Männer Gislason: Der Vulkan auf dem Parkett

Kiel. Trainer Alfred Gislason sieht man an, dass er von einer Vulkaninsel kommt. Kaum hat das Spiel seines THW Kiel begonnen, springt der Isländer wild gestikulierend an der Außenlinie umher, reißt die Arme gen Himmel, ballt die Fäuste, schimpft und bläst die Backen auf,
05.06.2010, 18:42
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Kiel. Trainer Alfred Gislason sieht man an, dass er von einer Vulkaninsel kommt. Kaum hat das Spiel seines THW Kiel begonnen, springt der Isländer wild gestikulierend an der Außenlinie umher, reißt die Arme gen Himmel, ballt die Fäuste, schimpft und bläst die Backen auf,

Nach dem Spiel ist von der Eruption nichts mehr zu sehen. Gislason ist dann die Ruhe selbst. Als er 2008 Meistermacher Zvonimir Serdarusic beim Rekord- Handballmeister THW Kiel beerbte, meinten viele, die Fußstapfen des kauzigen Kettenrauchers «Noka» seien zu groß. «Irgendwann ging mir das auf die Nerven», gesteht Gislason. Folglich machte er mit dem THW dort weiter, wo sein Vorgänger aufgehört hatte: 2009 Meister, Pokalsieger und Champions-League-Finalist; 2010 Meister und Champions-League-Gewinner.

Seine Duftmarke hatte der 50-Jährige schon vor seiner Zeit beim THW gesetzt: Mit dem SC Magdeburg gewann er die Champions League, den EHF-Cup, die deutsche Meisterschaft und den Supercup. Der 189-fache Nationalspieler gibt sich anders als sein Vorgänger volksnah. Serdarusic zog sich nach Erfolgen einsam in seine Kabine zurück, Gislason feiert mit Mannschaft und Fans. Die Kieler lieben den akribischen Arbeiter. «Noka» war früher, jetzt herrscht Alfred.     (dpa)

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