Vladi Riha verpasst Rang zwei / Ralf Schöllhammer schmeckt Strecke nicht Hinter Erwartungen geblieben

Das Finale der langen Cyclocross-Saison fand im sächsischen Borna bei wechselnden Witterungsbedingungen statt. Als Ausgangspunkt aller Aktivitäten fungierte das Rudolf-Harbig-Stadion. Das kleine Waldgebiet auf einem Hügel, die Witznitzer Kippe, wurde dann pro Runde in jeweils zwei Schleifen durchfahren.
16.01.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Norma Tiemann

Das Finale der langen Cyclocross-Saison fand im sächsischen Borna bei wechselnden Witterungsbedingungen statt. Als Ausgangspunkt aller Aktivitäten fungierte das Rudolf-Harbig-Stadion. Das kleine Waldgebiet auf einem Hügel, die Witznitzer Kippe, wurde dann pro Runde in jeweils zwei Schleifen durchfahren.

Mit einer Länge von 3,2 Kilometern und mehreren sehr steilen Anstiegen und Abfahrten war der Kurs beim Cyclocross-Finale sehr anspruchsvoll und durch den Regen der Boden aufgeweicht und schlammig. Eine kraftraubende Strecke mit vielen Schwierigkeiten.

Diese zu meistern waren drei Mitglieder des VC Vegesack in der Mastersklasse 2 angetreten. Seit September des vergangenen Jahres hatten Vladi Riha, Olaf Heye und Ralf Schöllhammer auf dieses Ereignis hingearbeitet. Zunächst aber fing der Tag für Heye mit erheblichen Problemen an.

Reifen zu breit

Der mit einer Messschablone ausgestattete BDR-Verantwortliche, der die Zulässigkeit der Reifenbreiten zu überprüfen hatte, befand die Reifen an Heyes Sportgerät für zu breit, sodass dieser mit dem Rad nicht starten durfte. Mangels eines Wechselrades organisierte sich der Sportler aber ein einigermaßen passendes Ersatzgerät und konnte so doch noch in der ersten Startreihe Aufstellung nehmen. Auf der sehr schweren Strecke hielt er sich für einige Zeit unter den ersten Zehn, dann nahm das Pech aber seinen weiteren Lauf.

Der Vorderreifen sprang von der Felge und es dauerte eine Weile, bis Heye diesen wieder an Ort und Stelle bringen konnte. Er verlor damit und durch die daraus resultierende vorsichtigere Fahrweise mehrere Plätze und landete auf Platz 17. Nur einen Rang vor Schöllhammer, der sich mit der Strecke gar nicht anfreunden konnte.

Riha, ebenfalls in der ersten Startreihe platziert, kam zunächst schlecht weg, da er Probleme beim Einklicken in die Pedale hatte. Er konnte sich jedoch schnell wieder fangen und fuhr als Fünfter hinter Schnellstarter Stefan Danowski (Bergamont Cyclocross Team) sowie Ralph Berner (VC Frankfurt), Michael Stenzel (TuS Blau-Weiß Lohne) und Timo Berner (Berner-Bikes Mallorca.com) ins Gelände. In der zweiten Runde hatte sich die Spitzengruppe dann sortiert. Berner fuhr an der Spitze und setzte die Verfolger mächtig unter Druck. Danwoski und Riha lieferten sich dahinter einen packenden Zweikampf mit diversen Führungswechseln. Auch Bernd Pfeiffer (SRS Cycle Cross Master Team) und Michael Stenzel blieben auf Tuchfühlung.

In der letzten Runde entschied wie so oft das Material über Sieg oder Niederlage, in diesem Fall über Platz zwei und drei. Das Schaltwerk von Vladi Riha entschied sich kurz vor der Wechselzone abzureißen.

Das Rad zu schultern und die letzten Meter bis zum Depot zu laufen und auf das Zweitrad zu wechseln kostete Riha so die entscheidenden Sekunden. Stefan Danowski nutzte seine Chance und brachte genügend Vorsprung zwischen sich und seinen Kontrahenten, sodass Riha ihn nicht wieder einholen konnte.

Der Vegesacker musste sich im Gegenteil sputen, damit ihn Bernd Pfeiffer nicht noch um den letzten Podiumsplatz bringen konnte. Es gelang ihm aber, seinen dritten Platz zu halten. Enttäuscht war er hinterher dennoch, denn ohne den Defekt hätte er bis zum Schluss noch die Chance auf den zweiten Platz gehabt.

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