WM-Qualifikation Letzte WM-Chance: Handball-Frauen brauchen Mut

Györ. Aufschwung oder Absturz: Der deutsche Frauen-Handball steht vor dem entscheidenden WM-Qualifikationsspiel am Scheideweg. Im Playoff-Rückspiel gegen Ungarn in Györ muss das Team des neuen Bundestrainers Heine Jensen einen Zwei-Tore-Vorsprung vom 26:24 aus dem Hinspiel verteidigen.
10.06.2011, 13:00
Lesedauer: 2 Min
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Györ. Aufschwung oder Absturz: Der deutsche Frauen-Handball steht vor dem entscheidenden WM-Qualifikationsspiel am Scheideweg. Im Playoff-Rückspiel gegen Ungarn in Györ muss das Team des neuen Bundestrainers Heine Jensen einen Zwei-Tore-Vorsprung vom 26:24 aus dem Hinspiel verteidigen.

Gelingt dies nicht, bedeutet es das Aus für die WM im Dezember in Brasilien sowie für die Olympischen Spiele 2012 in London und zieht wahrscheinlich einen radikalen Umbruch nach sich. "Wir beschäftigen uns nur damit, die deutschen Frauen nach Brasilien zu führen. Nach dem Samstag haben wir dann viel Zeit nachzudenken, was dann passiert", sagte der Däne Jensen. Unter seiner Regie sind die deutschen Frauen noch ungeschlagen. Drei Siege und ein Remis stehen zu Buche, seit er im März die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) übernommen hat.

Der 34-Jährige steht vor seiner schwersten Aufgabe. "Ich bin darauf zu 120 Prozent fokussiert. Genau wie die Spielerinnen und das ganze Trainerteam", erklärte Jensen. Die Bundesliga hat die WM-Qualifikation zur gemeinsamen Kraftanstrengung erhoben. Jensen, noch bis 30. Juni auch Trainer des HC Leipzig, wird wie in den Partien zuvor von seinen Liga-Kollegen Renate Wolf (Leverkusen), Dirk Leun (Buxtehude) und Dietmar Schmidt (Frankfurt/Oder) unterstützt.

Wie im Hinspiel kann Jensen mit seiner stärksten Formation auflaufen. Die Blessuren aus dem ersten Aufeinandertreffen mit den rustikalen Ungarinnen sind auskuriert. "Alle haben überlebt", meinte der Däne. Er erwartet von seinen Spielerinnen, dass sie an die starke zweite Halbzeit aus dem Hinspiel in Balingen anknüpfen. "In der ersten Halbzeit haben wir nur zugeguckt. In der zweiten Halbzeit waren wir mutiger. Das ist die richtige Richtung. Wir können es uns nicht leisten, eine Halbzeit zu brauchen, um ins Spiel zu kommen", forderte er.

Mit vollem Einsatz wollen die Spielerinnen ihre letzte Chance auf den WM-Startplatz wahrnehmen. "Wir haben noch Reserven", verkündete Kreisläuferin Anja Althaus. Und ihre Leipziger Kollegin Anne Müller versprach: "Für unser Ziel, die WM in Brasilien, werden wir hundert Prozent geben." In dem erwartet kraft- und nervenraubenden Spiel in Györ setzt Jensen auch auf seinen breiten Kader. "Wir müssen den Mut haben, dies auch zu nutzen", sagte der Däne und fügte an: "Es ist wichtig, dass Herz und Kopf in Györ dabei sind." (dpa)

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