Nationalmannschaft Heiner Brand erwidert THW-Kritik: «Starker Tobak»

Leipzig. Bundestrainer Heiner Brand hat mit Unverständnis auf die Kritik von Handball-Rekordmeister THW Kiel an der geplanten USA-Reise der Nationalmannschaft reagiert.
04.02.2010, 14:20
Lesedauer: 1 Min
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Leipzig. Bundestrainer Heiner Brand hat mit Unverständnis auf die Kritik von Handball-Rekordmeister THW Kiel an der geplanten USA-Reise der Nationalmannschaft reagiert.

«Das ist schon starker Tobak. Da greift ein ausländischer Vereinstrainer in die Belange der Nationalmannschaft ein, und das geht eigentlich nicht», sagte der 57- Jährige der Tageszeitung «Die Welt». Kiels isländischer Coach Alfred Gislason hatte sich gegen ein für Juli geplantes Gastspiel des deutschen Nationalteams in den USA ausgesprochen und seinen dazu eingeladenen Nationalspielern mit einer nachträglichen Spielsperre gedroht. Gislason störe, dass der Termin für die Werbe-Partie in den Beginn der Saisonvorbereitung fällt.

Brand zeigte sich ob der Aussage von Gislason überrascht. «Schließlich geht die Initiative dieser Reise von der Handball-Bundesliga und nicht vom Verband aus. Wir haben zugesagt, in Chicago zu spielen, weil wir glaubten, für den deutschen Handball etwas Positives bewirken zu können», meinte Brand, der sich nach dem schlechtesten EM-Abschneiden einer Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) als Zehnter Rückhalt durch die Spitzenclubs erhofft hatte. Der 57-Jährige wolle sich nun erst einmal ruhig verhalten und «gewisse Entwicklungen abwarten».

Die DHB-Auswahl hat für den 17. Juli in Chicago eine Werbe-Partie gegen den WM-Dritten Polen angesetzt. Brand will sein Team dazu eine Woche zuvor zu einem Lehrgang zusammenziehen. Der Termin im eigentlich handballfreien Juli kam auf Wunsch der Bundesliga zustande, die in Kooperation mit dem US-Handballverband ihren Sport in den Vereinigten Staaten populärer machen will. (dpa)

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