Handball-Oberligist HSG Schwanewede/Neuenkirchen startet heute bei der HSG Barnstorf/Diepholz Hier ein harter, da ein dicker Brocken

Schwanewede. Die Komplimente für den Gegner sind nahezu wortgleich. „Das ist ein harter Brocken“, lobt der Trainer der HSG Schwanewede/Neuenkirchen, Andreas Szwalkiewicz, die HSG Barnstorf/Diepholz.
09.09.2016, 00:00
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Von Klaus Grunewald

Schwanewede. Die Komplimente für den Gegner sind nahezu wortgleich. „Das ist ein harter Brocken“, lobt der Trainer der HSG Schwanewede/Neuenkirchen, Andreas Szwalkiewicz, die HSG Barnstorf/Diepholz. Und auf deren Homepage werden die „Schwäne“ als „dicker Brocken“ bezeichnet, der „im Anflug“ sei. Beide Teams treffen an diesem Freitag im ersten Saisonspiel der Handball-Oberliga Nordsee der Männer in der Mühlenkamphalle Diepholz ­aufeinander.

Die gegenseitige Wertschätzung kommt nicht von ungefähr. In der vergangenen Saison gehörten die Kontrahenten zu den stärkeren Teams der Liga und belegten in der Abschlusstabelle die Ränge vier (Barnstorf) und fünf. In den direkten Vergleichen sorgten sie zudem für Hochspannung in voll besetzten Hallen. Beide Begegnungen endeten unentschieden: 21:21 in der Diepholzer Mühlenkamphalle und 25:25 in der Schwaneweder Heidehalle.

Für Andreas Szwalkiewicz und seinen Co-Trainer Thomas Krenke ist die heutige Partie (Anpfiff: 20 Uhr) nicht nur eine besondere sportliche Herausforderung, sondern auch ein erste wichtige Standortbestimmung. Körperlich seien alle 17 Spieler topfit, macht sich Szwalciewicz über die konditionelle Form seiner Schützlinge keine Sorgen. Ein Fragezeichen stehe aber zu Saisonbeginn stets hinter Spieltechnik und Spielorga­nisation. Zwar haben die „Schwäne“ in der Vorbereitung viele Trainingsspiele auch gegen gleichwertige Gegner bestritten und gute Leistungen gezeigt. Doch jetzt beginnt der Ernst des Handball-Lebens. Und dabei spielen auch Willens- und Nervenstärke eine große Rolle.

Das Schwaneweder Trainerduo reist an diesem Freitag mit dem vollständigen Kader an. Nur der langzeitverletzte Mirko Ahrens fehlt noch. Er hatte sich im April im Spiel gegen den Elsflether TB einen offenen Beinbruch zugezogen und wird wohl erst im nächsten Jahr in einem Pflichtspiel das Trikot überstreifen können. Von den 17 Spielern sind allerdings nur maximal 14 einsatzberechtigt. Also müssen Swalkiewicz und Krenke kurzfristig entscheiden, welche drei Akteure sie notgedrungen auf die Tribüne verbannen. Als Signal für die nächsten Begegnungen will der Cheftrainer das allerdings nicht verstanden wissen. „Über die Mannschaftsaufstellung wird stets nach objektiven Kriterien entschieden; wer beispielsweise angeschlagen ist, bleibt draußen“, sagt Swalkiewicz.

Der einstige Goalgetter der HSG Schwanewede/Neuenkirchen und Nachfolger von Malte Waldow als Chefcoach hat inzwischen großen Spaß an der Zusammenarbeit mit „den Jungs“. Eine schon deshalb zutreffende Bezeichnung, weil allein fünf Stammspieler des Nordseeligisten erst 18 beziehungsweise 19 Jahre alt sind. Wegen der begrenzten finanziellen Möglichkeiten setzt die Handball-Spielgemeinschaft denn auch auf junge und talentierte Akteure, die vor allem durch die vereinseigene Schule gegangen sind. Das sei die einzige Chance, um mittel- und langfristig in der Oberliga zu bestehen, sagt Andreas Szwalkiewicz, der allen ­seinen Neuzugängen ein „Riesenpotenzial“ bescheinigt. Lobt der heutige Gegner: „Die HSG Schwanewede/Neuenkirchen zeichnet sich durch eine hervorragende ­Nachwuchsarbeit aus, die mittlerweile Früchte trägt.“

Das Handball-Abc bei der HSG hat auch Nils Huckschlag gelernt, der in der vergangenen Saison für den TSV Hannover-Burgdorf in der A-Junioren-Bundesliga spielte und jetzt zu den „Schwänen“ zurückgekehrt ist. Der 19 Jahre alte, 1,90 Meter große gebürtige Schwaneweder soll in der Rückraum-Mitte die Spielmacherposition besetzen und wesentlich dazu beitragen, das von seinen Trainern gesetzte Saisonziel möglichst bald zu erreichen. „Wir wollen so schnell genug Punkte sammeln, um nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben“, erläutert Szwalkiewicz.

Aufpassen müssen die „Schwäne“ im ­heutigen Auftaktspiel der Saison vor allem auf den torgefährlichen Polen Kamil Chylinski im Angriff der HSG Barnsdorf/Diepholz, der in den vergangenen Jahren ein Garant für die Erfolge der Mannschaft aus dem Hunte-Tal war. Das gilt auch für den litauischen Kreisläufer Andrius Gervé. Verstärkt worden ist das Team von Trainer Dag Rieken durch den Mittelfeldakteur Steffen Brüggemann vom Liga-Gefährten TV ­Bissendorf-Holte.

„Über die Aufstellung wird stets nach objektiven Kriterien entschieden.“ HSG-Trainer Andreas Szwalkiewicz
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