Kommentar über WM-Aus der DFB-Frauen

Herber Verlust

Das Verpassen des Halbfinals und damit des olympischen Turniers 2020 wird für die DFB-Elf negative Folgen haben, sagt unser Autor Jörg Niemeyer.
30.06.2019, 21:58
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Herber Verlust
Von Jörg Niemeyer
Herber Verlust

Die DFB-Auswahl der Frauen waren im Viertelfinale der Fußballweltmeisterschaft in Frankreich gegen Schweden unterlegen.

Sebastian Gollnow /dpa

Wie groß der Schaden durch das WM-Aus der deutschen Fußballerinnen in der öffentlichen Darstellung und Wahrnehmung des Teams ist, wird sich noch zeigen. Olympia 2020 in Tokio findet ohne die DFB-Frauen statt. Das heißt: Mindestens bis zur EM in England 2021 werden sie es schwer haben, sich gut zu präsentieren. Denn mehr noch als bei den Männern gilt bei den Frauen im Fußball, dass nur die großen Turniere eine Bühne sind, um nachhaltig für sich zu werben.

Doch die Enttäuschung scheint sich bei den Offiziellen des Deutschen Fußball-­Bunds in Grenzen zu halten. Interimspräsident Rainer Koch hofft, dass die Euphorie nach dem EM-Sieg der deutschen U 17-­ Frauen in diesem Jahr und den guten Leistungen einiger junger Spielerinnen bei der WM nun nicht abebben möge. Aber viele Talente in der Gegenwart garantieren noch längst nicht den Erfolg in der Zukunft.

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Natürlich müssen die DFB-Verantwortlichen nach vorne schauen. Doch sie sollten den schweren Rückschlag, den ihr Frauen-­Team gerade erlitten hat, nicht schönreden. Bei der WM hat der DFB gerade eine große Bühne verlassen, bei Olympia darf er sie erst gar nicht betreten.

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