Hertha und Hannover 96 entlassen ihre Trainer

Der Trainerstuhl ist in den meisten Fällen gar kein Trainerstuhl. Sondern eine Trainerbank.
14.08.2015, 00:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Hertha und Hannover 96 entlassen ihre Trainer
Von Marc Hagedorn

Der Trainerstuhl ist in den meisten Fällen gar kein Trainerstuhl. Sondern eine Trainerbank. Aber Stuhl passt einfach besser als Bild. An einem Stuhlbein kann man sägen, ein Stuhl kann wackeln, ein Stuhl kann heiß sein, und eine mit etwas Technik aufgerüstete Variante könnte man Schleudersitz nennen.

Was an den Trainerstühlen in der Fußball-Bundesliga auffällt, ist, dass sie sich von Standort zu Standort in ihrer Qualität unterscheiden. In Bremen etwa stehen sehr robuste Modelle, hier können Trainer – wenn sie nicht gerade Aad de Mos oder Robin Dutt heißen – bis zu 14 Jahre lang auf einem Exemplar sitzen. In Hamburg haben sie dagegen große Probleme mit der Standhaftigkeit ihrer Stühle. Die wackeln meist von Anfang an, irgendwer, so hat man den Eindruck, sägt immer, und am Ende kippt das Ding um. Man würde es Bruno Labbadia ja wünschen, aber glaubt wirklich jemand ernsthaft daran, dass Labbadia im Mai 2016 noch Trainer des HSV ist?

Trotz der chronischen Hamburger Stuhlprobleme (darf man das so schreiben?) wird der Job der Bundesliga-Trainer künftig ein kleines bisschen sicherer werden. Wer feuert denn in der Regel seinen Trainer? Mannschaften im Abstiegskampf, Klubs auf Abstiegsplätzen.

Jetzt spielen seit ein paar Jahren immer wieder Teams in der Liga mit, die trotz Abstiegsplatz an ihren Trainern festhalten. Braunschweig, Paderborn, jetzt Ingolstadt und Darmstadt. Da für diese Vereine alles andere als der Abstieg eine Sensation wäre, lohnt es sich erst gar nicht, den Trainer zu wechseln. Also bleiben sie. Auch in Köln und Mönchengadbach haben sie sich das (Trainer-)Stühlerücken abgewöhnt. Es kostet am Ende doch nur Geld und garantiert eben doch keine Verbesserung. In Stuttgart, Frankfurt und auf Schalke werden sie das in dieser Saison merken. Zorniger hat in Stuttgart einen Plan, Breitenreiter auf Schalke einen Bonus und Veh in Frankfurt die Liebe aller Eintracht-Fans.

Deshalb wird es neben der obligatorischen Entlassung/Beurlaubung/Trennung in beiderseitigem Einvernehmen (bitte wählen Sie selbst aus) nur zwei weitere Umbesetzungen geben: in Hannover und Berlin. Wegen Erfolglosigkeit. Weil der Trainer die Mannschaft nicht mehr erreicht. Um einen neuen Impuls zu setzen (bitte wählen Sie selbst aus). Marc Hagedorn

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+