Fußball Heiligenfelder Wirkungstreffer

Björn Isensee bringt Heiligenfelde in Front, kurz nach der Pause legt Roman Obst nach. Danach kommt der TuS Sudweyhe nicht mehr ins Spiel zurück.
25.08.2019, 17:12
Lesedauer: 3 Min
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Von Karsten Bödeker

Heiligenfelde. Der SV Heiligenfelde hat in der Fußball-Bezirksliga das nächste Ausrufezeichen gesetzt. Gegen den TuS Sudweyhe gelang der Mannschaft von Trainer Torben Budelmann ein 4:0 (1:0)-Erfolg. Weil Inter Komata Nienburg und der TuS Sulingen II patzten, grüßt der SVH wieder von ganz oben.

Den guten Sudweyher Beginn erstickte Björn Isensee mit einem Abstaubertor nach gut einer halben Stunde. Sudweyhes Trainer Christian Mach nannte das Tor einen Wirkungstreffer. Diese Bezeichnung galt erst recht für das 2:0 durch Roman Obst kurz nach der Pause. Er lief eine Position weiter vorne als sonst, nämlich im Mittelfeld, auf. Auch die beiden weiteren Torschützen Tobias Dickmann und Joshua Brandhoff verdienten besondere Erwähnung. Dickmann fiel in einer ausgeglichen starken Heiligenfelder Mannschaft noch ein bisschen mehr auf – nicht nur, weil er mehr als zwölf Kilometer gelaufen sei, wie Trainer Budelmann schmunzelte. Brandhoff traf nach Einwechslung nach drei Wochen Verletzungspause.

Dass das Ergebnis verdient war, fanden sowohl Budelmann als auch Mach. Budelmanns Bewertung war erwartungsgemäß, während Machs Urteil eher ernüchtert klang. Sudweyhes Trainer blieb während der Darbietung seiner Mannen ziemlich ruhig. Das galt für die Sudweyher Fußballer nur eingeschränkt. „Wir fangen an zu reden und zu meckern statt Fußball zu spielen. Da bin ich richtig stinkig.“ Das galt umso mehr, als die Sudweyher auch taktisch nicht besonders präsent waren. Um mit Mach zu sprechen: „Wir haben in vielen Szenen katastrophal geschlafen.“ Budelmann dagegen war nicht nur angesichts des anstehenden Teamausflugs zum Brokser Markt spürbar zufrieden. „Unsere Anfangsphase war nicht berauschend. Wir hatten zwischendurch etwas Glück, haben dann ein bisschen umgestellt und die Tore zum richtigen Zeitpunkt geschossen.“

Das Spiel sei enger gewesen, als es das 4:0 aussagt, so Budelmann weiter. Er spielte damit auf zwei Torchancen an. Bei der deutlich klareren machte Sudweyhe das 0:1 eben nicht, während kurz darauf das 1:0 eher aus dem Nichts fiel. Sudweyhes Stephen Bohl hatte sich durchgesetzt und nur Keeper Jörn Wachtendorf vor sich. Der Torwart in zweiter Generation parierte aber die Eins-gegen-eins-Situation (25.). Gut zehn Minuten später verloren die Sudweyher den Ball im Aufbau. Der SVH schaltete schnell, Dickmann schoss von der Strafraumgrenze. Sudweyhes Keeper Mirko Meyer lenkte den Ball an den Pfosten und Isensee staubte ab zum 1:0 (37.). Routinier Meyer, der im Sommer aufgehört hatte, stand für den verletzten Stammkeeper Jannik Theiß im Tor. Torschütze Isensee war bis dahin von den engagiert und konzentriert spielenden Sudweyhern komplett abgemeldet. „Wir hatten die richtig griffig gespielt“, so Mach.

Seine Mannen fanden nach dem Gegentor nicht wieder ins Spiel. „Wir sind in die Pause gewankt“, meinte Sudweyhes Trainer. „Nach einer Aussprache sind wir voller Tatendrang aufs Feld gekommen.“ Und dann das: Heiligenfelde schlug eine Ecke auf den zweiten Pfosten. Von dort legte Frank Weseloh völlig unbedrängt den Ball auf den aufgerückten Obst, der das 2:0 markierte (48.). Dass der TuS-Tatendrang dadurch merkbar gebremst wurde, war folgerichtig. Mach wechselte mit Maik Behrens und Justin Pakleppa zwei Offensivkräfte ein, die Bohl unterstützen sollten. Die Folge waren zwei Chancen durch Bohl. Die Balance ging durch die nötigen verstärkten Offensivbemühungen verloren. „Das hat uns in die Karten gespielt“, so Budelmann. Denn der SVH konnte nun befreiter kontern. Die Räume dazu waren da. Sudweyhe konnte dagegen nichts mehr zusetzen. Dickmann belohnte sich mit dem 3:0 (76.). Gemeinsam mit Isensee hatte er im Mittelfeld die Räume eng gemacht und gezielte Akzente nach vorne gesetzt. Brandhoff, der vorsichtig wieder ans Team herangeführt wird, traf noch zum insgesamt etwas zu hohen 4:0 (90.+1). „Bei allem Respekt“, bilanzierte Mach nach der dritten Niederlage im vierten Spiel, „ein 8:1 gegen Okel darf man eben nicht überbewerten. Vor allem nicht, wenn man auf einen Gegner wie Heiligenfelde trifft.“ Das habe sein Team offenbar nicht verinnerlicht. „Ich habe auch das vorm Spiel angesprochen.“ Umsetzen konnten die Sudweyher das nicht. „Nach dem Abpfiff hat mir ein Spieler gesagt, dass es genauso gekommen ist.“ Hinterher weiß man eben mehr.

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