TVL-Floorballer gehen im Gipfeltreffen bei Rekordmeister Weißenfels mit 5:16 unter Heftige Bruchlandung

Lilienthal. Dominant war der UHC Weißenfels schon immer in der Floorball-Bundesliga. Das, was der Rekordmeister aber momentan in der deutschen Eliteliga zeigt, ist nicht einmal mehr mit der Übermacht der Münchner Bayern im Fußball zu vergleichen.
22.02.2016, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Heftige Bruchlandung
Von Tobias Dohr

Dominant war der UHC Weißenfels schon immer in der Floorball-Bundesliga. Das, was der Rekordmeister aber momentan in der deutschen Eliteliga zeigt, ist nicht einmal mehr mit der Übermacht der Münchner Bayern im Fußball zu vergleichen. 13 Spiele, 13 Siege, dabei ein Torverhältnis von mittlerweile 194:46. Dieser Wucht des unangefochtenen Tabellenführers hatte auch der TV Lilienthal, seines Zeichens immerhin erster Verfolger der Weißenfelser, nichts, aber auch gar nichts entgegenzusetzen. Am Ende unterlagen die „Wölfe“ mit 5:16 (1:5, 2:6, 2:5).

Damit mussten die Lilienthaler – ähnlich wie bereits beim 5:15 im Hinspiel – mächtig Lehrgeld zahlen und einsehen, dass der Rekordmeister noch immer meilenweit entfernt ist. Genau wie im Hinspiel fehlte auch dieses Mal wieder Stammtorwart Nils Hallerstede. An Ersatzmann Dennis Fidelak lag es aber am allerwenigsten, dass die Lilienthaler schon nach dem ersten Drittel praktisch unaufholbar in Rückstand lagen. Knapp zehn Minuten hielt die TVL-Defensive der Dauerbelagerung des Favoriten richtig gut stand – dann brach Sebastian Bernieck den Bann (9.).

Nach dem 0:2 durch Thomas Händler sorgte der junge Leon Bauer mit dem 1:2-Anschlusstreffer kurz für Hoffnung (12.). Die Lilienthaler spielten nun weiter mutig nach vorne, die knapp 300 Zuschauer bekamen eine Partie mit enorm vielen Offensivszenen zu sehen. Gerade als die „Wölfe“ kurz vor dem Ausgleich standen, schlug Weißenfels zu. Mit drei Treffern innerhalb von nur zweieinhalb Minuten sorgte der Rekordmeister für eine Vorentscheidung. Genau diese Qualität machte an diesem Tag den Unterschied aus – das wusste auch Lilienthals Trainer Remo Hubacher: „Weißenfels hat viel Druck gemacht und jeden unserer individuellen Fehler gnadenlos mit einem Gegentor bestraft.“

Die allerletzten Zweifel waren dann nach einem weiteren Doppelschlag kurz nach Beginn des zweiten Drittels aus der Welt geschafft: Nur 18 Sekunden benötigten die Hausherren, um aus dem 5:1 ein 7:1 zu machen. Dennoch steckten die „Wölfe“ nicht auf. Der enorm fleißige Miro Siljamo verkürzte auf Vorarbeit von Janos Bröker auf 2:7 (26.). Kurze Zeit später gelang dann auch dem deutschen Nationalspieler ein Treffer – vor Brökers Tor in Überzahl hatte allerdings Weißenfels schon wieder zwei weitere Male getroffen. Mit 3:11 aus Lilienthaler Sicht ging es in die letzte Pause.

Nach zwei weiteren Gegentoren zu Beginn des Schlussdrittels hatten die Gäste erneut eine Überzahlsituation, die diesmal aber ungenutzt blieb. Erst als die beiden Teams kurz darauf wieder in gleicher Mannstärke auf dem Feld standen, gelangen den „Wölfen“ zwei weitere Tore. Das 4:13 legte Torben Kleinhans auf, beim 5:13 sorgte Miro Siljamo für die Vorarbeit – beide Mal vollendete Janos Bröker. Der Lilienthaler Topscorer wurde nach dem Spiel dann auch folgerichtig zum „Man of the Match“ auf Lilienthaler Seite gewählt.

Die drei weiteren Weißenfelser Treffer zum 16:5-Endstand konnte aber auch Bröker nicht verhindern. Am Ende mussten die Gäste die Überlegenheit des Gegners neidlos anerkennen. Auf welch gutem Niveau der Rekordmeister mittlerweile durchgängig besetzt ist, verdeutlicht der Blick auf die Torschützenliste des Spiels: Wo früher oftmals ein oder zwei Legionäre für die meisten Treffer und Vorlagen verantwortlich waren, trugen sich gegen Lilienthal gleich zehn verschiedene Torschützen beim UHC in die Trefferliste ein.

Remo Hubacher konnte mit der Leistung seines Teams dennoch gut leben: „Wir sind gut ins Spiel gekommen. Vor allem nach dem Anschlusstreffer zum 2:1 hatten wir einige gute Chancen auf den nächsten Treffer. Leider ist uns hier das Glück verwehrt geblieben“, sagte der TVL-Coach. „Trotzdem hat mein Team nie aufgegeben und bis zum Ende weiter gekämpft. Wir können aus diesem Spiel viel lernen und müssen für die jetzt folgenden Spiele an den richtigen Schrauben drehen, um weiterhin in der Erfolgsspur zu bleiben.“

TV Lilienthal:

Fidelak; Bröker, Minnermann, Kleinhans, Brinkmann, Gersdorf, Marc Lubes, Rautio, Osmers, Bauer, Stierle, Diaz de Armas, Grabau,

Heißenbüttel, Siljamo, Seitz,

Westphal, Melde

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