Handball-Bundesliga Pekeler-Rückkehr beflügelt THW Kiel im Titelkampf

Meister gegen Pokalsieger: In der Handball-Bundesliga steht das Topduell zwischen Magdeburg und Kiel an. Beim THW sorgt vor allem die Rückkehr eines lange vermissten Leistungsträgers für Zuversicht.
18.11.2022, 11:47
Lesedauer: 2 Min
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Von dpa

Günstiger hätte der Zeitpunkt des Comebacks von Hendrik Pekeler für den THW Kiel nicht sein können.

Die Rückkehr des Abwehrchefs nach rund einem halben Jahr im Krankenstand soll den Handball-Rekordmeister im Bundesliga-Kracher beim Titelverteidiger SC Magdeburg an diesem Samstag (18.00 Uhr/ARD und Sky) zusätzlich beflügeln - auch wenn der 31-Jährige sicher noch kein entscheidender Faktor sein kann. „Es war eine lange, lange Zeit ohne Handball. Ich bin nicht von Null auf Hundert wieder der alte. Das braucht seine Zeit“, sagte Pekeler. 

Doch allein die Anwesenheit des Ex-Nationalspielers verleiht dem THW im bislang sehr ausgeglichenen Titelkampf noch mehr Sicherheit und Souveränität. Denn Pekeler wurde als Führungsfigur nicht nur auf, sondern auch neben dem Parkett vermisst. Nun ist der Kreisläufer nach seinem Achillessehnenriss zurück und heizt die Stimmung vor dem Duell mit dem Meister gleich mal richtig an: „Es wird eine unheimlich hitzige Atmosphäre werden, so wie es in den letzten Jahren immer in Magdeburg der Fall war. Aber wir fahren mit einem guten Gefühl dorthin.“  

Kiel in den vergangenen Spielen vorn

Kein Wunder, haben die Kieler in der Liga zuletzt doch dreimal in Serie gewonnen und auch die letzten drei Begegnungen gegen den SCM für sich entscheiden können. Im Pokal-Finale, im letzten Bundesligaduell der Vorsaison und im Super Cup hatte der THW stets das bessere Ende für sich. 

Entsprechend heiß sind die Magdeburger auf eine Revanche. „Gegen Kiel ist die Motivation immer groß“, sagte Trainer Bennet Wiegert. „Das Gute im Sport ist, dass die Vergangenheit keine Rolle spielt und wir die Zukunft bestimmen können. Ich hoffe, dass wir das Gesamtpaket THW Kiel dieses Mal besser bearbeitet bekommen.“

Mit einem Sieg würden die Magdeburger (17:3 Punkte) in der Tabelle zwar nicht am THW (20:4) vorbeiziehen, sich im Titelrennen bei dann drei Minuspunkten weniger aber ein kleines Polster verschaffen. Für Bundestrainer Alfred Gislason, der einst mit beiden Vereinen große Erfolge feierte, steht daher fest: „Auch wenn wir immer noch im ersten Saisondrittel sind, zählt am Ende natürlich auch der direkte Vergleich. Und daher zählen die Punkte am Samstag quasi doppelt. Die Partie ist für beide Seiten eminent wichtig.“ 

Pekeler freut sich

Pekeler freut sich auf den Schlagabtausch, den er in der mühevollen Reha lange vermisst hat. Den Schlüssel zum erhofften Erfolg sieht er in der Abwehr. „Wir wissen, was uns gegen Magdeburg erwartet. Der SCM hat drei unheimlich schnelle Rückraumspieler, die viel das Eins-gegen-Eins suchen. Da heißt es für uns, das kompakt zu lösen“, sagte Pekeler. 

Er selbst rechnet - ähnlich wie bei seinem Comeback in Erlangen am vergangenen Mittwoch - zwar nur mit kurzen Einsatzphasen. „Ich werde behutsam aufgebaut und freue mich trotzdem über jede Minute, die ich spielen kann“, sagte Pekeler. Dennoch ist der Respekt beim Rivalen vor dem Kreisläufer groß. „Wir kennen die Qualität von Hendrik Pekeler“, sagte Magdeburgs Linksaußen Lukas Mertens. „Da wird einiges auf uns zukommen.“

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