Bitter

Schuften für EM: Bitter schiebt Extra-Schichten

Herrsching/Leipzig. Ellenbogen als Achillesferse: Nach der Operation am Armgelenk von Johannes Bitter scheint die Torhüter- Position bei den Handball-Männern die verwundbarste Stelle zu sein.
08.01.2010, 13:41
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Schuften für EM: Bitter schiebt Extra-Schichten

Extra-Schichten

dpa

Herrsching/Leipzig. Ellenbogen als Achillesferse: Nach der Operation am Armgelenk von Johannes Bitter scheint die Torhüter- Position bei den Handball-Männern die verwundbarste Stelle zu sein.

Eineinhalb Wochen vor Beginn der Europameisterschaft in Österreich ist die Nummer 1 unter den drei deutschen Schlussleuten ohne Spielpraxis und rackert für sein Comeback. Bundestrainer Heiner Brand hofft, dass der Hamburger bei den Tests in Nürnberg und in Regensburg jeweils gegen den Olympia-Zweiten Island zumindest Kurzeinsätze bestreiten kann. Spätestens aber zur EM-Generalprobe am 13. Januar soll Bitter in Mannheim gegen Brasilien zwischen den Pfosten stehen.

«Ich fühle mich gut und habe keinerlei Probleme», verkündete der 27-Jährige. Während seine Auswahl-Kollegen im EM-Spielort Innsbruck einen mühsamen 30:29-Sieg gegen Österreich landeten, schob er im Vorbereitungsquartier in Herrsching am Ammersee Extra- Schichten. Laufen, Rehabilitationsübungen und leichtes Balltraining standen auf dem Programm - zuletzt gar wieder das spezifische Torwart-Training mit «Hexer» Andreas Thiel. Würfe aufs Tor in Wettkampf-Qualität aber waren noch nicht dabei.

Brand hofft dennoch, dass der 2,04-Meter-Mann rechtzeitig fit wird. «Man muss abwarten, wie er die Trainingsbelastung verträgt. Ich gehe davon aus, dass er bei der EM dabei ist. Aber 100-prozentig kann man das noch nicht sagen», erklärte der Bundestrainer. Bitter hatte sich am 28. Dezember in Heidelberg einer Operation am linken Ellenbogen unterzogen. Dabei waren ihm kleine Knorpelteile - sogenannte freie Gelenkkörper - entfernt worden, die ihm starke Schmerzen verursacht hatten. Wegen des Eingriffs hatte der Hamburger auch die letzte Bundesliga-Partie des Tabellenführers gegen den TV Großwallstadt nur als Zuschauer erlebt.

Bei den letzten beiden Vergleichen mit Island hatte Bitter auch gefehlt. Statt seiner hatten im November 2008 beim 33:33 in Oberhausen und der 29:30-Niederlage am Folgetag in Koblenz wie zuletzt auch Carsten Lichtlein (Lemgo) und Silvio Heinevetter (Berlin) das Tor gehütet. Beide sind auch zumindest in Nürnberg erste Wahl und wollen sich vor den mehr als 8000 Fans in der Arena in EM- Form präsentieren. (dpa)

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