Frauen-Oberliga: HSG Grüppenbühren/Bookholzberg fehlt gegen VfL Oldenburg III nach großem Kampf die Cleverness – 28:30 Herbec und der entscheidende Fehlwurf

Ganderkesee-Bookholzberg. Sie haben lange Zeit geführt, am Ende dann aber doch die Nerven verloren: Im Heimspiel gegen den VfL Oldenburg III mussten die Handballerinnen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg am Freitagabend eine 28:30 (13:9)-Heimniederlage hinnehmen. Für den Aufsteiger, der den vorletzten Platz der Oberliga-Tabelle belegt, war es bereits die achte Pleite am Stück.
16.02.2015, 00:00
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Von Niklas Johannson

Sie haben lange Zeit geführt, am Ende dann aber doch die Nerven verloren: Im Heimspiel gegen den VfL Oldenburg III mussten die Handballerinnen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg am Freitagabend eine 28:30 (13:9)-Heimniederlage hinnehmen. Für den Aufsteiger, der den vorletzten Platz der Oberliga-Tabelle belegt, war es bereits die achte Pleite am Stück. „Wir haben nicht viele, dafür aber die entscheidenden Fehler gemacht“, haderte Grüppenbührens Co-Trainer Timo Hermann.

Die Gastgeberinnen begannen die Partie mit Torhüterin Ann-Kathrin Müller, Katrin Hoppe, Bianca Herbec, Sonja Gode, Katja Hammler, Jasmin Borchers sowie Wiebke Möller – und diese Sieben fand sehr gut ins Spiel, schnell stand es 2:0 (2.). Auch in der zehnten Minute lag Grüppenbühren noch vorne, hätte aber deutlich höher als 6:5 führen können, wenn Oldenburgs Torhüterin Jana Kern nicht zahlreiche starke Paraden gezeigt hätte. In der 24. Minute hatte Jasmin Borchers per Tempogegenstoß die große Chance zum 9:7, wurde aber regelwidrig am Wurf gehindert, was die Schiedsrichter Sebastian Reiners und Robin Politzke nicht ahndeten. „Für so ein Foul hat unsere Spielerin Mareike Hermann eine Woche vorher zwei Spiele Sperre bekommen“, ärgerte sich Co-Trainer Timo Hermann. Dank guter Deckungsarbeit setzten sich die Gastgeberinnen bis zur Halbzeitpause aber auf 13:9 ab.

Kurz nach Wiederbeginn verlor Grüppenbühren in der Offensive jedoch den Faden, sodass Oldenburg zum 12:14 kam. Möller, Borchers und Hammler ließen im weiteren Verlauf klare Chancen aus, was sich prompt rächte: Die Gäste erzielten in der 42. Minute den Ausgleich – 17:17. Wenig später brachte Borchers ihr Team beim 20:18 (45.) wieder mit zwei Toren in Front. Grüppenbührens Cheftrainer Stefan Buß wechselte nun auf der Torwartposition und brachte Anna Fischer, die ihren ersten Ball gleich entschärfen konnte. Zehn Minuten vor dem Ende erhöhte die Heim-Sieben auf 24:21, geriet danach aber in eine Unterzahlsituation. Grüppenbühren hielt sich trotzdem schadlos und schien die Weichen damit bereits auf Sieg gestellt zu haben. Oldenburg disponierte in der Abwehr um und nahm die in Hälfte zwei überragend spielende Möller nun in enge Manndeckung. Ein taktischer Schachzug, der nicht funktionierte: Möller gelang dennoch ihr zehntes Tor des Spiels zum 25:22 (53.). Beim Stand von 25:23 bekam das Heim-Team einen Siebenmeter zugesprochen, zudem gab es eine Zeitstrafe gegen Oldenburg. Grüppenbühren hatte nun alles in der Hand: Zwei-Tore-Führung, Überzahl und die Chance, per Strafwurf weiter zu erhöhen. Die bärenstarke Bianca Herbec, die insgesamt auf elf Treffer kam, hatte im gesamten Spiel nur eine schwache Szene – und zwar jenen Siebenmeter, den sie an die Latte drosch. Auf der anderen Seite hatte Torhüterin Ann-Kathrin Müller Pech, als sie sich den Ball mehr oder weniger selbst reinlegte – 25:24 (55.). Kurz darauf stand es dann 25:25 (56.).

In den letzten Minuten blieb es eng. Beim 28:28 (58.) hätte wohl keiner der rund 80 Zuschauer vorhersagen können, welche Mannschaft siegen würde. Dann kam es zur Schrecksekunde des Spiels: Herbec blieb nach einem Zusammenprall am Boden liegen und musste ausgewechselt werden. „Wir hoffen, dass es nicht zu schlimm ist, da wir personell sowieso schon am Stock gehen“, sagte Timo Hermann. 50 Sekunden vor dem Abpfiff ging Oldenburg mit 29:28 in Front und machte kurz vor dem Ende alles klar – 30:28.

Grüppenbühren belohnte sich nach einer leidenschaftlichen Leistung nicht. Co-Trainer Hermann war hinterher sauer auf die Schiedsrichter. „Diese Kann-Muss-Entscheidungen fallen immer gegen uns. Es gab zwei bis drei sehr strittige Szenen“, betonte er. Seiner Mannschaft sprach Hermann allerdings ein Lob aus: „Wir haben im Training hart gearbeitet, und jeder hat das Ergebnis gesehen.“

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