Landesliga-Tabellenführer SV Grohn kassiert gegen Tuspo Surheide erstes Gegentor und erste Saisonniederlage Handelfmeter stoppt die „Husaren“

Ein von Sebastian Seebeck verwandelter Handelfmeter besiegelte am fünften Spieltag der Fußball-Landesliga die erste Niederlage des SV Grohn. Die "Husaren" kassierten beim 0:1 (0:0) gegen Tuspo Surheide zudem ihr erstes Gegentor – und das nach exakt 422 Minuten.
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Von Jens Pillnick

Ein von Sebastian Seebeck verwandelter Handelfmeter besiegelte am fünften Spieltag der Fußball-Landesliga die erste Niederlage des SV Grohn. Die "Husaren" kassierten beim 0:1 (0:0) gegen Tuspo Surheide zudem ihr erstes Gegentor – und das nach exakt 422 Minuten.

Grohn. Der SV Grohn ist nicht unbesiegbar, und das Tor der "Husaren" keine absolute Tabuzone. Für diese Erkenntnis sorgte gestern Tuspo Surheide, das dem bis dahin verlustpunktfreien Tabellenführer der Fußball-Landesliga mit dem 1:0 (0:0)-Auswärtserfolg nicht nur die erste Niederlage, sondern auch das erste Gegentor beibrachte. Tabellenführer ist jetzt der SV Grambke-Oslebshausen, der das Verfolgerduell gegen den FC Oberneuland II mit 3:1 gewann.

"Wir waren zu passiv. Nach sieben Pflichtspielsiegen glaubt man, alles lösen zu können", machte Grohns Trainer Malte Jaskosch die Siegesserie aus Pokal- und Punktspielen für eine gewisse Leichtigkeit im Umgang mit einer schweren und unangenehmen Aufgabe gegen einen lange gut organisierten Gegner verantwortlich. Einen Gegner, den der SV Grohn aber in der Schlussphase sogar noch hätte überrollen können. Denn der unglückliche Treffer zum 0:1 (66.) löste die Bremse bei den "Husaren". Ein Distanzschuss war am nicht angelegten, aber auch nicht mutwillig zu Hilfe genommenen Arm von Eric Kientega gelandet, und der Schiedsrichter hatte auf auf Strafstoß entschieden. Jaskosch: "Kann man geben. Muss man nicht geben."

Angetrieben vom eingewechselten Enis Baki, der in der letzten Minute noch die Ampelkarte sah, und dem aufgerückten, bärenstarken Abwehrchef Jan-Philipp Heine nahmen die Platzherren das Herz endlich in die Hand und brannten ein Offensivfeuerwerk ab. Glücklos allerdings. Denn Enis Baki (68.), Elvan Öksel (69.), Jannis Kurkiewicz (71./77.), Jan-Philipp Heine (75.), und Eric Kientega (85.) scheiterten aus guten Positionen an Tuspo-Schlussmann Serdar Güney, an sich dazwischen werfenden Abwehrspielern oder setzten den Ball neben oder über das Tor. "Wir können uns nicht beschweren. Wir haben sechs, sieben klarste Möglichkeiten gehabt", erklärte Trainer Malte Jaskosch, der seine Mannschaft nach dem Abpfiff umgehend in die Pflicht nahm: "Jetzt hat’s uns erwischt. Wir müssen daraus unsere Lehren ziehen und es besser machen."

Besser machen hätten die "Husaren" in der ersten Stunde einiges. Die Angriffsversuche über die Flügel erwiesen sich als relativ harmlos, immer wieder kam der letzte Ball zu ungenau. Die Doppelspitze mit Elvan Öksel und Jannis Kurkiewicz machte aus den sich bietenden Möglichkeiten zu wenig, die Standards blieben insgesamt blass und das Nachrücken bei guten Bällen in die Spitze verlief zu schleppend. Unter dem Strich sah es lange so aus, als wenn dem SV Grohn der unbedingte Siegeswille fehlt. Als die Grohner nach dem Rückstand alles auf eine Karte setzten, hatte sich Fortuna den Seestädtern angeschlossen. Viel Glück wünschten alle Beteiligten nach dem Abpfiff vor allem Wladislaw Peifer (Grohn) und Dennis Zentara, die in der letzten Minute mit den Köpfen zusammengekracht waren und mit blutenden Wunden ärztlich versorgt werden mussten.

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