Spielern aus der Region weiterentwickeln und keine finanziellen Risiken eingehen», kündigte der 46-Jährige an.

Die Vorfahren der TSG waren 1929 und 1930 deutsche Feldhandball-Meister. 1995 traten die «Eulen», wie die Friesenheimer wegen des Wappenvogels ihres Ludwigshafener Stadtteils genannt werden, mit dem Aufstieg in die 2. Liga ins Rampenlicht. Als Vizemeister in der vergangenen Saison scheiterten sie erst im zweiten Aufstiegs- Relegationsspiel am TSV Hannover-Burgdorf. Doch dieses Mal setzte sich die «Rasselbande» durch: Mit einem Durchschnittsalter von 22,9 Jahren stellte Friesenheim das zweitjüngste Team der Liga und in Junioren-Nationalspieler Christian Dissinger (18) den jüngsten Spieler im Profigeschäft.

Schon jetzt ist klar, dass die TSG mit einem Etat von knapp über einer Million Euro zu den bescheidensten Clubs der Bundesliga zählen wird. Die Fernsehgelder in Höhe von 120 000 Euro - wovon ein Mitgliedsbeitrag in Höhe von 50 000 Euro an die Liga bezahlt werden muss - sind bereits verplant für die aufwendigen Reisen nach Flensburg, Kiel oder Hamburg. «Wir werden auch in der Bundesliga nicht mehr Geld ausgeben, als wir zur Verfügung haben», sagte Manager Günter Gleich.

Kurios: Der künftige Erstliga-Konkurrent Rhein-Neckar-Löwen, der Perspektivspieler wie Gabor Ancsin, Niklas Ruß oder Alexander Becker an die Friesenheimer ausleiht, trägt zur Etatgestaltung bei. «Wenn es finanziell machbar ist, holen wir noch einen Spieler für den linken Rückraum und einen Mann für die Zentrale», sagte Trainer König, der weiter auf Nachwuchs-Talente setzt: Sechs Junioren-Nationalspieler sind jetzt schon an Bord. Einziger Vollprofi ist der Litauer Mindaugas Veta. (dpa)

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