Rund 3000 Mitglieder sorgen in Sudweyhe für eine vitale Zukunft - auch sportlich Hauptsache gesund

Sudweyhe. Auf den ersten Blick sieht das Vereinsgebäude des TuS Sudweyhe eher unscheinbar aus, doch ein genauerer Blick ins Innere des Hauses lohnt sich und verrät: Hier handelt es sich um ein echtes Schmuckkästchen. Binnen weniger Meter reiht sich eine hochmoderne Räumlichkeit an die nächste, ein Wechsel zwischen den Sportarten ist in Nullkommanix möglich. Ein Umstand, der sich längst herumgesprochen hat, mittlerweile zählt der Verein rund 3000 Mitglieder - eine Zahl, von der mancher Klub nur träumen kann. "Das ist schon bemerkenswert, allein wenn man bedenkt, dass in Sudweyhe gerade einmal knapp 2900 Menschen leben", erzählt der 1. TuS-Vorsitzende Heinz-Wilhelm Clausen nicht ohne Stolz.
28.05.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Hauptsache gesund
Von Malte Bürger

Sudweyhe. Auf den ersten Blick sieht das Vereinsgebäude des TuS Sudweyhe eher unscheinbar aus, doch ein genauerer Blick ins Innere des Hauses lohnt sich und verrät: Hier handelt es sich um ein echtes Schmuckkästchen. Binnen weniger Meter reiht sich eine hochmoderne Räumlichkeit an die nächste, ein Wechsel zwischen den Sportarten ist in Nullkommanix möglich. Ein Umstand, der sich längst herumgesprochen hat, mittlerweile zählt der Verein rund 3000 Mitglieder - eine Zahl, von der mancher Klub nur träumen kann. "Das ist schon bemerkenswert, allein wenn man bedenkt, dass in Sudweyhe gerade einmal knapp 2900 Menschen leben", erzählt der 1. TuS-Vorsitzende Heinz-Wilhelm Clausen nicht ohne Stolz.

Die Begründung für den hohen Mitgliederstand ist jedoch ebenso einfach wie logisch. "Du musst die Zeichen der Zeit erkennen, und genau das habe ich damals gemacht", erklärt Clausen. Anfang der 1990er Jahre - und damit viel früher als viele andere Vereine - setzte er auf den Faktor Gesundheit. "Es gab damals viele Widerstände. Einige haben nicht verstanden, warum wir uns darauf konzentrieren, anstatt die bestehenden Sparten noch weiter auszubauen", verrät er.

Doch Clausen hatte eben eine Vision, und die wollte er verwirklichen. So schuf er das Markenzeichen SGL (Sport - Gesundheit - Lebensfreude), dass die Teilbereiche Fitness, Wellness, Prävention und Rehabilitation vereinen sollte. Außerdem hatte er sich längst daran gewöhnt, unpopuläre Entscheidungen treffen zu müssen. Im Alter von gerade einmal 26 Jahren hat er das Amt des Vorsitzenden "übergebügelt" bekommen, wie er sagt - weil er schon immer einer war, der im Verein gerne den Mund aufgemacht habe. Als er damals, 1976, anfing, begann jedoch erst einmal ein Lernprozess. "Ich war anfangs sehr blauäugig. Ich habe immer gedacht, dass ich mich bei einem Entschluss für eine Sache entscheide, doch ich habe schnell gemerkt, dass man eigentlich immer gegen jemanden sein muss.", erzählt er. "Deine Kritiker hast du jedenfalls schnell."

Eingeschlagen wie eine Bombe

Diese harte Schule half jedoch dabei, knapp 15 Jahre später für sein Projekt einzustehen. So gibt es seit 1992 eine Herzgruppe in Sudweyhe, inzwischen ist diese zu einer der größten Niedersachsens herangewachsen. "Das ist damals ein Modellprojekt gewesen, aber es ist eingeschlagen wie eine Bombe", erinnert sich Clausen. "Das war mir aber bewusst. Wenn ich heute lese, dass das Gesundheitssystem nicht mehr finanzierbar ist, sind wir als Vereine doch im Prinzip die besten, um das auszugleichen."

In der Folge entwickelte sich der Vitalitätsaspekt beim TuS immer weiter, bis zum heutigen Tag hat sich das Angebot stetig vergrößert. Bereits für die ganz Kleinen werden Kurse und Einrichtungen unter einem Dach angeboten, letztlich kann bis hinauf ins hohe Alter unter fachkundiger Leitung in Sudweyhe Sport betrieben werden. Eine Entwicklung, die unter anderem vom damaligen Deutschen Sportbund und dem Niedersächsischen Turnerbund in großem Umfang honoriert wurde.

Bei all der Fokussierung auf den Gesundheitsaspekt hat Heinz-Wilhelm Clausen die Bedürfnisse und Ansprüche der übrigen Sparten nie außer Acht gelassen. "Ich bin ganz stolz darauf, dass dieser Verein trotz dieser Größe und der vielen Neuerungen familiär geblieben ist", erklärt er. "Wir können immer auf einer vernünftigen Ebene miteinander diskutieren. Alle Sparten haben bei uns das gleiche Recht, ganz egal wie groß sie sind. Wir haben wirklich ein tolles Team beisammen."

Die Mitgliederzahlen stimmen, das Angebot ohnehin - es scheint, als würde der TuS Sudweyhe gleich in doppelter Hinsicht in eine gesunde Zukunft steuern.

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