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Handball-Torwart Bitter pausiert im Nationalteam

Hamburg. Knapp drei Wochen nach dem WM-Debakel hat Torhüter Johannes Bitter vom Handball-Bundesligisten HSV Hamburg eine Auszeit von der Nationalmannschaft angekündigt.
18.02.2011, 18:20
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Handball-Torwart Bitter pausiert im Nationalteam

DHB-Keeper

dpa

Hamburg. Knapp drei Wochen nach dem WM-Debakel hat Torhüter Johannes Bitter vom Handball-Bundesligisten HSV Hamburg eine Auszeit von der Nationalmannschaft angekündigt.

"Für mich war immer klar, dass irgendwann eine Zeit kommen würde, in der ich mehr für meine Kinder da sein möchte", sagte der 28-Jährige in einer Presseerklärung. Seine Entscheidung habe nichts mit dem enttäuschenden elften Platz bei der WM in Schweden oder den aktuellen Diskussionen um die Auswahl zu tun. "Die Nationalmannschaft ist für mich weiterhin eine Herzensangelegenheit, bedeutet aber jedes Jahr zweieinhalb Monate Trennung von meiner Familie - zusätzlich zu den Reisen mit dem HSV. Das hat mich in letzter Zeit sehr belastet."

Der Weltmeister von 2007, der vor neun Jahren sein Debüt im Team des Deutschen Handballbundes (DHB) gab und bisher 142 Länderspiele bestritt, teilte seinen Entschluss Bundestrainer Heiner Brand telefonisch mit. Für ihn kam Bitters Schritt nicht überraschend.

"Das ist eine Entscheidung, die man akzeptieren muss und für die ich Verständnis habe. Sollte Jogi Bitter am Ende der Pause den Weg zurück in die Nationalmannschaft suchen, so steht ihm, wenn die Leistung stimmt und ich Bundestrainer bin, die Tür jederzeit offen", sagte Brand.

Bitter ließ seine Entscheidung darüber, ob er im Falle der Qualifikation für die EM 2012 in Serbien und die Olympischen Spiele in London ins Nationalteam zurückkehrt, offen.

Mit Blick auf die schweren EM-Qualifikationsspiele gegen Island, Österreich und Lettland wird neben dem Berliner Silvio Heinevetter der kurz vor der WM aus dem Kader gestrichene Lemgoer Carsten Lichtlein zum zweiten festen Keeper für Brand. Ob und wen der Bundestrainer als dritten Mann in die A-Nationalmannschaft holen wird, ist noch nicht bekannt. (dpa)

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