BVB erkämpft sich in Unterzahl Remis gegen weiter ungeschlagene Hoffenheimer Herrlicher Schlagabtausch

Hoffenheim. Manchmal schüren Fußballspiele im Vorfeld große Erwartungen, die dann schwer enttäuscht werden. Am Freitagabend aber hielt das Spitzenspiel zum Auftakt des 15.
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Von TOBIAS SCHÄCHTER

Hoffenheim. Manchmal schüren Fußballspiele im Vorfeld große Erwartungen, die dann schwer enttäuscht werden. Am Freitagabend aber hielt das Spitzenspiel zum Auftakt des 15. Spieltages der Bundesliga alles, was das Aufeinandertreffen zwischen der TSG Hoffenheim und Borussia Dortmund vor dem Anpfiff versprochen hatte: Offensivspektakel, individuelle Klasse, Kabinettstückchen, Spannung und Dramatik. Am Ende trennten sich die beiden immer offensiven Kontrahenten nach einem herrlichen Schlagabtausch 2:2 (2:1). Hoffenheim bleibt damit weiter als einziges Team der Liga ungeschlagen, der BVB schaffte nach dem Platzverweis für Marco Reus (41.) immerhin noch den Ausgleich.

Normalerweise würde er Sven Bender nach langer Verletzungspause noch nicht aufbieten, hatte Thomas Tuchel unter der Woche gesagt. Aber der Trainer von Borussia Dortmund hat derzeit eine Verletztenliste fast in Mannschaftsstärke. Und weil mit Sokratis sein bester Innenverteidiger ausgefallen war, musste Bender in Hoffenheim gegen die starke TSG-Offensive mit Mittelstürmer Sandro Wagner und dem unberechenbaren Mark Uth von Beginn an ran. Der erste Pflichtspieleinsatz dieser Saison geriet dann schnell zum Debakel für Bender: Schon nach zwei Minuten erzielte Uth nach einem langen Pass von Benjamin Hübner das 1:0 für die Badener, weil Bender sich in der Mitte nicht richtig positioniert hatte, um den Ball abzulaufen. Und in Minute 20 schubste Wagner Bender leicht, bevor er nach einem Eckball und Kopfballvorlage von Hübner den Ball zum 2:1 für die TSG verlängerte. Davor aber hatte Mario Götze in der rasanten Anfangsphase den Ausgleich für die Borussia mit einem raffinierten Schlenzer erzielt (11.).

Obwohl die Borussia viele Verletzte zu beklagen hatte, konnte Trainer Tuchel auch in Hoffenheim in der Offensive mit Aubameyang ganz vorne spielen – und Pulisic, Dembele, Götze und Reus dahinter komplettierten eine illustre Angreifer-Auswahl. Und Schürrle, Mor, Ramos und Kagawa saßen zunächst auf der Bank. Reus spielte allerdings nur 41 Minuten mit: Nach einem umstrittenen Foul am starken Hoffenheimer Mittelfeldspieler Nadiem Amiri zeigte Schiedsrichter Benjamin Brand dem Nationalspieler die Gelb-Rote Karte. Schon in der neunten Minute hatte Reus nach einem Foul an Niklas Süle die Gelbe Karte gesehen. Vielleicht war diese Entscheidung eine Reaktion auf die schlechte Schiedsrichterleistung beim letzten Spiel der Hoffenheimer in Frankfurt, als der Unparteiische Christian Dingert den Profis nicht früh genug Grenzen aufgezeigt hatte und die Partie in einen hässlichen Hahnenkampf ausgeartet war.

Wie auch immer: Dortmund blieb auch in Unterzahl gefährlich und zeigte in der 48. Minute seine ganze Klasse: Wagner schoss aus drei Metern nur an den Pfosten und verpasste so die Vorentscheidung für die TSG – Glück für die Borussia. Im direkten Gegenzug schaffte der BVB dann den Ausgleich: Dembele zog unaufhaltsam davon und bediente Aubameyang – und der Gabuner lupfte den Ball klasse über TSG-Torwart Oliver Baumann zum 2:2-Ausgleich und seinem 16, Saisontor ins Tor. Dembele war mit seiner Schnelligkeit und seinem Spielwitz der überragende Akteur auf dem Platz und von den Hoffenheimern nie zu kontrollieren – bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung in der 67. Minute. Dembele musste mit der Bare vom Platz getragen werden, für ihn kam Mor.

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