VSK Osterholz-Scharmbeck Heimsieg ist Pflicht

Osterholz-Scharmbeck. Auch wenn der VSK Osterholz-Scharmbeck die Nagelprobe in der Fußball-Landesliga mit einer 0:1-Schlappe beim Heeslinger SC nicht bestand, wollen sich die Grün-Weißen nicht davon abbringen lassen, in dieser Saison ganz oben mitzumischen.
21.09.2013, 00:00
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Von Karsten Hollmann

Auch wenn der VSK Osterholz-Scharmbeck die Nagelprobe in der Fußball-Landesliga mit einer 0:1-Schlappe beim Heeslinger SC nicht bestand, wollen sich die Grün-Weißen nicht davon abbringen lassen, in dieser Saison ganz oben mitzumischen. Aus diesem Grunde ist aber ein Heimsieg über den SV Eintracht Lüneburg am Sonntag um 15 Uhr Pflicht. Bewähren muss sich dabei besonders der zuletzt lauffaule VSK-Sturm.

Das Spiel beim Heeslinger SC sollte für den VSK Osterholz-Scharmbeck den Hinweis liefern, ob das Team von Co-Trainer Andreas „Auge“ Grote schon zu den Spitzenmannschaften der Fußball-Landesliga gehört. Die Grün-Weißen bestanden die Nagelprobe mit einer 0:1-Niederlage nicht. Auch deshalb würde VSK-Coach Günter Hermann im Hinblick auf das Heimspiel gegen den Neunten SV Eintracht Lüneburg am Sonntag um 15 Uhr gerne einiges verändern – doch die Personalnot hindert ihn daran.

Dennoch sollten die Schützlinge seine Geduld nicht überbeanspruchen. „Einige Spieler laufen einfach zu wenig. Dies betrifft vor allem unseren Sturm. So etwas gucke ich mir eins, zwei Mal an. Dann ziehe ich notfalls einen Mittelfeldspieler nach vorne oder biete einen A-Junioren im Angriff auf“, drohte Hermann seinen lauffaulen Offensivkräften. Ein Beispiel sei Goalgetter Yasin Bilgin, der sein Trainingspensum nach nach einem mageren Anfangswochen eigentlich erhöht hatte, zuletzt aber meist nur noch einmal in der Woche beim Training anzutreffen gewesen sei, so Hermann. „Dann muss sich auch mal für mich laufen. Dies gilt aber nicht nur für Yasin“, merkte der Trainer an. Am liebsten würde Hermann bereits sofort reagieren: „Wenn ich die Möglichkeiten hätte, müssten sich jetzt einige warm anziehen.“

Hermann ärgert sich darüber, gegen einen keinesfalls übermächtigen Gegner die erste Niederlage bezogen zu haben: „Unsere Abwehr hat bis zum dummen Gegentor zum 0:1 hinten nur sehr wenig zugelassen. Erst danach haben sich Konterchancen für Heeslingen ergeben, weil wir mehr nach vorne tun mussten. Letztlich wird so ein Spiel aber durch das Zweikampfverhalten und die Laufbereitschaft entschieden. Wenn diese Sachen bei uns gestimmt hätten, wäre auch die Niederlage nicht weiter schlimm gewesen.“

„Zu überheblich aufgetreten“

Dennoch wolle er trotz der Schlappe in der richtungsweisenden Partie den weiteren Saisonverlauf nicht von einem Match abhängig machen: „Man kann auch mal ein Spiel verlieren, wenn man dann die nächste Partie wieder gewinnt. Dann würden wir den Anschluss nicht verlieren.“ Einige Spieler seien in Heeslingen aber zu überheblich aufgetreten. „Die Art und Weise stimmt mich nachdenklich“, sagte Hermann. Dennoch sei die Qualität im Kader nach wie vor hoch genug, um ganz oben mitzuspielen. „Mannschaften wie der SV Teutonia Uelzen oder FC Eintracht Cuxhaven sind auch nicht besser als wir“, versicherte er. Sein Sohn Patrick konnte diese Woche ebenso wie Marc-Patrick Tietjen, Niklas Sabas und Sven Meinecke nicht trainieren, Kapitän Julian Stroppel nur eingeschränkt. Baris Kocademir wird genau wie Mahmoud Manaa weiter ausfallen. „Dennoch sind wir immer noch eine der spielstärksten Teams. Wir müssen unsere Leistung nur immer abrufen“ (Hermann).

Lüneburg präsentierte sich in dieser Saison noch viel mehr als launische Diva. Eine deutliche Niederlage gegen Hambergen zu Saisonbeginn folgten ein paar überzeugende Siege, wie zuletzt der über Hagen/Uthlede. „Dies bestätigt mich aber nur darin, dass man in dieser Liga jeden Gegner ernst nehmen muss“, ließ Günter Hermann wissen. Mit zwölf Gegentoren besitzt Lüneburg eine recht solide Abwehr, die nur von fünf Formationen übertroffen wird.

Wer diese Abwehr knacken soll, ließ Hermann offen. „Fest steht, dass der Funke vom Angriff auf den übrigen Teil der Mannschaft überspringen muss. Dafür müssen sich unsere Stürmer mehr bewegen“, forderte der 52-Jährige. Der VSK verfügt mit sechs Gegentreffern über die zweitbeste Hintermannschaft hinter Spitzenreiter Uelzen. Mit ihren fünf Toren gegen Hagen/Uthlede schoss sich Lüneburg warm. Damit markierte das Krienke-Team in einem Match genauso viele Tore wie in den sechs Partien davor zusammen. Lüneburgs Eduard Geist traf doppelt gegen Hagen.

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