Absteiger SVGO mit Auftritt in Marienhafe zufrieden ‒ 26:33

Herkt als Abwehrstabilisator

Grambke. Der SV Grambke-Oslebshausen hat sich trotz einer 26:33 (14:18)-Niederlage ordentlich beim Siebten der Handball-Verbandsliga Nordsee der Männer, TuRa Marienhafe, aus der Affäre gezogen. „Das war auch ein Spiel, das richtig Spaß gemacht“, stellte SVGO-Trainer Matthias Herkt fest.
08.05.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Hollmann
Herkt als Abwehrstabilisator

Aufgrund der großen Personalsorgen spielte der SVGO-Trainer Matthias Herkt gegen Marienhafe auch mit.

Christian Kosak

Grambke. Der SV Grambke-Oslebshausen hat sich trotz einer 26:33 (14:18)-Niederlage ordentlich beim Siebten der Handball-Verbandsliga Nordsee der Männer, TuRa Marienhafe, aus der Affäre gezogen. „Das war auch ein Spiel, das richtig Spaß gemacht“, stellte SVGO-Trainer Matthias Herkt fest. Aufgrund der großen Personalsorgen stellte sich Herkt auch ausnahmsweise selbst auf. „Ich wollte die Abwehr stabilisieren“, so der 37-Jährige.

Die Partie begann gut für den Drittletzten. Auch dank zweier Tempogegenstöße zogen die Gäste nach vier Minuten auf 4:2 davon. „Wir sind sehr gut ins Spiel hineingekommen“, frohlockte Matthias Herkt. Doch im Anschluss drehten die Hausherren den Spieß mit sieben Toren durch Tempogegenstöße am Stück um. „Wir haben gedacht, dass es schon irgendwie von alleine laufen würde und haben vorne nicht mehr vernünftig abgeschlossen“, ärgerte sich Herkt.

Der Gast ließ sich aber von dem Fünf-Tore-Rückstand nicht beeindrucken. „Wir haben eine tolle Moral gezeigt und super gekämpft“, teilte Matthias Herkt mit. Nach Treffern von Marc Krüger und Malo Rosemeier kamen die Nordbremer auch wieder auf 7:10 heran. Doch dann setzte sich Marienhafe mit vier Toren in Serie auf 14:7 ab. Dieser Vorsprung wuchs auf 17:8 an.

Doch der SVGO fing sich nach einer Auszeit wieder und kämpfte sich bis zum Pausentee bis auf vier Treffer heran. Dabei feierte Silan Lönnecker auch seine Tor-Premiere in dieser Saison. Der Keeper durfte als Rechtsaußen im Feld ran. „Man hat natürlich schon gemerkt, dass Silan ansonsten im Tor steht. Aber er kam zumindest zu mehreren Chancen“, teilte Matthias Herkt mit.

Die Schiedsrichter Stephan Rieck und Johannes-Georg Temme verhängten in den ersten 30 Minuten nicht eine Zeitstrafe. „Wir konnten hinten ordentlich zulangen. So entwickelte sich eine sehr harte, aber nicht unfaire Partie“, informierte Herkt. Er räumte jedoch ein, dass die meisten anderen Referees mehr Zwei-Minuten-Strafen ausgesprochen hätten. Erst nach 34 Minuten kassierte Grambkes Thies Kohrt die erste Zeitstrafe. Die Gastgeber nutzten ihre Überzahl, um mit drei Toren auf 23:16 davonzueilen.

Dabei verwandelte der mit acht Treffern beste TuRa-Torschütze Remmer Janssen unter anderem den Siebenmeter, der mit dem Foul von Thies Kohrt einherging. Als auch das Heimteam die erste Zwei-Minuten-Strafe hinnehmen musste, erhöhte Remmer Janssen in Unterzahl sogar auf 24:16. Als bester Akteur bei Marienhafe kristallisierte sich jedoch Keno Lücken heraus. „Der hat das ganze Spiel beim Gegner gemacht und war richtig stark“, bestätigte Matthias Herkt. Lücken erzielte selbst sieben Treffer und schraubte den Vorsprung sogar auf neun Tore in die Höhe.

„Aber selbst danach sind wir noch einmal zurückgekommen“, lobte Herkt die starke Einstellung seines Teams. Für eine Wende reichte es indes nicht mehr. „Dafür hat Marienhafe zu gut zusammengespielt. Selbst, wenn wir einmal einen Spieler festgemacht hatten, hat der Gegner immer noch jemanden zum Anspielen gefunden“, merkte Matthias Herkt an.

Herkt wechselte nach 45 Minuten André Franke für Daniel Schimske zwischen den Pfosten ein. Der Kapitän wehrte auch noch zwei Siebenmeter ab. „Trotz der Niederlage haben wir es auf der Rückfahrt im Bus so richtig krachen lassen“, ließ Matthias Herkt wissen.

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