TV Lilienthal tut sich beim 8:5 in Leipzig lange Zeit schwer, am Ende gibt es aber gleich doppelt Grund zur Freude Harte Arbeit, fürstlicher Lohn

Lilienthal. And the winner is: TV Lilienthal. Während in Hollywood die Oscars vergeben wurden, feierte der Floorball-Bundesligist ebenfalls ein traumhaftes Wochenende.
01.03.2016, 00:00
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Harte Arbeit, fürstlicher Lohn
Von Tobias Dohr

And the winner is: TV Lilienthal. Während in Hollywood die Oscars vergeben wurden, feierte der Floorball-Bundesligist ebenfalls ein traumhaftes Wochenende. Und das nicht nur wegen des eigenen 8:5 (1:1, 5:1, 2:3)-Auswärtssieges beim SC DHfK Leipzig, sondern vor allem aufgrund der Ergebnisse der Konkurrenz. Denn Berlin und Wernigerode nahmen sich beim 4:4 gegenseitig die Punkte weg, während Kaufering in Chemnitz gar verlor. Im Klartext heißt das: Die „Wölfe“ haben nun schon elf Punkte Vorsprung auf Rang drei – bei nun nur noch vier ausstehenden Saisonspielen.

Die direkte Qualifikation für das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft ist den Lilienthalern also praktisch nicht mehr zu nehmen. Bis es soweit war, musste sich das Team von Trainer Remo Hubacher aber mächtig strecken. „Wenn der DHfK mit der gesamten Kaderstärke gegenübersteht, haben sie ein klasse Team. Dementsprechend schwer sind wir auch ins Spiel gekommen“, berichtete der TVL-Coach.

Die Leipziger – obwohl in der Tabelle weit abgeschlagen auf dem vorletzten Platz – setzten ihre Gäste früh unter Druck. Das bekam den Lilienthalern zunächst überhaupt nicht. Folgerichtig gingen die Hausherren schon in der vierten Minute nach einem Ballverlust von Frank Brinkmann durch Juuso Laamanen in Führung. Die „Wölfe“ taten sich lange Zeit schwer. Janos Bröker gelang zwar nach 13 Minuten der Ausgleich, doch mehr war – trotz eines zweiminütigen Überzahlspiels – nicht zu holen im ersten Drittel.

Dass die Gäste nicht höher zurücklagen, hatten sie ihrem Keeper Dennis Fidelak zu verdanken, der den urlaubenden Nils Hallerstede hervorragend vertrat. Fidelak bekam im Mitteldrittel dann aber deutlich weniger zu tun, denn die „Wölfe“ drehten nun auf. „Da konnten wir unsere Ballsicherheit ausspielen“, sagte Kapitän André Heißenbüttel. Zunächst gelang Toni Schnelle aber erst noch das 2:1 für Leipzig (22.). Doch danach übernahmen die Lilienthaler endgültig das Kommando. Heißenbüttel (29.), Mark Oliver Bothe (30.), Tuomas Rautio (33.), Janos Bröker (38.) sowie Tobias Melde eine Sekunde vor der Pausensirene sorgten für einen beruhigenden 6:2-Vorsprung. Damit war die Partie auch im Prinzip vorzeitig entschieden. Als der junge Leon Bauer nur vier Sekunden nach Beginn des Schlussdrittels zum 7:2 traf, schienen auch die „Wölfe“ einen Haken hinter das Spiel gesetzt zu haben. Jedenfalls wurden sie fortan wieder passiver und drosselten das Tempo. „Da haben wir uns den Schneid komplett abkaufen lassen“, ärgerte sich Co-Trainer Daniel von der Heyde.

Leipzig gelangen so drei weitere Treffer, ohne dass die Gäste Gefahr liefen, das Spiel noch aus der Hand zu geben. Bröker erzielte schließlich das letzte Lilienthaler Tor. „Für einen Punktgewinn im nächsten Heimspiel gegen Berlin müssen wir eine deutliche Steigerung zeigen“, zog Cheftrainer Remo Hubacher Bilanz nach diesem Pflichtsieg der Lilienthaler, der die Tür zum Halbfinale dennoch weit aufgestoßen hat.

TV Lilienthal:

Fidelak, Dämpfert; Bothe, Bröker, Minnermann, Kleinhans, Brinkmann, Gersdorf, Stierle, Rautio, Osmers, Bauer, Appenrodt, Bieger, Diaz de Armas, Ebbinghaus,

Heißenbüttel, Siljamo, Seitz,

Melde

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